LINDLAR
20 Jahre „Jrön un Jedön“ im LVR-Freilichtmuseum
Lindlar - Der traditionelle Gartenmarkt bot ein vielfältiges Programm und lockte zahlreiche Besucher auf das Gelände.
Von Louisa Krüger
Das LVR-Freilichtmuseum hat an diesem Wochenende das 20. Jubiläum seines Gartenmarkts „Jrön un Jedön“ gefeiert. An beiden Tagen präsentierten rund 100 Aussteller ein vielfältiges Angebot auf dem weitläufigen Gelände. Trotz des unbeständigen Wetters war der Besucherandrang hoch. Das trockene Wetter lockte am Samstagmorgen bereits früh zahlreiche Gartenfreunde an.
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[Kreativer Hingucker: Originelle Kunstwerke und Dekorationen gab es auf dem gesamten Marktgelände zu entdecken.]
Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf einer Auswahl an Iris, Schmucklilien, Akeleien und Orchideen sowie zahlreichen Zierpflanzen und Sommerblumen. Für Nutzgärten wurde ein umfangreiches Sortiment an Tomatensorten und anderen Gemüsejungpflanzen wie Paprika, Chili und Gurken angeboten. Neben klassischen Duft- und Küchenkräutern gab es eine Neuerung: Erstmalig wurden Sukkulenten und Kakteen für das Freiland und das Haus zum Kauf angeboten.
An verschiedenen Stationen erhielten die Besucher fachkundige Beratung. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf dem Erhalt alter Sorten sowie auf der Gestaltung insektenfreundlicher Gärten. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Bergischen Gartenarche Oberberg statt. Der Verein betreibt auf dem Museumsgelände am „Hof zum Eigen“ einen eigenen Archegarten zur Erhaltung von historischem Saatgut. Zudem informierten die Biologische Station Oberberg mit einer Aktion zur igelfreundlichen Gartengestaltung und der Naturgarten über ihre Arbeit. Am Spielplatz stellte sich zudem die Slowflower-Bewegung vor, die sich für nachhaltigen Regionalanbau von Schnittblumen einsetzt.
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[Neben dem Markttreiben lockten auch die historischen Museumsgebäude mit besonderen Aktionen für Groß und Klein.]
Neben den Pflanzen gehört traditionell auch das „Jedön“ zum Markt. Das Angebot reichte von Gartenmöbeln und handgeflochtenen Körben über Fußmatten bis hin zu Dekorationen aus Metall, Holz oder Ton. Auch Bonsais und Zwerggehölze wurden präsentiert. Eine Ausstellerin aus Bensberg, die selbst gemalte und gedruckte Postkarten sowie Bücher anbietet, zog eine positive Bilanz: Der Verkauf laufe gut. Eine Besucherin aus Leichlingen, die seit Jahren vor Ort ist, lobte die Atmosphäre und hatte sich neben Pflanzen bereits einen Staketenzaun vorbestellt. Eine andere Besucherin aus Bergisch Gladbach nutzte ihren ersten Aufenthalt vor Ort vor allem zur Inspiration durch die farbenfrohe Blütenpracht.
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[Viele Besucher deckten sich direkt vor Ort mit neuen Gewächsen für das heimische Beet ein.]
Das Rahmenprogramm bot zudem Einblicke in historisches Handwerk und die bergische Geschichte. Auf den Museumsäckern wurde die Feldarbeit mit Pferden demonstriert, in der Schmiede aus Lindlar-Linde Eisen geschmiedet und am Sonntag zeigte die Seilerei aus Wipperfürth ihr Handwerk. Zudem gab es Vorführungen zum traditionellen Bandweben und zur historischen Hauswirtschaft im Hof Peters. Im Backhaus aus Overath-Kepplerburg wurde frisches Backwerk verkauft. Als weitere Besonderheit stand das neu errichtete Haus aus Radevormwald-Heide für Besichtigungen offen.

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