KULTUR

Ende der kulturellen Auszeit

vma; 19.09.2020, 12:50 Uhr
Fotos: Vera Marzinski --- TARS – v.l. Johannes Rake, Charlotte Schwnke und Claudius Kamp – eröffneten den Reigen der Herbstveranstaltungen des Kulturkreises Wiehl auf der großen Bühne in der Aula des Schulzentrums Bielstein.
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Ende der kulturellen Auszeit

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vma; 19.09.2020, 12:50 Uhr
Wiehl - Das Trio „TARS“ eröffnete mit Musik aus Barock und Renaissance das Herbstprogramm des Kulturkreises in der neuen Spielstätte.

Von Vera Marzinski

 

Zunächst bis Ende des Jahres sollen die geplanten Wiehler Kulturkreis-Veranstaltungen in der Aula des Bielsteiner Schulzentrums stattfinden.„Ich hätte fast gesagt: Willkommen im Burghaus“ so Hans-Joachim Klein zur Begrüßung der rund 40 Gäste in der großen Aula. Die Lösung, das Kulturkreis-Programm in der Schulstätte anstatt im Burghaus stattfinden zu lassen, ermögliche es, ein entsprechendes Hygienekonzept umzusetzen, so Klein. Alle geforderten Bedingungen in puncto Belüftung, Abstandsregeln etc. für Publikum und Künstler können hier umgesetzt werden. Und: das Kartenkontingent konnte sogar noch ein wenig aufgestockt werden, sodass auch für bisher ausverkaufte Veranstaltungen wieder Karten erhältlich sind.

 

[Johannes Rake widmet sich besonders dem werktreuen Continuospiel – und das mit viel hörbarer Liebe zu der alten Musik.]

 

Zum Start verwandelte „TARS“ die Aula am Donnerstagabend fast in ein Kirchenschiff. Gleich mit dem „Exaudi Domine a 6 voci“ von Giovanni Gabrieli nahmen die drei Musiker das Publikum mit in den Frühbarock. Die Mehrstimmigkeit des Stückes habe man damals mit mehreren Instrumentenchören, die sich abwechselten erreicht, erklärte Johannes Rake. Der ehemalige Cembalostudent nahm die Gäste auch mit auf einen Diskurs zu seinem Instrument, das einerseits wie ein Cembalo klang und andererseits die Klänge von Orgelpfeifen wiedergab. Auch Charlotte Schwenke und Claudius Kamp spielen nicht nur besondere Instrumente, sondern erklärten sie auch. Schwenke stimmte ihre Bass-Gambe immer wieder, da die Saiten dieses Nachbaus eines historischen Instrumentes empfindlich auf die sich verändernde Luftfeuchtigkeit reagieren, wie sie erläuterte. Die ersten Stücke des Programms „Hauptsache Italien“ spielte sie auf der Diskantgambe, die sehr an eine Violine erinnerte. Und Claudius Kamp bot sehr virtuos ein Spiel auf Blockflöten, Dulzian und Barockfagott.  Die drei Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs 2019 – Preisträger der 64. Bundesauswahl – boten gemeinsam ein brillantes Konzert alter Musik mit einem ungewöhnlich reichem Klangspektrum.

 

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Schon am kommenden Donnerstag, 24. September, wird wieder eine Blockflöte auf der großen Bühne in der Aula zu hören sein, wenn „Wildes Holz“ maßgeschreinerte Blockflöten-Versionen bekannter Rock- und Pophits, aber auch Klassik ertönen lassen wird. Am Donnerstag, 1. Oktober, präsentiert dann die „Break Down Bluesband“ handgemachten Blues. Und nicht nur für die Herbstprogramm-Veranstaltungen gibt es noch Karten bei Wiehl-Ticket. „Auch für die Seven Nights of fun können die Freunde von Comedy und Kabarett noch auswählen“, so Alexandra Noss, die seit Januar die neue Geschäftsführerin des Kulturkreises Wiehl ist. Vom 19. bis 25. November geht es dann an die Lachmuskeln mit unter anderem Dave Davis, „De Frau Kühne“, Katie Freudenschuss und auch wieder mit den „Zucchini Sistaz. 

 

Weitere Informationen: kulturkreis-wiehl.de.

 

[Bei TARS wurde die harmonische Essenz der Musik für das Publikum erlebbar.]

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