KARNEVAL
Wortwitz und Gardetanz beim Pfarrkarneval
Morsbach – Buntes Showprogramm sorgte für beste Laune bei den Gästen im Gertrudisheim.
Von Astrid Deckers
Im Gertrudisheim erlebten gestern 210 Besucher ein karnevalistisches, humoristisches Feuerwerk aus Wortbeiträgen, Tanz und Theater. Moderator Frank Rinscheid, der mit einem Team gleichgesinnter Ehrenamtler zugleich auch federführender Organisator der Veranstaltung war, freute sich gleich zu Beginn, mit der Kindergarde der KG Morsbach einen wunderbaren Eisbrecher begrüßen zu dürfen. Und die kleinsten Tänzer bewiesen ihr Talent bei der Umsetzung jeden Taktes. Besonders hervorzuheben ist, dass sie es in ihrem jungen Alter bereits schafften, ein Mitglied der Gruppe, dass zu spät zum Auftritt kam, positionsmäßig so zu ersetzen, dass es keinem der Zuschauer auffiel.
Mit dem Müeschbejer Mädchen Brigitte Kötting betrat im Anschluss die erste Büttenrednerin die Bühne. Egal ob es der Taxinotstand in Morsbach, die Glasfaserverlegung, bei der das Treffen eines Starkstromkabels den Ort lahmlegte, oder das „Mueschbecher Landrecht“ war, das dazu führt, dass Ampeln „eenfach uffjestellt“ werden – kein Morsbacher Ereignis des vergangenen Jahres blieb von ihrer spitzen Zunge unerwähnt und die Lacher im Publikum belohnten sie für diesen pointierten Jahresrückblick.
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[Die Gäste erlebten ein Potpourri aus Gesang, Tanz und Wortbeiträgen, die alle eines gemeinsam hatten: Den gelungenen Unterhaltungsfaktor.]
Ein Großaufgebot der KG Rot-Weiß Denklingen eroberte im Anschluss den Saal und die Bühne. Die Pänz von der Burg, der Elferrat, der Senat und die Burggarde und das Prinzenpaar samt Gefolge hatten den Weg nach Morsbach gefunden. Sie unterhielten den mit Liedern und Tänzen prächtig. Mit Claudia Burbach hatte sich eine der Trainerinnen der Burggarde unter die Tänzer gemischt und erfüllte sich mit der einmaligen aktiven Rückkehr einen persönlichen Wunsch. Moderator Rinscheid zollte, sehr zur Freude der Anwesenden, Prinz Robin I. seinen Tribut für einen Spruch, den er auf dessen Internetseite gefunden habe: „Man muss auch schon trinken, bevor der Körper merkt, dass er Durst hat.“
Das „Pastoralteam“ stellte seinen Humor unter Beweis, indem es zur Musik von „Yellow Submarine“ ein „Wir singen alle für Cäcilia“ und aus „Yesterday“ ein „Pfarrer sein“ erklingen ließ. Nachdem die Mini-Wolpis Showtänze rund um das Thema „Barbie“ präsentiert hatten, hieß es für die Laien-Schauspieler der Morsbacher Theatergruppe: Bühne frei. Brillant, feinfühlig und mit viel Hingabe präsentierten sie den Zuschauern, angelehnt an Loriots Sketch aus „Weihnachten bei Hoppenstedts“ (1978), wie gleich drei Vertreter für Weinproben, Staubsauger und Haarbläser sowie Versicherungen bei einer Hausfrau parallel erscheinen, um sie von der Qualität ihrer jeweiligen Produkte zu überzeugen. Das Publikum honorierte die Leistung mit viel Gelächter und Applaus.
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[Mit brillantem, subtilen Charme überzeugten die Mitglieder der Theatergruppe Morsbach das Publikum.]
Mit den Nonnen aus dem Frauenkloster „Melissengeist“, die vom Damen-Elferrat Wendershagen gespielt wurden, und den Wolpertingern, Bel Kantholz und der KG Morsbach folgten weitere Programmpunkte, die den karnevalistischen Abend abrundeten und ihren Teil zur kreativen Vielfalt beisteuerten.

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