LOKALES

Neues Dreigestirn gibt sofort Vollgas

ae; 13.01.2020, 10:56 Uhr
Fotos: Andrea Eischeid/Michael Gauger (Galeriebilder 64 bis 80) --- Mit den Insignien der Macht ausgestattet starten Prinz Bernd I., Bauer Rainer und Jungfrau Steffi in die jecke fünfte Jahreszeit.
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Neues Dreigestirn gibt sofort Vollgas

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ae; 13.01.2020, 10:56 Uhr
Engelskirchen – Unter dem Motto „Ob Feckelsberg, Steeg oder Hardt – mir stonn för dä Karneval parat!“ geht für Prinz Bernd I., Bauer Rainer und Jungfrau Steffi nun die „jecke Zick“ los.

Von Andrea Eischeid

 

Den Auftakt der Prinzenproklamation im restlos ausverkauften närrischen Wohnzimmer der KG Närrische Oberberger, in der Gemeinschaftsgrundschule Engelskirchen, übernahmen die Jugendtanzgruppe der KG und die Pänz der Schlossgarde. Sie begeisterten die Jecken mit ihren tollen Tänzen. Senatspräsident Reinhold Müller begrüßte Abordnungen verschiedener Karnevalsvereine wie die KG Denklingen, den KV Bielstein, den Ründerother Karnevalsverein, die Torwache Ründeroth, die Sünger Butzen, die Nippeser Bürgerwehr und die Große Kölner.

 

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Bevor J.P. Weber mit seinen kölschen „Krätzcher“ das Publikum in Stimmung brachte, verabschiedete sich das Prinzenpaar Vicky I. und Katharina samt Schmölzchen von seinem jecken Volk. Der Prinz bedankte sich für eine „hammerweltklasse“ Session und dafür, dass sie ein Jahr lang die „bekloppten Chefs“ sein durften. Mit einem weinenden Auge und mit seiner Prinzessin gab es ein letztes Liedchen. Stimmung in den Saal brachte.dann  J.P. Weber, der auf seiner Flitsch, die einst Hans Süper gehörte, Lieder wie „Hey Kölle“ und „Es war in Königswinter“ zum Besten gab. Er zog seinen imaginären Hut vor so einer großen Karnevalsgesellschaft wie der KG Närrische Oberberger.

 

[Der neue Zeremonienmeister Leon Helfer führt das Dreigestirn mitsamt Schmölzchen in die jecken Säle.]

 

Horst Mylenbusch erhielt als Jubiläumsprinz von 1970 den diesjährigen Sessionsorden von  Andreas Reif und war sichtlich gerührt. Dann wurde es Zeit für den grandiosen Einmarsch des designierten Dreigestirns Prinz Bernd I. aus dem Hause Heider, Bauer Rainer Trupke und Jungfrau Steffi Rappenhöner. Angeführt von Zeremonienmeister Leon Helfer, dem Musikzug der Schlossgarde, dem Elferrat, dem Tanzkorps Rot-Weiß und der Schlossgarde dauerte es gut dreißig Minuten, die der Musikzug ununterbrochen spielte, bis es die Tollitäten „bützend“ und „Strüßcher werfend“ durch die bunte und jecke Menschenmenge auf die Bühne geschafft hatten. Hier begrüßte der Senatspräsident, der den gesamten Abend moderierte, das Trifolium und stellte es vor.

 

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus wusste in der „Bütt“ einiges über die drei „Raketen“, die nun das jecke Volk bis Aschermittwoch anführen, zu erzählen. So berichtete er, dass Steffi mit 1,79 Meter und 77 Kilogramm sogar Heidi Klum die Schau stiehlt, Bauer Rainer als Nicht-Schlagerfan seine Frau Ellen bei einem Wolle-Petri-Konzert kennenlernte und dass sogar Kapstadt gegen die bergische Heimat bei ihm nicht ankommt. Da Prinz Bernd I. als Jugendlicher sogar in der Verbandsliga kickte, war es für den Rathauschef klar, dass der Prinz den Geißbock in seinem Herzen trägt. Und er freute sich auf geballte 5,75 Meter Gesamtlänge des Dreigestirns, die in den nächsten Wochen zeigen, wie Fasteloovend gefeiert wird.

 

[Für gute Laune und tolle Stimmung sorgten verschiedene musikalische Beiträge.]

 

Mit den Insignien übernahm das Dreigestirn die Regentschaft für die nächsten jecken Wochen. Karl-Peter van der Viefen, Wolfgang „Köbes“ Köckerling und Kai Gissinger vom Bund Deutscher Karneval (BDK) übergaben Ansteckpins und wünschten eine tolle Session. Van der Viefen hatte noch drei Tipps für das Dreigestirn: Lächeln, auf sein Gegenüber zugehen und ihm in die Augen schauen. So kann in der Session nichts schiefgehen. Auf die Frage von Prinz Bernd I., ob das Publikum Lust hätte, mit ihnen zu fliegen, gab es das Sessionslied „Mir levve dä Moment“ - und im Festsaal ging die Post ab.

 

[Als Überraschungsgast für seinen Freund Bauer Rainer, erschien der Grandseigneur des Kölner Karnevals, Ludwig Sebus, bei der Prinzenproklamation in Engelskirchen.]

 

Nicht als Programmpunkt aufgeführt, stürmten die Mädels des VfL-Balletts mit lautem Gekreische die Bühne und legten eine wilde Can-Can-Tanzeinlage aufs Parkett, dass so mancher Herr im Saal ins Schwitzen kam. Ebenfalls als Überraschungsgast stand plötzlich der Grandseigneur des Kölner Karnevals, Ludwig Sebus, auf der Bühne. Der 94-Jährige, der bereits von der Karnevalsgesellschaft Große Kölner für 66 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, ist mit der Familie von Bauer Rainer befreundet und ließ es sich nicht nehmen, persönlich zur Proklamation nach Engelskirchen zu kommen. Mit einem kleinen Potpourri machte Sebus seine Aufwartung.

 

Eine grandiose und perfekte Show lieferten die Damen des Mütterkaffees ab. Bei dumpfen Trommelklängen fühlte man sich in die Welt der Indianer versetzt, als sie durch die jecke Menge zur Bühne schlichen. Die Schlossgarde zeigte mit ihrem neuen Bühnenkommandanten Paul Remmel sowie Tanzmarie Joana Domnick und Kevin Küchemann eine tolle Bühnenshow, wie etwa beim Tanz Little Mountain. Kempes Finest sorgten mit Frontfrau Nici Kempermann und unter anderem mit dem Song „Wenn Du nit danze kann's“ für super Stimmung im Publikum und ebenso heizte die Performanceband Druckluft in ihren bunten schrillen Outfits und mit zahlreichen verschiedenen Instrumenten dem Publikum mächtig ein.

 

[Jungfrau Steffi genoß beim Einmarsch sichtlich das Bad in der jecken Menge.]

 

Bevor das Dreigestirn samt Schmölzchen ausmarschierte zeigte das Engelskirchener Tanzkorps Rot-Weiß sein Können. Mit atemberaubenden Hebefiguren und Tänzen eroberten sie die Herzen der Jecken im Sturm. Nicht umsonst holten sie im letzten Jahr bei der Deutschen Meisterschaft im Tanzsport des Verbandes IIG Tanzsport, in der Kategorie „Sonderklasse Garde mit Paaren“ in der Senioren-Altersklasse ab 16 Jahren, den ersten Platz. Für die musikalische Untermalung sorgten die Tusch Foundation sowie Dennis „Knut“ Schumacher.

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