KARNEVAL

Schunkeln kann man nicht allein

ad; 17.01.2026, 10:50 Uhr
KARNEVAL

Schunkeln kann man nicht allein

ad; 17.01.2026, 10:50 Uhr
Reichshof - In der ausverkauften Glückauf-Halle feierte die KG „Tolle Elf“ Wildberg ihr frisch inthronisiertes Damendreigestirn mit zahlreichen Karnevalsvereinen und Wildberger Familien.

Von Astrid Deckers

 

Moderiert vom 1. Vorsitzenden und Präsidenten der „Tollen Elf“, Georg Freund, und seiner Tochter Rebecca, startete die KG Wildberg am Freitagabend in der örtlichen Glückauf-Halle eine Proklamation, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zur Begeisterung der Organisatoren besuchten noch mehr befreundete Vereine die Veranstaltung, als ohnehin im Vorfeld bereits angemeldet waren. So konnten die Wildberger beispielsweise Abordnungen, Prinzenpaare, Dreigestirne und Mitglieder von der KG Rot-Weiß Denklingen, dem Karnevalsverein Bielstein, der Karnevalsfreunde Schönenbach, der Karnevalspartygesellschaft Eckenhagen und der Waldbröler Karnevalsgesellschaft begrüßen.

 

[Viel Spaß beim Besuch ihrer Freunde von der "Tollen Elf" Wildberg hatten auch Mitglieder der Funkengarde Rot-Weiß der Waldbröler KG.]

 

Mit ihren Tänzen unter dem Motto „Cowboys und Cowgirls“ bewiesen die kleinsten Tänzerinnen und erstmalig auch drei Tänzer der Wildberger Minigarde wie groß klein sein kann, bevor die 15 Akteure der „Teeniegarde“ die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberten. Mit den „Eckenhääner Tanzbienen“ und ihren Darbietungen zu einem Medley aus kölscher und internationaler Musik folgte ein weiterer unterhaltsamer und mitreißender Programmpunkt, bevor es für alle Anwesenden hieß, Abschied vom Dreigestirn der vergangenen Session zu nehmen.

 

[Mit „wenigen“ Worten verabschiedeten sich Stephan I., Bauer René und Jungfrau Franka von ihrem Narrenvolk.]

 

Prinz Stephan I. zog ein persönliches Resümee mit den Worten: „Et war `ne geile Rutsche hier“, Jungfrau Franka nahm die Erkenntnis mit, nicht singen zu können, aber „viel Technik kann ein schönes Liedchen daraus zaubern“ und Bauer René hatte sein individuelles Fazit in einer „kurzen“ Dankesrede vorbereitet, die er verschriftlicht hatte und auf der Bühne ausrollte. Moderator Georg Freund wünschte den Dreien „Erinnerungen, die bleiben und von denen ihr noch lange zehren könnt“, bevor sie ein allerletztes Mal ihre Sessionslieder vortrugen und unter Beifallsstürmen aus dem Saal auszogen.

 

WERBUNG

Im Anschluss an die kurzweilige und überzeugende Leistung der 20 Tänzerinnen der großen Garde Wildberg begann die Feuertaufe des designierten Dreigestirns. Getreu ihrem Motto „Mit Konfetti im Herzen und Freude am Leben wollen wir gemeinsam feiern und alles geben!“ wurden Konfettiraketen bei ihrem Einzug abgefeuert und begleiteten den langen Einmarsch durch die Glück-auf-Halle bis zur Bühne. Nachdem diese erreicht war, erfuhren die Zuschauer das eine oder andere Detail über die Tollitäten aus dem Mund von Georg Freund.

 

So hat Prinz Katharina I. aus dem Hause Funke bereits im zarten Alter von sechs Jahren ihren ersten Orden in Wildberg bekommen, da damals ihr Harlekinkostüm beim Kinderkarneval prämiert wurde. Außerdem ist sie „Fotoschistin“ und mag keine Fotos von sich, auf der nicht Kopf und Füße zu sehen sind. Bauer Monika ist wie ein „Duracell- Hase – stets in Bewegung und mag auch bei Wanderungen keine Abkürzungen“. Jungfrau Marina hat „sibirische Wurzeln, die dazu führen, dass selbst kleine Treffen oder Zusammenkünfte bei ihr aus mindestens 60 bis 80 Personen bestehen, von denen niemand hungrig oder durstig nach Hause geht.“

 

[Sichtlich bewegt nahm Prinz Katharina I. (Rogmann) aus dem Hause Funke ihr Zepter aus den Händen des Bürgermeisters in Empfang.]

 

Erstmalig betrat der neu gewählte Reichshofer Bürgermeister Jan Gutowski die Wildberger Bühne, um dem Dreigestirn die Insignien zu überreichen und es in Amt und Würde zu setzen. Dabei informierte er die Anwesenden darüber, dass er in seinem alten Beruf als Polizist den Karneval von außen und eher distanziert betrachtet habe. Nach den Proklamationen in Eckenhagen, Denklingen und nunmehr Wildberg müsse er jedoch gestehen: „Es hat mich gepackt“, was von den Jecken mit viel Applaus bedacht wurde.

 

Michael Röser, Präsidiumsmitglied vom Regionalverband für das Rheinische- und Bergische Land im Bund Deutscher Karneval, wünschte den Tollitäten eine wunderbare Session. Als die Besucherin mit der weitesten Anreise wurde auch die Schwiegermutter von Bauer Monika auf die Bühne gebeten. Sie war eigens aus Tschechien angereist, um ihre Schwiegertochter an diesem Abend zu sehen. Gutowski, Röser und die Schwiegermama erhielten die ersten Sessionsorden, bevor Prinz Katharina I., nach dem Singen der Sessionslieder, den offiziellen Teil der Veranstaltung, beendete und mit den Worten „Passt auf Euch auf und denkt immer daran: Feiern ist Gemeinschaft und schunkeln kann man nicht allein“ die „Jeck-Friday-Party“ eröffnete.

BILDERGALERIE

WERBUNG