KARNEVAL
Jecke Pänz tun es den Großen gleich
Engelskirchen – Die KG Närrische Oberberger proklamiert das Nachwuchsdreigestirn auf der Kindersitzung – Jede Menge gutgelaunte Pänz feiern Karneval.
Von Michael Gauger
Eine rappelvolle Sporthalle mit besonderer Geräuschkulisse, ganz vorne zig buntkostümierte Kinder und eher weiter hinten die Eltern oder Großeltern – das bedeutet Kindersitzung, veranstaltet von den Jungen Karnevalisten (JuKs) in Engelskirchen. Da, wo gestern noch die Großen gefeiert hatten, war am Sonntagnachmittag der Nachwuchs an der Reihe. Mit einem buntem Programm feierten die Närrischen Oberberger und proklamierten ihre drei jungen Tollitäten.
[Kindersitzungspräsident Marek führte durch ein mehrstündiges Programm.]
Marie Buschhaus begrüßte die junge Meute und übte zu Beginn, wie eine „Saalrakete“ gestartet wird. So gerüstet konnte für kommende Begeisterungsstürme nichts mehr schiefgehen. Nach dem Einzug des Kinderelferrates dauerte es nicht lange und Sitzungspräsident Marek Stommel ließ das Kinderschmölzchen aus dem Vorjahr mit Prinz Matteo und Prinzessin Indra aufmarschieren, die sich mit einem Liedchen verabschiedeten. Von der jüngsten Tanzgruppe im Anschluss, Bambini genannt, wurde lautstark eine Zugabe gefordert. Dann folgte der Einmarsch der Hauptakteure an diesem Tag. Seit zehn Jahren hatte es in Engelskirchen kein Dreigestirn mehr bei den Kindertollitäten gegeben, nun war es so weit. Auf Prinzessin Mayla (Palic) folgte der staatse Bauer Louis, sowie Prinz Jakob samt deren Mariechen und Adjutanten. Begleitet von lautem Jubel, stellte Kinderprinzenführer Felix Sassenhausen das Trio vor.
Bürgermeister Lukas Miebach zeigte sich begeistert vom Interesse bei Jung und Alt am Engelskirchener Karneval. „Wir haben hier ein tolles Dreigestirn und ich freue mich von Herzen, dieses jetzt zu proklamieren.“
[Bürgermeister Lukas Miebach durfte am Wochenende zwei Proklamationen durchführen.]
Er berichtete er über die Aktivitäten des Trifoliums im Karneval, bevor er Bauer Louis (Bischofsberger) die Schlüssel und Prinz Jakob, aus dem Hause Kaltenbach, das Zepter übergab. Die Prinzessin ist zwölf Jahre alt. Sie malt, bastelt und singt gerne. Seit dem Alter von drei Jahren tanzte sie in vielen Tanzgruppen der KG und da ihre Eltern viele Jahre die Hofburg stellten, war der frühe Kontakt zum Karneval ohnehin vorprogrammiert. Aus einer karnevalsbegeisterten Familie entstammt der Bauer. Bereits mit vier Jahren war der mittlerweile Zwölfjährige im Rosenmontagszug dabei. Er gehört den Pänz "Rot-Weiß" an und war bereits als Mini-Adju im Jahr 2020 dabei. Die karnevalistische Laufbahn des Prinzen begann 2017 als Mini-Adju, bevor er 2020 mit sechs Jahren den verantwortungsvollen Job des Zeremonienmeisters von seinem Bruder übernahm. Jakob spielt gerne Golf und ist Co-Trainer der U9 in Dieringhausen. Die drei freuen sich auf eine tolle Session, was man auch an ihren fetzigen Liedern und den dazugehörigen Tänzen sehen konnte.
Natürlich machte auch das große Prinzenpaar, nur einen Tag vorher proklamiert, den jungen „Kollegen“seine Aufwartung. Mit reichlich kleinen Karnevalisten an der Hand, zogen sie kamellewerfend auf die Bühne. Prinzenführer Marian Lüdenbach zeigte sich, ebenso wie Prinz Marin I. und Prinzessin Jolina, von den vielen kleinen Karnevalsfreunden im Saal begeistert. Gemeinsam wurde lautstark die „Karnevalsmaus“ gesungen. Und wie die Großen, so die Kleinen: Für diverse Abteilungen der Gesellschaft und den Bürgermeister hatte das Kinderdreigestirn Paragraphen vorbereitet, die während der folgenden Session erfüllt werden wollen. Ob Verpflegung unterwegs oder Begleitung bei Auftritten, es dürfte interessant werden. Für eine Forderung aus dem Vorjahr, der Tanz des Vorstands, holte der Koordinator des Kinderkarnevals, Bernd Heider, viel Unterstützung auf die Bühne. Danach hatte Heider gut lachen: „Ich konnte mich beim Tanz prima hinter den Federn am Hut des Bauern verstecken."
Im Wechsel zeigten die Minis, die Pänz "Rot-Weiß", die Pänz der Schlossgarde und die Jugendtanzgruppe die Ergebnisse des Trainings der vergangenen Monate, bevor der junge Sitzungspräsident die Veranstaltung nach über drei Stunden beendete.

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