KARNEVAL
Gimborner Schützen im Karnevalsfieber
Marienheide - Beim Winterschützenfest der Gimborner Schützen avancierte die Turnhalle in Marienheide zur närrischen Karnevalsbühne.
„Winterschützenfest“ heißt die Traditionsveranstaltung der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Gimborn, doch winterlich still ging es dabei keineswegs zu. Vielmehr verwandelte sich die Turnhalle an der Jahnstraße am Samstagabend in eine bunte Karnevalshochburg. Kostümierte Besucher, ausgelassene Stimmung und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgten für beste Unterhaltung in der ausverkauften Halle.
[Als neuer Conférencier führte Tim Heide souverän durch das Programm.]
Nach dem feierlichen Einmarsch des „Königshofs“ begrüßte der Vorsitzende der Schützenbruderschaft, Marc Potthoff, pünktlich um 18:11 Uhr die Gäste und zeigte sich sichtlich erfreut über die Resonanz. „Ich bin froh, dass ich diesen Verein führen darf. Es ist toll, so eine Veranstaltung zu organisieren – und die Stimmung hier zeigt, dass sich die Arbeit lohnt“, sagte Potthoff. Anschließend übergab er die Moderation an den neuen Conférencier Tim Heide. Er ist langjähriger Schütze und kein Unbekannter auf der Bühne: Bereits früher moderierte er Auftritte der Jungschützen.
Den Auftakt des Abends machte „Ne Spätzünder“ mit einer Büttenrede, die mit pointierten Sprüchen früh für viele Lacher sorgte. Es folgte ein bunt gemischtes Programm aus Büttenreden, Musik und Tanz. Bands wie „Aluis“, „Fetzblech“, „Sprinter“ und „Die Dräcksäck“ brachten echtes kölsches Jeföhl in die Halle. Besonders „Die Dräcksäck“ überzeugten mit karnevalistischen und schlagerhaften Songs sowie der markanten Stimme von Sänger Stefan, mit der sich die fünfköpfige Formation weit über Köln hinaus einen Namen gemacht hat.
Großen Eindruck hinterließen auch die 32 Tänzerinnen der Showtanzgruppe „Die Raketen“ vom VfR Marienhagen. Mit hohem Tempo, akrobatischen Hebefiguren und viel Ideenreichtum rissen sie das Publikum von den Sitzen. Tänzerin Antonia Harting zeigte sich im Vorfeld selbstbewusst: Die Session laufe bisher hervorragend, das Team sei bestens eingespielt. „Wir erwarten heute gute Stimmung, ganz viel Applaus und einfach einen richtig guten Auftritt“, sagte sie – Erwartungen, die am Abend erfüllt wurden.
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[„Die Raketen“ zündeten ein wahres Feuerwerk auf der Bühne.]
Jungschützenhauptmann David Potthoff betonte vor allem den Gemeinschaftsgedanken der Veranstaltung. Er zeigte sich begeistert über die große Resonanz und die vielen heimischen Akteure. „Wir hatten mit ‚Aluis‘ eine super Band aus Köln und auf die Raketen haben wir uns riesig gefreut – die sind einfach eine Maschine auf der Bühne“, so Potthoff. Besonders stolz sei er jedoch auf den eigenen Nachwuchs: Zwölf Wochen Training mit den Jungschützen zwischen 14 und 24 Jahren hätten sich ausgezahlt. „Als Gemeinschaft hier aufzutreten und das zu leben, macht einfach mega Spaß.“
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Als Höhepunkte des späteren Abends sorgten schließlich die Tanzeinlagen der Steinenbrücker „Schiffermädchen“ sowie der Auftritt der eigenen Jungschützen für ein furioses Finale, das vom Publikum frenetisch gefeiert wurde. Unter den Gästen war auch Marienheides Bürgermeister Sebastian Heimes, selbst früher Conférencier des Winterschützenfestes. Die Veranstaltung nun aus dem Publikum zu erleben, sei ein besonderes Gefühl, sagte er. „Man fiebert immer noch ein bisschen mit, achtet auf den Ablauf und die Zeiten – aber vor allem genießt man einfach diese großartige Stimmung.“

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