KARNEVAL
Auf Stippvisite im Ordensmuseum
Oberberg – Eine Delegation des Ründerother Karnevalsvereins besuchte Elke di Berardino und Wolfgang Schulz aus Gummersbach, die im Keller ihres Hauses eine Kollektion mit tausenden jecken Orden ausgestellt haben.
Richtig eng wurde es am Freitagabend im Keller des Wohnhauses von Elke di Berardino und Wolfgang Schulz in Gummersbach-Vollmerhausen. Die beiden hatten den Ründerother Karnevalsverein (RKV) zu einer Stippvisite in ihr privates Ordensmuseum eingeladen. Und die Jecken aus der selbsternannten „Perle des Aggertals“ ließen es sich trotz des prall gefüllten Terminkalenders an diesem „heißen“ Karnevalswochenende nicht entgehen, den treuen RKV-Mitgliedern einen Besuch abzustatten.
„Elke und Wolfgang sind bei uns unter anderem als Wagenengel beim Zug aktiv und engagieren sich sehr“, war es laut Sprecher Sebastian Klein eine Selbstverständlichkeit, einen Zwischenstopp in der Kreisstadt einzulegen – und das mit großer Abordnung. Das Prinzenpaar Norman I. und Melanie hatte das gesamte Gefolge im Schlepptau und nahm die Sammlung bei Schnittchen und Kölsch in Augenschein.
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[Das Prinzenpaar samt Gefolge besuchte die beiden treuen Mitglieder.]
Zwischen 4.000 und 5.000 Karnevalsorden haben Schulz und di Berardino, die früher beim Kölner Rosenmontagszug zu den Stammgästen gehörten und dort auch als Wagenengel fungierten, inzwischen zusammengetragen und die Kellerräume damit ausstaffiert. „Ich sammle schon seit 50 Jahren“, berichtet Schulz, der seine Partnerin mit dem Hobby angesteckt hat.
Fündig werden sie vor allem im Internet oder auf Flohmärkten. Mit den Jahren ist so eine beeindruckende Kollektion von Orden aus der Region, aber auch aus den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz zusammengekommen, die in der näheren Umgebung wahrscheinlich ihresgleichen sucht. Mit dabei ganz seltene Embleme, zum Teil aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
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[Zeit zum Schauen von Videos früherer Karnevalsauftritte gab es auch noch.]
Die beiden erhalten sogar Anfragen von Karnevalsvereinen, damit diese den eigenen Bestand an historischen Stücken vervollständigen können. „Die Gesellschaft ‚Jan von Werth‘ aus Köln war schon zweimal bei uns, weil wir alte Orden von ihnen hatten“, berichtet Schulz. Ein Ende der Sammelleidenschaft ist nicht in Sicht, allerdings sind an den Wänden im ausgebauten Keller nicht mehr so viele Plätze frei. Künftig ist also Improvisationsgeschick gefragt.
In Person von Präsident Andreas Heckener dankte die RKV-Delegation dem Duo für dessen Engagement und verabschiedete sich mit einem donnernden „Ründeroth Alaaf“, bevor es für den Tross weiterging zur Karnevalsparty der KPG Eckenhagen.
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