KARNEVAL

1.900 gestandene Kerle feierten Karneval

mg; 24.01.2026, 20:45 Uhr
Fotos: Michael Gauger  --- Toll kostümiert feierten die Männer in Lindlar Karneval auf der Herrensitzung im Festzelt.
KARNEVAL

1.900 gestandene Kerle feierten Karneval

mg; 24.01.2026, 20:45 Uhr
Lindlar – Herrensitzung der KG Rot-Weiss Lindlar bietet bunten Mix für Auge und Ohr – Sechsstündiges Programm begeisterte die buntkostümierten Männer, frei nach dem Motto „Bützje und Konfettiknall – Lenkeln fiert Karneval“.

Von Michael Gauger

 

Am Samstagnachmittag herrschte Ausnahmezustand im Lindlarer Festzelt. Nachdem die KG Rot-Weiss Lindlar bereits zwei ausverkaufte Damensitzungen hinter sich gebracht hatte, waren heute die „Herren der Schöpfung“ an der Reihe. Gut 1.900 „staatse Kääls“ freuten sich am Samstagnachmittag gut gelaunt und teils fantasievoll kostümiert auf ein buntes karnevalistisches Programm im gut beheizten Festzelt auf den „Bergischen Höhen“. „Wir haben heute mal ein paar Nachwuchskünstler eingeladen“, scherzte KG-Präsident Philip Caucal am frühen Nachmittag vor Beginn der Veranstaltung. Kurz darauf sollte im Lindlarer Zelt tatsächlich so richtig die Post abgehen.

 

Genau jener Philip Caucal (Foto rechts) eröffnete pünktlich um 13:30 Uhr die Veranstaltung, begrüßte die jecken Männer und rief zunächst den Elferrat samt Sitzungspräsident Markus Günther auf die Bühne. Dank neuer Hüfte zeigte sich der Sitzungspräsident recht agil, nahm mit seinen Mannen Platz und beschwor zugleich das rappelvolle Zelt auf die folgenden sechs Stunden Programm ein, die nun folgen sollten. „Mit den Mädels kann man das nicht machen, aber ihr Kerle habt euch mehr Redner gewünscht. Dem Wunsch kommen wir heute nach, wir haben gleich drei am Start“, erklärte Günther und bat das Publikum, diesen Beiträgen doch bitte aufmerksam zu folgen. Vorab marschierten die diesjährigen Tollitäten, Prinz Sandra I., Bauer Manu und Jungfrau Gabi, mit großem Gefolge auf.

 

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Lindlars erstes Damendreigestirn begeisterte mit seinem Auftritt als Eisbrecher die Herren im Zelt und ruckzuck war ordentlich Stimmung in den Reihen. Ein Tanz der KG-Cheerleader folgte unmittelbar darauf. Der gelungene Mix des Programms überzeugte die feierfreudigen Herren, sodass die Künstler leichtes Spiel in Lindlar hatten. Dass Hausmeister Krause, alias Tom Gerhardt, ein ganzes Festzelt auf das Dackelkommando „Sitz“ tatsächlich zum Sitzen bringt, war schon erstaunlich. „Oben fit und unten dicht, mehr wünsch' ich mir vom Christkind nicht“, berichtete Krause und brachte die Massen auch ohne Deckel Bodo mit seinen Gags ans Lachen. Als Zugabe verwandelte er sich dank Pudelmütze in Sohn Tommy und alles war plötzlich „Voll Normaaaal“.

 

Waren die Lachmuskeln nun einmal strapaziert worden, galt es, die Stimmbänder und Schunkelmuskeln zu aktivieren. Die Klüngelköpp gaben sich die Ehre und sorgten mit ihren Hits für Mitsingstimmung. Dass auch gestandene Kerle mit 4711 „Jedäuf“ geworden sind, hörte man bei der Zugabe raus. Reichlich „schwarzen“ Humor, im wahrsten Sinne des Wortes“, lieferte Dave Davis alias Motombo Umbokko ab. Eine gute halbe Stunde feuerte der Comedian fast ohne Punkt und Komma so manche Salve auf die Lachmuskeln der Besucher ab. Respekt an die Herren im Zelt, denn tatsächlich wurde dem Redner aufmerksam gefolgt. Hier und da ein wenig zweideutig formuliert, hatte Davis das Publikum auf seiner Seite.

 

 

Die Paveier hatten es da weniger schwierig, denn mit Hits wie „Schön ist das Leben“ und anderen bekannten Songs hatte die Band, die seit 1983 unterwegs ist, das Zelt sofort in Schunkel- und Mitsingstimmung versetzt. Manni, der Rocker, im wahren Leben unter dem Namen Manfred-Martin Nutsch-Mai bekannt, hält bei seinen Auftritten stets mit gewissem Charme und einem Augenzwinkern dem Publikum einen Spiegel vor. Seine Figuren erinnern an Nachbarn, Kollegen – oder manchmal sogar an einen selbst, was er auch heute deutlich zeigte.

 

Musikalisch sorgten danach die Bands Eldorado und Kaschämm für beste Unterhaltung, sportlich und für das männliche Auge hatte Literat Caucal die Palm Beach Girls und das VfL-Ballett mit teils atemberaubenden Aktionen und Tanzfiguren geordert, bevor die kölsche Band Brings am späten Abend für das große Finale einer grandiosen Herrensitzung sorgte. Als Hausband sorgten die gestandenen Berufsmusiker der „Michael Kuhl Band“ stets für die richtige Untermalung, egal ob passender Tusch oder Melodie.

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