JUNGE LEUTE

„Wertvolle Arbeit mitten im Dorf“

ls; 13.09.2025, 06:00 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen --- Hatten in der Chill-Ecke Platz genommen: Sylvia Streb (v. li.), Ralph Kühr, Anja Mehren und Stefan Meisenberg.
JUNGE LEUTE

„Wertvolle Arbeit mitten im Dorf“

ls; 13.09.2025, 06:00 Uhr
Marienheide – Gestern wurde das Jugendzentrum „Oscars“ im Zentrum eröffnet - Es soll als Schnittstelle für viele Aktionen dienen.

Von Leif Schmittgen

 

Mit Beginn der Sommerferien endete die rund 40-jährige Ära des AWO-Jugendzentrums „Blue Planet“ in dem Räumen der heutigen Gesamtschule. Der Standort - das war das Ergebnis eines Jugendforums -  war „zu weit ab vom Schuss“, zudem wollten die jungen Leute nachmittags nicht auf das Schulgelände zurückkehren (OA berichtete).

 

[Anja Mehren begrüßte zahlreiche Gäste in den neuen Räumen der AWO im Ortskern.]

 

Gestern nun fiel der von etlichen Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Trägerschaft und natürlich den Jugendlichen herbeigesehnte Startschuss für den Neuanfang: „Endlich können wir wertvolle Arbeit mitten im Dorf leisten“, freute sich Einrichtungsleiterin Anja Mehren auf die nun beginnende Zeit am Dr. Oscar-Kayser-Platz im Herzen von Marienheide. Jener Kayser war zu Lebzeiten in Marienheide sozial engagiert, eine nach ihm benannte Stiftung wirkt bis heute. Der Namensträger des Platzes diente auch als Vorlage für die Benennung des neuen Anlaufpunktes, der künftig unter dem Namen „Oscars“ möglichst viele Jugendliche anlocken soll.

 

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Auf der Achse zwischen dem vorgestern vorgestellten Streetball-Feld (OA berichtete) und dem neu gestalteten Heilteichgelände versprechen sich die Betreiber der AWO mehr Zuspruch als „oben auf dem Berg“. Die unmittelbare Nähe zum Busbahnhof sieht Mehren ebenfalls als Chance für einen größeren Zulauf. Sie hatte gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Meisenberg, Sylvia Streb und Ralph Kühr (beide AWO-Kreisverband) in der Chill-Ecke Platz genommen, um ein Gefühl für die neuen Einrichtungsgegenstände zu bekommen. Außerdem wird im "Oscars" zum Kickern, Tischtennis, Boxtraining, Billardspielen oder Konsolenzocken eingeladen. Zusätzlich gibt es nach Vereinbarung Streetwork-Sprechstunden und weitere Beratungen in vertraulichem Rahmen.

 

 

Ein zusätzlich angemieteter, separater Raum wird ab kommenden Jahr für Lesungen oder sonstige Zusammenkünfte genutzt werden können. Die Sanierung läuft noch. „Auch externe Vereine sind bei uns willkommen“, sagte die Leiterin. Denn nicht nur räumlich möchte man sich inmitten der Gemeinde wiederfinden. Eine stärkere Einbindung in die bestehenden Netzwerke und Strukturen ist angestrebt. Das Jugendzentrum ist zunächst dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Bei Bedarf werden die Zeiten später angepasst.

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