JUNGE LEUTE
Weit mehr als nur Soldatengräber
Lindlar – Auf dem Gemeindefriedhof beteiligten sich am Vormittag 23 Jugendliche aus Deutschland und Frankreich auf Einladung des Volksbundes an Kriegsgräberpflege und lernten dabei auch ganz persönliche Schicksale kennen.
Rund um die Kriegsgräberstätten auf dem Lindlarer Gemeindefriedhof wurde am heutigen Vormittag geputzt. Auf Einladung des Volksbundes beteiligten sich zwölf deutsche und elf französische Jugendliche an der Grabpflege. Dabei lernten die Jungen und Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren aber weit mehr als nur abstrakte Namen kennen. „Bei den Kriegstoten handelt es sich nicht nur um Soldaten vieler Nationen“, weiß Volksbund-Bildungsreferentin Konstanze Bauer.
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Sie hatte im Vorfeld der Aktion recherchiert, um den Teilnehmern vor Ort über Einzelschicksale zu berichten. Ein belgischer Zwangsarbeiter liegt in dem Bereich ebenso begraben wie ein einjähriges Baby. Auch vermittelte sie den jungen Menschen etwas über die Geschichte des Volksbundes, der in 45 Staaten knapp 840 Stätten betreut, auf denen etwa 2,8 Millionen Kriegstote bestattet sind. Zudem gab es einen interaktiven Rundgang mit Tablet-PCs. Insgesamt zwei Wochen sind die Jugendlichen in Lindlar und Lille im Einsatz. Zudem stand bereits vor zwei Tagen, am französischen Nationalfeiertag 14. Juli, ein Besuch bei Bürgermeister Sven Engelmann an, der die Gruppe im Rathaus begrüßte.
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Gemeinsam mit dem Partnerschaftskomitee unter Vorsitz von Sandra Sonntag lobte er das Projekt, das auch der Förderung der deutsch-französischen Freundschaft und der europäischen Verständigung diene. Bei der heutigen Aktion auf dem Friedhof war Engelmann ebenfalls vor Ort und schenkte den Protagonisten Kornblumensamen. „Diese können sie im kommenden Jahr als Erinnerung an das Workcamp pflanzen", so seine Intention.