JUNGE LEUTE

Mehr Schüler mit Migrationshintergrund

ks; 25.10.2024, 10:55 Uhr
Symbolfoto: Bild von Max Fischer auf Pexels --- Eine Gruppe von Schülern.
JUNGE LEUTE

Mehr Schüler mit Migrationshintergrund

ks; 25.10.2024, 10:55 Uhr
Oberberg – Der Anteil der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte ist laut IT.NRW in den vergangenen fünf Jahren landesweit kontinuierlich gestiegen.

Über eine Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen im Schuljahr 2023/24 eine Zuwanderungsgeschichte gehabt haben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt heute mitgeteilt hat, waren das 43,0 Prozent der rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler, die eine allgemeinbildende oder berufliche Schule in NRW besuchten. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte sei in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Schuljahr 2018/19 hatte er laut IT.NRW bei 36,9 Prozent gelegen.

 

Im Oberbergischen Kreis sollen im Schuljahr 2023/24 37,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen an den Schulen eine Zuwanderungsgeschichte gehabt haben. Auch hier steigen die Zahlen. Zum Vergleich: im Schuljahr 2021/22 sollen noch 34,5 Prozent der Schüler eine Zuwanderungsgeschichte gehabt haben. Von den Kreisen und kreisfreien Städten des Landes hatten Wuppertal (58,6 Prozent), Duisburg (58,3 Prozent) und Gelsenkirchen (57,7 Prozent) bei der aktuellen Erhebung die höchsten Anteile an Schülern mit Zuwanderungsgeschichte. In den Kreisen Coesfeld (22,8 Prozent), Borken (26,8 Prozent) und Euskirchen (26,8 Prozent) waren die Anteile am niedrigsten.

 

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Dabei soll sich die Verteilung der Schülerinnen und Schüler mit und ohne Zuwanderungsgeschichte auf die einzelnen Schulformen voneinander unterscheiden. Laut IT.NRW sollen von den Schülern mit Zuwanderungsgeschichte fast jeder dritte eine Grundschule (31,4 Prozent) besucht haben. Rund die Hälfte soll eine Gesamtschule, ein Gymnasium oder ein Berufskolleg besucht haben. Von den Schülerinnen und Schülern ohne Zuwanderungsgeschichte soll dagegen rund ein Viertel in einer Grundschule (26,7 Prozent) unterrichtet worden sein. Fast 60 Prozent sollen an einer Gesamtschule, einem Gymnasium oder einem Berufskolleg gewesen sein.

 

Als Personen mit Zuwanderungsgeschichte gelten in der Schulstatistik laut IT.NRW Schülerinnen und Schüler, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind und/oder Schülerinnen und Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder deren Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist. Die Staatsangehörigkeit der Kinder und Jugendlichen sei dabei nicht relevant. An Freien Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs soll die Erhebung nicht erfolgt sein. 

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