JUNGE LEUTE
Fast 11.000 Euro: Gymnasium setzt sich für Indien ein
Lindlar - Spende kam bei der traditionellen Weihnachtssammlung und der Aktion Tagwerk zusammen - Persönliche Verbindung durch den Lehrer-Besuch in Indien.
Mit insgesamt rund 10.911 Euro haben die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lindlar die Indienhilfe Köln unterstützt. Hinter der Indienhilfe stehen Rani und Martin Kramm, die auch in Lindlar wohnen. Das Geld kam bei der traditionellen Weihnachtssammlung und der Aktion Tagwerk zusammen. Das Besondere bei der Weihnachtssammlung laut Mitteilung: Dank eines großzügigen anonymen Spenders zählte jeder Euro der eingesammelten 4.700 Euro doppelt. Die Indienhilfe wiederum greift mit dem Geld den „Helpers of Mary“, eine indische, katholische Ordensgemeinschaft, unter die Arme, die vor Ort verschiedene Projekte verfolgen. Die Lindlarer helfen so mit ihrem Beitrag konkret zwei indischen Schulen.
Das Engagement für die Arbeit der „Helpers of Mary“ hat sich laut einer Mitteilung nach fast zehn Jahren zu einer echten Partnerschaft entwickelt und ist ein wesentlicher Bestandteil des Schullebens geworden. In diesem Jahr hätten auch die Lehrerinnen und Lehrer besonders mitgefiebert, da sie noch im Herbst die Ordensschwestern in Andheri besucht hatten, wodurch die persönliche Verbindung zur Indienhilfe gestärkt worden sei.
Der Besuch habe verdeutlicht, dass jeder Euro vor Ort ankommt und gut verwendet wird. Die Lehrer erlebten große Dankbarkeit und lernten Kinder und Jugendliche kennen, die durch die Arbeit der „Helpers of Mary“ aus dem Teufelskreis von Armut und fehlender Bildung ausbrechen können und Chancen erhalten, ein selbstständiges, ihren Talenten entsprechendes Leben zu führen, heißt es weiter.
Unterstützt werden von den Lindlarern das „Andheri Slum-School-Project“ in Mumbai und das „Ambapani School-Project“ in Odisha, im Nordosten Indiens. Durch die Spenden konnten die Grundausstattung und die sanitären Einrichtungen der Schulen verbessert werden. In Odisha wurden Solar-Lampen angeschafft, da die einfachen Häuser der Gegend nicht mit Elektrizität versorgt sind. Um den Kindern sicherere Schulwege zu ermöglichen, werden zudem Fahrräder besorgt.
Zudem werde ein Teil des Geldes für das regelmäßige Einkommen der Lehrerinnen und Lehrer verwendet. Die Familien der Kinder und Jugendlichen erhielten zudem Unterstützung in Form von Saatgut für den eigenen Reis- und Getreideanbau sowie Grundnahrungsmitteln. Dies erleichtere es ihnen, den Schulbesuch zu ermöglichen und Kinderarbeit zu vermeiden.
„Wir sind daher unglaublich stolz auf das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler und dankbar für die Unterstützung durch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und unseren anonymen Spender. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen der Hoffnung und Veränderung!“