JUNGE LEUTE

Ein Ort, der zum Lernen einlädt

pn; 30.11.2020, 17:05 Uhr
Fotos: Peter Notbohm --- Prof. Dr. Christian Kohls und Ingeborg Rose sind stolz auf die neue Bibliothek am Gummersbacher Campus.
JUNGE LEUTE

Ein Ort, der zum Lernen einlädt

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pn; 30.11.2020, 17:05 Uhr
Gummersbach – Die neue Bibliothek am Campus Gummersbach bietet neben einem nutzerorientierten digitalisierten Angebot auch ein außergewöhnliches Farb- und Raumkonzept – Lernen und Arbeiten in Lounge-Atmosphäre.

Von Peter Notbohm

 

Fast ein wenig neidisch fiel der Blick von Prof. Dr. Christian Kohls, Dekan des Campus Gummersbach der TH Köln, bei der offiziellen Präsentation der neuen Räumlichkeiten der Campus-Bibliothek aus. „Das ist der Traum, den ich früher immer hatte“, sagte er. „Mit dieser Bibliothek haben wir ein Alleinstellungsmerkmal für den Standort Gummersbach geschaffen. Es soll ein Ort sein, wo man sich wohl fühlt, denn das braucht man zum guten Lernen.“ Auf rund 1.100 Quadratmetern Grundfläche können Studenten seit dem Umzug im Herbst direkt gegenüber dem Hauptgebäude der Hochschule in „Lounge-Atmosphäre“ lesen und lernen. Zugänglich sind die Räumlichkeiten aber auch für Schüler und normale Bürger – in Zeiten der Corona-Pandemie ist der Eintritt derzeit aber stark eingeschränkt und jeder Besucher muss sich vorher anmelden.

 

Die Bibliothek wartet mit vielen kleinen Spielereien und noch mehr Liebe zum Detail auf. Neben Lernnischen gibt es Einzelarbeitsbereiche, Lesekabinen, Kreativräume und ein Lesecafé. Zudem gibt es einen "Werkstatt-Raum" für den Einsatz von Virtual Reality-Brillen. „In einer digitalisierten Welt spielen Lernräume eine ganz neue Rolle, denn sie müssen vor allem Begegnung und Austausch ermöglichen,“ betont Kohls den ganzheitlichen Aspekt der neuen Einrichtung. Neben Carrels (buchbare und abschließbare Lesekabinen) haben die Planer vor allem auf durchdachte Raumnutzung gesetzt. Hochtische, Hocker, höhenverstellbare Tische und ausklappbare Tabletts gehören genauso zur Ausstattung wie digitale Whiteboards in den Kreativräumen. Zahlreiche Steckdosen – selbst in den Schließfächern – sowie W-LAN bis in die letzte Ecke sind eine Selbstverständlichkeit.

 

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Komplettiert wird das moderne Design durch die vielen unterschiedlichen Farbtöne in der Bibliothek. In Zeiten, in denen schwarz, weiß und grau dominieren, wurden hier bewusst Akzente gesetzt, um ein Wohlfühlklima zu schaffen. Orientiert hat man sich dabei am Farbkreis von Johann Wolfgang von Goethe: Jeder Raum, der um den Kern, die Bibliothek, eingerichtet ist, erstrahlt in einer anderen Farbe: Von Magenta über Aubergine und Petrol. Durch die enormen Wachstumsraten bei der Zahl der Studenten - seit 2007 auf 5.000 verdoppelt – reichten die 450 Quadratmeter im Hauptgebäude längst nicht mehr aus. 2016 wurde eine Studie durchgeführt, wie viel Raum künftig benötigt wird.

 

[Ingeborg Rose (v.l.) sorgt mit ihrem Team für einen reibungslosen Ablauf im Bibliotheksgebäude.]

 

Ab Ende 2018 wurden die Entwürfe des Innenarchitekturbüros „raumkontor“ diskutiert und weiterentwickelt. „Wir waren von Anfang an von dem Konzept begeistert und konnten auch unsere eigenen Ideen und Bedürfnisse einbringen“, sagt Ingeborg Rose, Leiterin der Standortbibliothek. Man habe Studenten und Stammgäste befragt, was ihnen wichtig sei. Daraus seien unter anderem die Carrels entstanden. Die Bibliothek befindet sich im Neubau des Ingenieur- und IT-Dienstleisters Ferchau. Die TH Köln hat das Erdgeschoss für 20 Jahre angemietet und wird auch die Räume in der ersten Etage langfristig nutzen.

 

Die Bibliothek in Zahlen

 

Knapp 90.000 Besuche hatte die alte Bibliothek in 2019, in der über 41.000 Print-Medien und über 155.000 digitale Medien in 746 Datenbanken verfügbar sind. Das neue Gebäude umfasst 62 Arbeitsplätze, zwei Carrels, zwölf Pool-PC-Arbeitsplätze in neun Räumen, zwei Schnelldruckstationen, zwei Katalog-Stationen, zwei Selbstverbucher-Stationen, einen Über-Kopf-Scanner und einen Kopierer/Drucker.

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