JUNGE LEUTE

Dinosaurier und Spaceshuttle stehen besonders hoch im Kurs

ls, pra; 17.02.2026, 15:45 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen/Louisa Krüger (Galerie 8 - 11) --- Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit (v. li.) ließ sich heute von Lionel, Manuel Broska und Antonio in die Geheimnisse des 3D-Drucks einführen.
JUNGE LEUTE

Dinosaurier und Spaceshuttle stehen besonders hoch im Kurs

ls, pra; 17.02.2026, 15:45 Uhr
Gummersbach – An der Kita Hoppetosse gibt es 3D-Drucker, welche die Kinder frühzeitig mit Technik vertraut machen.

Von Louisa Krüger und Leif Schmittgen

 

Lionel (5) und Antonio (6) sind mächtig stolz auf ihren Dinosaurier. Er ist drei Kilo schwer und wird derzeit von den Vorschulkindern der Kita Hoppetosse in Gummersbach mit bunten Farben bemalt. Allein die Herstellung des Kopfes des Velociraptors hat 20 Stunden gedauert. Dabei wissen die beiden Kids schon genau, woher das Uhrzeitwesen stammt, nämlich aus neuem technischen Gerät, die der Kindergarten neu angeschafft hat.

 

Der etwa 1.500 Euro teure 3D-Drucker ist der ganze Stolz der jungen, technikbegeisterten Forscher. Nicht nur der Dinosaurier, sondern auch viele Alltagsgegenstände sind aus dem High-Tech-Gerät entsprungen und die Nachwuchsbastler haben auch schon ihre eigene Kreativität eingebracht. „Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt", berichtet Initiator Manuel Broska. Er ist Erzieher und hatte ob der Neuanschaffung gemeinsam mit Kitachefin Anke Winterscheidt, Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und Ressortleiter Florian Arnds zur Vorstellung des neuen Gerätes eingeladen. Seit der Coronazeit beschäftigt sich Broska mit dem Thema 3D-Drucken und hat sein Hobby mit in den Kitaalltag gebracht.

 

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Im Rahmen des Projektes „MINT für Minis“ passe das Vorhaben genau in das Kita-Konzept, junge Menschen möglichst frühzeitig für die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. „Gedruckt werden auch Ersatzteile für Brettspiele oder Wandhaken“, so der Projektleiter. Somit sei der Drucker nicht nur ein Lernwerkzeug, sondern auch ein praktischer Alltagshelfer. Auch finanziell bringt der Drucker Vorteile. Durch die eigene Herstellung spart die Kita Kosten, da es laut Broska möglich ist, die unterschiedlichsten Utensilien anhand kostenloser Dateien zu drucken.

 

Begeistert sind die Vorschulkinder auch von der „Mondlampe“, den Flyerhaltern oder dem Spaceshuttle oder den Schlüsselanhängern in unterschiedlichen Farben. Selbst kreiert sind auch Namensschilder für Garderoben und Zahnputzbecher. „Das ist aber ein schöner Maulwurf“, sagt Halding-Hoppenheit zu Lionel, als dieser ihm stolz die Spielzeugfigur zeigt. „Das ist doch ein Hase und kein Maulwurf“, erwidert der Fünfjährige. Der technische Fortschritt hält auch in diesem Bereich Einzug. Bereits seit 2022 befindet sich ein 3D-Drucker in der Kita, dieser aber ist deutlich keiner und nicht so präzise wie das neue Modell des tschechischen Herstellers Prusa Research.

 

„Die Technik gibt es seit den 1980er Jahren, die Firma aber hat den 3D-Druck für den Heimgebrauch interessant gemacht. In Stombach ist das Gerät täglich unter Strom – auch die gemalten Bilder der Kinder lassen sich digitalisieren – somit wird ganz nebenbei auch die Kreativität der Nachwuchstüftler gefördert. Am 25. und 26. Februar findet an der TH in Gummersbach zudem der MINT-für-Minis-Tag statt. Dann kommen über 500 Vorschulkinder aus den 26 Gummersbacher Einrichtungen auf dem Campus zusammen, um dort unter dem Motto „Forschen, Staunen und Verstehen“ weitere naturwissenschaftliche und technische Elemente zu erleben.

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