JUNGE LEUTE

Die OBKarriere so groß wie nie

ks; 16.10.2026, 16:30 Uhr
Fotos: Katharina Schmitz --- Die Firma K+W Sicherheitstechnik (Königs + Woisetschläger) hat mit ihrem Roboter „Kwix“ und der Popcorn-Maschine viele Blicke auf sich gezogen.
JUNGE LEUTE

Die OBKarriere so groß wie nie

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ks; 16.10.2026, 16:30 Uhr
Gummersbach – In der Schwalbe-Arena hat gestern die Studien- und Berufsorientierungsmesse OBKarriere stattgefunden, erstmals an einem Tag unter der Woche – Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler wurden erwartet.

Dass auf dem Heiner-Brand-Platz morgens um 9 Uhr hunderte Jugendliche stehen, ist wirklich ungewöhnlich – doch genau das war gestern der Fall. Ihr Ziel: die Studien- und Berufsorientierungsmesse OBKarriere in der Gummersbacher Schwalbe-Arena. Zum siebten Mal wurde die Messe veranstaltet, zum dritten Mal in der Schwalbe-Arena – und zum ersten Mal nicht an einem Samstag, sondern an einem Tag unter der Woche. 85 Aussteller waren in diesem Jahr dabei; mit über 2.000 Schülerinnen und Schülern hat die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Studium (KoKo) des Oberbergischen Kreises als Organisator der Messe gerechnet. Damit war die OBKarriere in diesem Jahr so groß wie nie zuvor.

 

Eröffnet wurde die Messe um 9 Uhr von Landrat Klaus Grootens. Vom Balkon der Logen der Arena aus warf er einen Blick in den Innenraum. Dort, wo sonst die Handballer des VfL Gummersbach trainieren und ihre Spiele bestreiten, waren am Donnerstag insgesamt 85 Messestände aufgebaut. Von A wie ABUS Kransysteme über K wie Klinikum Oberberg bis Z wie Zwez-Chemie: Auf der Messe, die unter dem Motto „Dein Weg. Deine Chance.“ veranstaltet worden ist, konnten die Jugendlichen mit Mitarbeitenden ganz unterschiedlicher Unternehmen aus der Region und Institutionen aus dem öffentlichen Sektor in Kontakt treten. Mit dabei waren außerdem die Technische Hochschule Köln, die RWTH Aachen, die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung sowie die Universitäten aus Siegen, Köln und Wuppertal.

 

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An „Kwix“ ist dabei wohl niemand vorbeigekommen. Der kleine Roboter war in der Mitte des Messegeländes unterwegs und transportierte kleine Becher voller Popcorn durch die Arena – ein richtiger Eyecatcher, auf den sich viele Jugendliche stürzten. Einfacher können potentielle Nachwuchskräfte und Unternehmen wohl nicht in Kontakt kommen. „Kwix“ gehört zu der Firma K+W Sicherheitstechnik (Königs + Woisetschläger) mit Sitz im Gewerbepark Windhagen-West in Gummersbach. „Unser Roboter ist nett und freundlich – und jedes Mal auf der Messe das Highlight“, sagte Ausbildungsleiter Georg Hartwig. Mit Robotik hat das Unternehmen eigentlich gar nichts zu tun, „aber ‚Kwix‘ schafft Aufmerksamkeit“, freute sich Hartwig. Wer sich für eine Ausbildung bei K+W interessiert: möglich ist das in den Berufen Informationselektroniker und Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik.

 

[Dozentin Elisabeth Isenhardt (l.) von der AGewiS und Auszubildende Alena Celik haben gezeigt, wie ein sogenanntes Exoskelett im Pflegealltag Mitarbeitende beim Anheben von Personen entlasten kann.]

 

Viele namhafte Unternehmen und Banken waren gestern dabei, so etwa die AggerEnergie und der Aggerverband, BPW Bergische Achsen und Holz-Richter, sowie die Sparkasse Gummersbach und die Volksbank Oberberg. Auch die Bundespolizei, die Bundeswehr und das Finanzamt Gummersbach waren mit Ständen vertreten, ebenso wie die Handwerkskammer zu Köln und die Industrie- und Handelskammer. Aufsehen erregte nicht zuletzt der Oberbergische Kreis an seinem Messestand, an dem sich die Jugendlichen einen Rettungswagen ansehen konnten. Die Kreisverwaltung bietet acht Ausbildungsberufe sowie fünf duale Studiengänge an. Einige Stellen sind derzeit noch unbesetzt, so etwa für Ausbildungsplätze als Verwaltungswirt/-in (Bewerbungsfrist bis zum 10. Januar 2027) oder als Notfallsanitär/-in (Bewerbungsfrist bis zum 22. November 2026).

 

Eingeladen waren zu der OBKarriere alle Schulen im Oberbergischen mit einer Sekundarstufe II, also Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs. Dabei war der Besuch der Messe für viele Schülerinnen und Schüler eine Pflichtveranstaltung – in der Regel für die Jugendlichen, die im kommenden Schuljahr einen Abschluss anstreben. Viele von ihren wurden in Bussen zu der Schwalbe-Arena gebracht. „1.600 Schülerinnen und Schüler sind fest angemeldet“, erklärte Thomas Langenbach, Leiter der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Studium, im Gespräch mit OA. Darüber hinaus haben aber auch Schülerinnen und Schüler anderer Stufen freiwillig einen Abstecher auf die OBKArriere gemacht. Rund 400 Jugendliche wurden zusätzlich erwartet.

 

[Bei der OBKarriere gab es in diesem Jahr 85 Aussteller – so viele wie nie zuvor.]

 

Damit dürfte die Messe in diesem Jahr von rund 1.000 jungen Menschen mehr besucht worden sein als im vergangenen Jahr – ein Grund, warum die OBKarriere nun unter der Woche veranstaltet worden ist. Ein anderer liege darin, dass sich das auch viele Unternehmen gewünscht hätten. Und so kamen gestern deutlich mehr Menschen miteinander in Kontakt als bei den vorherigen Auflagen der OBKarriere, was nicht zuletzt Langenbach freute, denn letztlich sei die Messe ein wichtiger Baustein bei der „Fachkräftesicherung in der Region“. In diesem Jahr waren sogar rund 15 Aussteller mehr dabei als 2015. „Platztechnisch sind wir jetzt echt am Limit“, sagte er.

 

[(v. l.) Uwe Cujai, Leiter der Wirtschaftsförderung, Prof. Dr. Sebastian Kraft, Prodekan am Campus Gummersbach, Dezernent Frank Herhaus, Landrat Klaus Grootens, Ulrich Koch, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Oberberg und Vorsitzender der Ausbildungsinitiative Oberberg AiO, sowie Thomas Langenbach, Leiter der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Studium.]

 

„Die OBKarriere bietet Schülerinnen und Schülern eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick über die vielfältigen (dualen) Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Oberbergischen Kreis zu verschaffen“, sagte Landrat Grootens. „Das hier soll helfen.“ Er hofft, dass sich die Jugendlichen gut informieren konnten und dass die OBKarriere ihnen dabei hilft, eine Berufsentscheidung zu treffen. „Mir ist wichtig, dass junge Menschen ihre Interessen und Stärken entdecken und einen Beruf finden, der zu ihnen passt. Dafür müssen sie nicht unbedingt weit wegziehen: Auch wer den Oberbergischen Kreis für ein Studium zunächst verlässt, findet bei uns attraktive Arbeitgeber und gute Perspektiven für den weiteren Berufsweg.“

 

Für Eltern, die gestern (aus beruflichen Gründen) nicht vor Ort sein konnten, steht ein digitales Informationsangebot zur Verfügung. Dort gibt es beispielweise Informationen dazu, welche Möglichkeiten es hinsichtlich einer finanziellen Unterstützung für Ausbildung und Studium gibt. Informationen zur Studien- und Berufsorientierungsmesse OBKarriere sind unter www.OBKarriere.de zu finden. Weitere Informationen rund um das Thema „Übergang Schule – Beruf/Studium“ gibt es unter www.bildung-in-oberberg.de.

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