JUNGE LEUTE

Bergneustädter forscht beim WWF für besseres Klima

sr; 27.07.2020, 12:45 Uhr
Fotos: WWF, Anne Jansen, Arnold Morascher --- Die Jugendforscher testen während der Schülerakademie nachhaltige Dämmstoffe, hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr.
JUNGE LEUTE

Bergneustädter forscht beim WWF für besseres Klima

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sr; 27.07.2020, 12:45 Uhr
Bergneustadt – Nils Brune vom Wüllenweber-Gymnasium setzt sich mit 19 weiteren Jugendlichen aus ganz Deutschland für die bekannte Organisation mit dem Thema Umweltschutz auseinander.

Von Severin Rothmann

 

Zum neunten Mal findet dieses Jahr die Schülerakademie des WWF, der „2°Campus“, statt. Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren aus ganz Deutschland konnten sich hierfür bewerben, 20 von ihnen dürfen sich nun mit der aktuellen Klimaforschung beschäftigen. Dieses Jahr auch mit dabei: Der 18-jährige Nils Brune aus Bergneustadt. Im Herbst vergangenen Jahres bekam Brune von seiner Biologielehrerin einen Flyer, der ihn auf die Schülerakademie aufmerksam machte. Er bewarb sich, Anfang Februar folgte die Zusage und bereits im April ging es los. "Die Thematik interessiert mich", sagt Brune.  Außerdem sei es schon eine besondere Chance, beim WWF zu forschen.

 

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Der eigentliche Plan sah vor nach Berlin ins Wannseeforum zu fahren, doch durch die auftretende Corona-Pandemie musste auch der WWF erfinderisch werden. Da man die Aktion nicht ins Wasser fallen lassen wollte, wurde die Akademie digital per Videosoftware umgesetzt. Mit verschiedenen Vorträgen wurden der Bergneustädter und die anderen Teilnehmer auf die vier Themenschwerpunkte Gebäude, Energie, Mobilität und Ernährung vorbereitet. Dazu gab es Informationen, wie sie dazu beitragen können das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, also die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das große Ziel: 95 Prozent weniger Treibhausgase bis 2050.

 

Brune entschied sich für den Themenschwerpunkt Gebäude und stellte am Ende des ersten Blocks mit seiner Gruppe die Forschungsfrage auf: „Behindern Brandschutzaspekte den Einsatz und das Recycling von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels?“ Gemeinsam mit Professor Dr.-Ing. Karsten Voss, der Bergischen Universität Wuppertal, forscht die Gruppe an der Brennbarkeit unterschiedlicher Dämmmaterialien und beschäftigt sich viel mit der Architektur der Gebäude, die Brandschutzmaßnahmen nötig machen.

 

[Nils Brune (Reihe zwei, Spalte vier) und seine Mitforscher bei der digitalen Videokonferenz.]

 

Auch zu Beginn des zweiten Blocks gab es zunächst Vorträge anderer Wuppertaler Professoren über Recycling, Urban Mining und Brandschutz in Gebäuden, bevor die Forschertruppe um Brune selbst einen Vortrag vorbereitete. Dabei spielte zum Beispiel auch ein Kompost-Experiment mit Dämmmaterial, das zwischen den beiden ersten Blöcken durchgeführt wurde, eine wichtige Rolle. Für Brune besonders spannend sind die chemischen Zusammenhänge. "In diesem Feld sehe ich meine Zukunft."

 

Der dritte und letzte Block soll im Oktober bei der Partnerfirma Heinz-Glas stattfinden. Wenn die Pandemie es erlaubt, würden sich die 20 Teilnehmer dort auch real begegnen. „Es wäre schon schön die Truppe zu treffen, mit der man sich jeden Tag unterhält und die man jeden Tag sieht.“ erklärt Brune.

 

Wer sich ebenso für Klimaforschung interessiert und zwischen 15 und 19 Jahre alt ist, kann sich ab Montag, 14. September, für den Durchlauf 2021 bewerben. Nähere Informationen gibt es auf wwf-jugend.de/pages/2-grad-campus.

 

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