JUNGE LEUTE

„Gerstengötter“ gewinnen die „Science League“

ls; 26.06.2026, 10:00 Uhr
Foto: zdi/Seidel --- Die drei ATG-Schüler (re.) stellten sich mit ihren Modellen den Fragen der Jury.
JUNGE LEUTE

„Gerstengötter“ gewinnen die „Science League“

ls; 26.06.2026, 10:00 Uhr
Engelskirchen - Drei Schüler des Aggertalgymnasiums setzen sich gegen knapp 30 Mitbewerber beim landesweiten zdi-Wettbewerb durch - Mit ihrem Supermarktmodell überzeugten sie die Jury.

Von Leif Schmittgen 

 

Marc Straußfeld, Informatik- und Religionslehrer am Aggertalgymnasium (ATG) in Engelskirchen, ist mächtig stolz auf seine Schützlinge:  Justus Haas, Jakob Konrad und Falk Schnieber haben sich in der vom zdi NRW (Zunkunft durch Innovation) seit vergangenen November initiierten Science League gegen 29 Mitbewerber durchgesetzt. Nach insgesamt fünf „Spieltagen“ setzten sich die unter dem Namen „Gerstengötter“ angetretenen Zwölftklässler mit 60,73 Punkten knapp gegen ein Team aus Bottrop (59,5 Punkte) durch.

 

Die Engelskirchener nahmen am vergangenen Wochenende nach dem Finale in Dortmund den Siegerpokal und eine Siegprämie in Höhe von 3.000 Euro mit nach Hause. Sie hatten am Entscheidungstag, bei dem noch 14 der insgesamt 30 Mannschaften mit Präsentationen und Befragungen gegeneinander antraten, die Jury am meisten überzeugt.

 

Doch was mussten die Nachwuchstalente im Vorfeld leisten? „Es galt einen Smart Connect Supermarkt zu planen und im Modell zu bauen“, berichtet Straußfeld im Gespräch mit OA. Rund 30-mal hatten sich die Jugendlichen dazu in ihrer Freizeit getroffen. „Das haben sie fast alles ohne meine Hilfe gemeistert“, betont der Lehrer. Fiktive Menschen, vom zdi „Personas“ genannt, lieferten an den Spieltagen dann unerwartete Aufgaben für die Teilnehmer. Darunter zum Beispiel die barrierefreie Erreichbarkeit des Ladens oder auch die automatische Nachbestellung von Waren aus dem Lager, sobald ein Artikel das Laufband verlassen hatte. „Sie durften nicht zu groß und nicht zu klein planen, denn es hätte auf dem Grundstück auch der Bau eines Parks hinter dem Gebäude gefordert werden können“, erläutert der Lehrer.

 

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Er hatte durch eine E-Mail des Vereins „investMINT Oberberg“ bereits im vergangenen Jahr von dem Wettbewerb erfahren und schon 2025 ein Team ins Rennen geschickt, das damals den dritten Platz belegte. Drei Schüler waren auch dieses Mal Feuer und Flamme. „Zum Sieg hat die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr vielleicht auch ein Stück beigetragen“, meint Straußfeld. Er sieht in dem Wettbewerb nicht nur die Förderung von Kenntnissen wie Informatik  - der Wettbewerb läuft unter der MINT-Förderung - oder Logistik, auch die soziale Komponente spiele eine große Rolle bei der Planung.

 

Auch deshalb macht Marc Straußfeld anderen Schulen Mut zur Teilnahme an der neuen Science League-Saison im Herbst. Die ATG-Schüler waren die einzigen Teilnehmer aus dem Oberbergischen. Die Materialien und Baukosten werden übrigens von „investMINT Oberberg“ gestellt und das Preisgeld dürfen die Teilnehmer in voller Höhe behalten.

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