JUNGE LEUTE
374 Jugendliche probieren ihre berufliche Zukunft aus
Radevormwald - 13 Unternehmen, rund 40 praktische Übungen und eine Premiere im Nordkreis beim ersten Berufswahlparcours - Jugendliche konnten Ausbildungsberufe selbst ausprobieren und direkt mit möglichen Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kommen.
Wie arbeitet man mit den einzelnen Werkzeugen und wie wird gelötet? Welche Aufgaben gehören zu kaufmännischen Berufen? Und welche Fähigkeiten sind in unterschiedlichen Berufsfeldern gefragt? Beim ersten Berufswahlparcours des Vereins OK Ausbildung in Radevormwald konnten rund 374 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 der Sekundarschule Radevormwald und des Theodor-Heuss-Gymnasiums solchen Fragen praktisch nachgehen.
13 Unternehmen aus der Region hatten laut einer Mitteilung rund 40 Übungen vorbereitet. Das Spektrum reichte von Finanz- und Bankberufen über Verwaltung und Pflege bis zu kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen. An den Stationen lernten die Jugendlichen typische Aufgaben kennen, probierten selbst aus und kamen direkt mit Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Fachkräften ins Gespräch. Wer bereits einen passenden Ausbildungsbetrieb im Blick hatte, konnte sogar eine Kurzbewerbung abgeben, heißt es weiter.
Auch Bürgermeister Dejan Vujinovic ließ sich die Premiere nicht entgehen und probierte selbst mehrere Stationen aus. „Der Berufswahlparcours hat gezeigt, wie wichtig es ist mit praktischen Beispielen die möglichen Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen. Wir hoffen, dass es eine baldige Wiederholung der Veranstaltung gibt“, sagte Vujinovic. „Wenn Jugendliche selbst ausprobieren, Fragen stellen und mit Menschen aus den Unternehmen sprechen können, wird aus einem Berufsbild etwas Greifbares. Das kann neue Ideen für den eigenen Weg eröffnen“, sagt Marlene Weiner, Vorsitzende von OK Ausbildung.
Auch für Unternehmen sei der persönliche Kontakt entscheidend. Sie können zeigen, was ihre Ausbildungsberufe tatsächlich ausmacht. Gerade angesichts des Fachkräftebedarfs sei es wichtig, mögliche Nachwuchskräfte nicht erst bei der Bewerbung kennenzulernen.
Möglich wurde der erste Berufswahlparcours durch die Zusammenarbeit der beiden Schulen mit OK Ausbildung.
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