Bilder: Andrea Eischeid --- Die Organisator von MasterLogistics freuten sich über einen neuen Teilnehmerrekord in der Hansestadt.
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Wanderer trotzten Wind und Wetter
Wipperfürth 1.084 Menschen nahmen gestern am Wander-Event Bergische 50 rund um Wipperfürth teil.
Von Andrea EischeidÜber eine rege Beteiligung konnten sich die Organisationen der Bergische 50 gestern freuen. Da sich am Morgen vor Ort noch zahlreiche Kurzentschlossene nachgemeldet hatten, ging die erste von drei Gruppen, nach dem Startschuss von Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski, mit zehnminütiger Verspätung vom Klosterplatz auf die 50 Kilometer lange Strecke. Der Rathauschef reihte sich in den Pulk der Teilnehmer ein und wanderte die gesamte Tour mit.
[NRW-Justizminister Peter Biesenbach (r.) und Pfarrer Lambert Schäfer unterstützten den Musikverein Dohrgaul bei der Spendenaktion "Walking for Dennis".]
Auf den ersten Metern durch die Innenstadt von Wipperfürth bis zum Hausmannsplatz begleitete der Musikverein Dohrgaul musikalisch die Wanderer. Ihre Gage ging in die Spendenaktion Walking for Dennis, für welche die Musiker ebenfalls NRW-Justizminister Peter Biesenbach und Pfarrer Lambert Schäfer gewinnen konnten. Seit 14 Jahren liegt Musikkollege Dennis Komorowski im Wachkoma, die Spenden werden für einen dringend benötigten Rollstuhl verwendet. Mit aufmunternden Worten schickte Hauptorganisator Daniel Kumelis vom Veranstalter MasterLogistics aus Bergisch Gladbach die Wanderer auf die abwechslungsreiche Strecke, bei der rund 960 Höhenmeter zu bewältigen waren und wünschte: Allen keine Blasen an den Füßen.
Deutschlandweit, wie etwa auch aus Offenbach, waren die Teilnehmer angereist und Kumelis schätzte rund 50 Prozent aus der näheren Umgebung. So auch die Wipperfürther Brüder Jürgen und Norbert Becker mit ihrem Freund Reiner Kürten. Wir laufen zusammen 150 Kilometer, betonte Norbert lachend, und freuen uns, wenn wir vor 18 Uhr ins Ziel kommen. Sie nahmen zum ersten Mal an solch einem großen Event teil.
Jeder Teilnehmer erhielt einen Wanderpass inklusive Zeitmessung, der unter anderem als Legitimation an den acht Verpflegungsstellen diente. Die atemberaubende Landschaft der Region, die Altstädte von Wipperfürth und Hückeswagen, das Schloss Hückeswagen, die Stauseen mit der Staumauer der Bevertalsperre sowie die Wander- und Radfahrerkirche in Egen zählten zu den Highlights entlang der Strecke. Große Teile wurden auf dem Bergischen Panoramasteig gewandert. Auf halber Strecke hatten die Wanderer die Möglichkeit, auf dem Campingplatz Campissimo in Hückeswagen eine Mittagsrast mit warmer Mahlzeit und einem kühlen Bier zu genießen.
[Die Wipperfürther Norbert Becker, Reiner Kürten und Jürgen Becker (v.l.) hatten sich vorgenommen vor 18 Uhr über die Ziellinie zu kommen.]
Das Ehepaar Sarah und Michael Daniels lief gemeinsam nach 5:17 Stunden über die Ziellinie gefolgt von Michael Fütterer mit der Zeit von 5:59 Stunden. Nach 12:35 Stunden hatte es auch der letzte Teilnehmer erschöpft, aber überglücklich ins Ziel geschafft. Bürgermeister von Rekowski schaffte die Strecke in 9:46 Stunden und war begeistert über die Freude und Stimmung der Wanderer sowie ebenso über deren Gelassenheit bezüglich des ungemütlichen Wetters. Für mich war es ein beeindruckendes Erlebnis, die eigene Region auf einer so langen Wanderung zu erleben, sagte ein glücklicher, aber auch sichtlich erschöpfter Bürgermeister.
Zahlreiche Vereine und Gruppen versorgten die Teilnehmer an den acht Verpflegungsstationen und achteten an Verkehrsknotenpunkten auf die Sicherheit. Zu den helfenden Gruppen zählten der Bürgerverein Kreuzberg, Wipperfürther für Wipperfürther, Bürgerbus Wipperfürth, die Wipperfürther Landfrauen, die Wander- und Radfahrerkirche Egen, der SV Wipperfürth sowie der Ökumenische Hospizdienst Wipperfürth/Kürten. Ohne diese fantastische Hilfe wäre eine solche Veranstaltung kaum möglich, betonte Daniel Kumelis zum Abschluss.
Die kompletten Ergebnisse können hier eingesehen werden.
