Bilder: Michael Gauger --- Gruselzeit im Aggertal: Luzifer und sein Gefolge sorgten zu Halloween für Schaudermomente.
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Höllenbrut ließ Besucher erschaudern
Engelskirchen Der Höllenfürst persönlich lehrte den Teilnehmern der Sonderführungen in der Aggertalhöhle das Gruseln - Höhle wurde in diesem Jahr zur Hölle.
Von Michael GaugerUm den zahlreichen Besuchern der Halloween-Führungen eine ordentliche Gänsehaut zu verpassen, trieb sich am vergangenen Wochenende allerlei Gesindel in den liebevoll dekorierten und spärlich beleuchteten Gängen der Aggertalhöhle in Ründeroth herum. Passende Musik zauberte zusätzlich ein schauriges Ambiente. 16 Darsteller hielten sich, aufwendig geschminkt und passend gekleidet, als Gefangene von Luzifer im Halbdunkel der Hölle auf.
Igor Wladimir Sarknagel, seines Zeichens Geschäftsführer des Unternehmens Helltours, hatte mit dem Höllenfürst persönlich einen Deal ausgehandelt. Er durfte an diesem Wochenende mehrere Reisegruppen durch dessen vernebelte Gänge führen. Insgeheim hoffte dieser darauf, das die ein oder andere frische Seele in seinem Reich verbleiben sollte, was den Reiseleiter auch nicht sonderlich interessierte. Anders dagegen der gefallene Engel Abdiel, der sich auch gerne schonmal auf ein hitziges Streitgespräch mit dem Chef einließ. Zuerst ging es vorbei an den augenlosen Neidern, die ohne Orientierung, aber mit viel Hoffnung auf neues Augenlicht recht nah an die Besucher herantraten.
Die Touristen stellten sich teilweise schnell enger zusammen oder wechselten schutzsuchend die Seite. Lasst euch nicht anknabbern, warnte Sarknagel die Gruppen an der nächsten Station, der Völlerei. Belzebubs Leibkoch hatte gerade ein Süppchen über dem Feuer, ließ die umherstehenden Höllenbewohner aber ordentlich hungern. Logisch, dass die geradewegs über die Besucher herfielen und diese anbettelten.

Junge Besucher ab zehn Jahren konnten sich samstags am Inferno genannten Höllengrusel erfreuen, denn an diesem Tag hielten sich die Schauergestalten bewusst noch etwas zurück. Speziell für Gäste ab 16 Jahren war der Sonntag ausgerichtet. Bis auf wenige Restkarten waren die zwölf Führungen an beiden Tagen ausgebucht, berichteten die Organisatoren. Nicole Lukas, Daniela Musial, Birgit Kaiser und Dr. Sylvia-Kathrin Tanneberger hatten etwa ein halbes Jahr in die Vorbereitung gesteckt. Besonders erfreut war man darüber, das einige Besucher vor lauter Begeisterung gleich beide Tage für einen Gruselbesuch im Aggertal nutzten.