Archiv

Energiewende fängt in der Dorfgemeinschaft an

Red; 13. Sep 2012, 15:51 Uhr
Oberberg Aktuell
ARCHIV

Energiewende fängt in der Dorfgemeinschaft an

Red; 13. Sep 2012, 15:51 Uhr
Wiehl – Direkt aus erster Hand wollten zahlreiche Besucher erfahren, wie die Energiewende im Bergischen vorangetrieben und unterstützt werden kann.
Zum Thema „Die Energiewende vor Ort gestalten“ lud die Bürgerinitiative „Oberberg Süd für den Atomausstieg“ kürzlich ins Dorfgemeinschaftshaus Großfischbach ein. Mit 50 Besuchern war der Veranstaltungsraum bis auf den letzten Platz besetzt. Im Gespräch zu einer zuvor gezeigten Dokumentation waren die Besucher der Veranstaltung sich einig, dass die Bemühungen um regionale nachhaltige Energieerzeugung, verstärkt werden müssen. deren Gewinne in Bürgerhand bleiben.

[Der EGBL-Vorstand Guido Wendeler (li) und Thomas Willmer.]

Guido Wendeler und Thomas Willmer, ehrenamtliche Vorstände der vor drei Jahren gegründeten „Energiegenossenschaft Bergisches Land“ (EGBL), erläuterten im zweiten Teil des Abends die Arbeit ihrer Genossenschaft, die bislang acht Solaranlagen gewinnbringend betreibt. Als nächstes will die Energiegenossenschaft, die bereits über 200 Mitglieder hat, eine Wasserkraftanlage in Engelskirchen betreiben.Der genossenschaftliche Ansatz mit der regionalen Bindung und die Beteiligung von Kleinanlegern fanden bei den Teilnehmern der Veranstaltung großes Interesse und viel Zustimmung.

#Kritische Rückfragen gab es allerdings zur geplanten Zusammenarbeit der Energiegenossenschaft mit der Aggerenergie beim Engelskirchener Wasserkraft-Projekt. Aus den Reihen des engagierten gab es kritische Stimmen, die an das zögerliche Eintreten der Aggerenergie für erneuerbare Energien in den letzen Jahren erinnerten. Der EGBL-Vorstand argumentierte pragmatisch, dass es drauf ankomme, dass in Sachen Energiewende überhaupt was geschehe.
 

Wenn viele Menschen mit einer Mitgliedsschaft dafür sorgten, dass die EGBL weitere geplante Projekte allein finanzieren könne, würden fragwürdige Partnerschaften künftig überflüssig werden, so der Vorschlag etlicher Teilnehmer. Ermutigt von der lebhaften Resonanz will die die Bürgerinitiative, die mit Mitgliedern des Klimabündnissen Oberberg zusammenarbeitet, weitere Veranstaltungen anbieten. Interessenten an den Treffen, die an jedem ersten Montag im Monat um 20 Uhr im Pfannkuchenhaus in Nümbrecht stattfinden, sind willkommen.