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Chihuahua-Komödie mit klassischem Chaos-Crescendo

us; 21. Oct 2018, 15:10 Uhr
Bild: privat.
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Chihuahua-Komödie mit klassischem Chaos-Crescendo

us; 21. Oct 2018, 15:10 Uhr
Waldbröl - 'Chihuahua' lautet der Titel der Komödie mit der das WKTheater, nach der Inszenierung von Ferdinand von Schirachs 'Terror' im letzten Jahr, sein Publikum mit bester Unterhaltung zum Lachen bringen will.
Noch bevor sich der Bühnenvorhang in der Aula des Hollenberg Gymnasiuns hebt, beklagt sich Fernsehregisseur Andi (Peter Becker) bei seiner Freundin Bine (Elisa Huland) darüber, dass seine Berufswelt und Privatleben zunehmend aus ihm verhassten Klischees bestehen: „Alles wird immer flacher und blöder!"

Wie gerufen kommt die Erbschaft des großväterlichen Bauernhofes und mit ihr die Möglichkeit des kompletten Neuanfangs im Oderbruch. Doch das Bühnenbild gibt den Blick frei auf eine vernachlässigte Baustelle mit Treppenstehleiter, Farbeimern, Mörtelkübeln und jeder Menge knisternder Abdeckplanen, auf der Andis Vater Elmar (Ralf Tenbrake) in blindem Aktionismus Stromleitungen demontiert und Löcher in Wände bricht. Nach einer finanziellen Totalpleite, von der die Familie nichts weiß, hat auch er ein Auge auf das Erbe geworfen. Verkompliziert wird die Sachlage durch die Tatsache, dass Freundin Bine nicht am "Arsch der Welt" leben will, Tante Margot (Britta Faulenbach) mit ihrem schwerhörigen und inkontinenten Chihuahua anreist, Andis Freund und Werbefilmer Stockmann (Nathanael Schibli) im Garten einen Werbefilm mit Bubu-Biene (Kaspar Zekorn) drehen will.

Mit Auftauchen des arbeitslosen und begriffsstutzigen Schauspielers Knut Knott (Kurt Mai), der Elmar beim Erschleichen der Immobilie behilflich sein soll, steuert die Bühnenhandlung mit allen Irrungen und Wirrungen doch zielstrebig auf ein klassisch, vergnügliches Chaos-Crescendo zu.  „Der einzige Anspruch, dem wir mit "Chihuahua" von Jan Neumann gerecht werden wollen, ist es zu gute Unterhaltung zu bieten", verriet WKTheater-Regisseur Thorsten Schmidt. Dafür probte das siebenköpfige Ensemble seit einem Jahr alle 14 Tage in der Aula. Unterstützung erhielten sie dabei von Regieassistentin Sandra Zekorn, für Bühne und Technik zeichneten Jonas Pardeyke, Sven Kubeile, Kaspar Zekorn unter anderem verantwortlich.

Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 21.10., 16 Uhr, Mittwoch, 24.10., Freitag, 26.10. und Samstag,27.10., jeweils um 20 Uhr, in der Aula des Waldbröler Gymnasiums.