Archivbild: Björn Loos --- David Förster war der beste Mann auf dem Platz.
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Vorne gewirbelt, hinten gewackelt
Oberberg - Der TuS Lindlar ruht sich im Nachholspiel gegen Westhoven-Ensen etwas zu früh auf einem Drei-Tore-Vorsprung aus und wäre beinahe noch bestraft worden - 'ONI-Wärmetrafo GmbH' präsentiert die Bezirksliga.
TuS Lindlar SV Westhoven-Ensen 5:3 (2:1), vom 19. Spieltag.Der TuS Lindlar entschied ein unterhaltsames Donnerstagabend-Spiel für sich und rückte im Klassement auf den achten Platz vor. Wir haben eine ordentliche Leistung gezeigt und die Tore schön herausgespielt, meinte Trainer Uli Bartsch. Das Offensiv-Trio David Förster, Anton Zeka und Marc Bruch war von den Gästen kaum zu stoppen und ließ den Knoten platzen, allerdings machten es die Hausherren durch zu lasches Abwehrverhalten unnötig spannend.
Dass die Kölner mit einer Dreierkette agierten, der linke Außenverteidiger aber nicht begriffen hatte, wie er sich bei gegnerischem Ballbesitz positionieren muss, war ein gefundenes Fressen für Bruch. Er nutzte den Freiraum auf dem rechten Flügel, um seine Nebenleute in Szene zu setzen. Nach acht Minuten stand es bereits 2:0 für den TuS. Ein besonderer Moment war der Treffer von Anton Zeka, der nach langer Leidenszeit - ein Kreuzbandriss hatte ihn für fast ein Jahr außer Gefecht gesetzt - zum ersten Mal in dieser Saison knipsen konnte.
Die erste Annäherung der Westhovener ging auf das Konto von Patrick Czaja. Tobias Kapellen parierte den Aufsetzer (14.). Anschließend neutralisierten sich die Teams, viele Unterbrechungen hemmten den Spielfluss. Die Domstädter stabilisierten sich, während die Gastgeber ihre Angriffe nicht mehr konsequent zu Ende brachten. Kurz vor der Pause verkürzte SV-Goalgetter Jan Hammes auf 2:1, nachdem er in die Tiefe geschickt worden war und mit Tempo an Kapellen vorbeimarschierte. Im Gegenzug bugsierte Ozan Dogan das Leder in die Maschen, nach Ansicht des Referees hatte Förster zuvor jedoch ein Foul an Keeper Tim Stombrowsky begangen - ein fragwürdiger Pfiff.
Zu Beginn von Hälfte zwei zog Lindlar das Spiel wieder vermehrt in die Breite - mit Erfolg: Eine tolle Kombination über Jeffrey Ebert und Förster vollendete Bruch zum 3:1. Wenig später baute Zeka die Führung aus, Förster betätigte sich erneut als Assistent. Rico Brochhaus und Gian Luca Wester hatten danach das 5:1 auf dem Fuß, vergaben ihre klaren Möglichkeiten aber leichtfertig (59., 72.).
Zu diesem Zeitpunkt deutete nichts darauf hin, dass die Bartsch-Equipe noch einmal ins Schwitzen geraten würde, doch ohne Vorwarnung schlich sich eine gewisse Sorglosigkeit ein. Die Innenverteidigung verlor Hammes nach einem hohen Zuspiel aus den Augen - 4:2. Dann verzog Marcel Manderfeld völlig freistehend (83.), ehe Florian Gebel nach einem Eckstoß den Anschluss herstellte.
Wir waren in dieser Phase nicht clever genug und hätten uns besser staffeln müssen. Das Loch im Mittelfeld war zu groß, sagte Bartsch. Der an allen gefährlichen Aktionen beteiligte Förster beruhigte schließlich die Nerven. Da die Abseitsfalle nicht zuschnappte, steuerte er alleine auf Stombrowsky und traf zum 5:3. Mit dem Schlusspfiff scheiterte Förster noch an der Querstange.
Tore
1:0 David Förster (1. Marc Bruch), 2:0 Anton Zeka (8. Marc Bruch), 2:1 Jan Hammes (41.), 3:1 Marc Bruch (51. David Förster), 4:1 Anton Zeka (59. David Förster), 4:2 Jan Hammes (75.), 4:3 Florian Gebel (85.), 5:3 David Förster (88.).
TuS Lindlar
Tobias Kapellen; Justin Ebert, Luca Jansen (68. Lukas Dappen), Moritz Stellberg, Rico Brochhaus, Ozan Dogan, Gian Luca Wester, Jeffrey Ebert (83. Leon Fröhlich), David Förster, Marc Bruch, Anton Zeka (68. Dominik Ufer).
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