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Tierseuchen: Übung für den Ernstfall

Red; 16. Nov 2016, 15:23 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Hier wird eine Autoschleuse aufgebaut.
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Tierseuchen: Übung für den Ernstfall

Red; 16. Nov 2016, 15:23 Uhr
Oberberg – Der Oberbergische Kreis hat zusammen mit sechs weiteren Kreisen zwei Tage lang die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche geprobt.
Sieben Landkreise üben regelmäßig gemeinsam bei Veterinärübungen den Ernstfall. In diesem Jahr war der Oberbergische Kreis der Austragungsort, fast zwei Jahre lang wurde die Übung zuvor geplant. Eingebunden waren das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Oberbergischen Kreises, das Amt für Rettungsdienst, der Brand- und Bevölkerungsschutz sowie weitere Mitarbeiter aus den verschiedenen Ämtern, dem Technischen Hilfswerk (THW), der Feuerwehr, den Ordnungsämtern von Gummersbach und Wipperfürth sowie die Bundeswehr.



[In der Leitstelle war auch die Bundeswehr Teil des Kriesenstabes]

Das Szenario der Übung: Auf einem Oberbergischen Hof ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Unverzüglich zogen die Mitarbeiter des Veterinäramts zum Notfallzentrum in Marienheide, um dort das Tierseuchen- bekämpfungszentrum aufzubauen und die Abarbeitung der vielseitigen Aufgaben zu koordinieren. Am frühen Freitagnachmittag kam der Krisenstab des Oberbergischen Kreises unter der Leitung von Klaus Grootens zusammen, um weitere nötige Schritte in einem solchen Fall zu erörtern.


[Kreisdirektor Klaus Grootens (li.) und Landrat Jochen Hagt vor einer Personenschleuse.]

Am Samstagmorgen gab es eine kurze Lagebesprechung im Notfallzentrum, um die Beteiligten darüber zu informieren, wie sich die (gespielte) Lage über Nacht verändert hat. Das THW baute an einem Hof im Gelpetal eine Personen- Fahrzeugschleuse auf, mit Hilfe derer im Ernstfall alle Personen und Fahrzeuge, die den Hof verlassen wollen, dekontaminiert werden müssen. Zum Abschluss der Übung machten Landrat Jochen Hagt und Kreisdirektor Klaus Grootens deutlich, wie wichtig solche Übungen sind, um Abläufe und die Zusammenarbeit im Ernstfall aufeinander abstimmen zu können. Laut der Kreisverwaltung zeigten sich die Beobachter aus den Nachbarkreisen und der Übungsleiter mit dem Verlauf zufrieden.