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Auftaktniederlage war vermeidbar
Gummersbach - Nach Roter Karte gegen Marcel Timm war für den VfL II in Lemgo nichts zu holen.
HSG Lemgo II - VfL Gummersbach II 34:29 (17:12).
Sie hatten vor dem Match mit einem Punktgewinn oder sogar zwei Zählern geliebäugelt, aber dann wurde das junge VfL-Team gleich am ersten Spieltag mit den Realitäten der 3. Liga konfrontiert und musste bei der zweiten Mannschaft der HSG Lemgo am Sonntagnachmittag eine 29:34-Niederlage hinnehmen. "Wir haben heute Lehrgeld bezahlt", analysierte Jugendkoordinator Maik Pallach die 60 Minuten in Ostwestfalen. Die Pleite wäre freilich vermeidbar gewesen, wenn Marcel Timm in der 46. Minute nicht die dritte Zeitstrafe kassiert hätte und nicht mehr ins Geschehen eingreifen durfte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Schützlinge von Trainer Denis Bahtijarevic nach einer formidablen Aufholjagd lediglich noch mit zwei Treffern (22:24) im Soll und schickten sich an, die Partie komplett zu kippen.
[Musste nach der Roten Karte ab der 47. Minute zuschauen: Marcel Timm.]
Die finale Zwei-Minutenstrafe ging allerdings selbst nach Meinung der Blau-Weißen in Ordnung: "An den Schiris hat es nicht gelegen. Die haben einen vernünftigen Job gemacht", räumte Pallach ein. Letztlich mit entscheidend für die Niederlage war die schwache Anfangsphase der Gäste, die schnell mit 1:4 im Rückstand lagen und trotz eines Zwischenspurts (5:7) zur Pause eine 12:17-Hypothek verkraften mussten. Nach Wiederbeginn gelang es dem VfL zwar schnell, auf 14:17 zu verkürzen. Dann aber spielte Lemgo seine Routine aus. Angetrieben von Dreh- und Angelpunkt Dominik Ebner (neun Feldtore) sowie Ex-Profi und Kreisläufer Rydergaard setzte sich die HSG wieder ab (22:17). Doch die jugendlichen Gummersbacher waren inzwischen in der 3. Liga angekommen und kämpften sich nochmal heran. Dann aber wurde der Aufwärtstrend durch die rote Karte für Timm entscheidend eingebremst.
Im Schlussabschnitt befand man sich sicherlich auf Augenhöhe mit dem Gegner, musste aber letztlich die Heimreise ohne Zähler im Gepäck antreten. Pallach nahm`s gar nicht so tragisch: "Klar, wir mussten uns erst mal in der für viele Jungs neuen Spielklasse zurechtfinden. Danach aber haben viele gute Ansätze gezeigt. Das macht Mut für die kommenden Aufgaben." Stark beim VfL Neuzugang Tim Kolb mit seinen fünf Treffern. Zudem überzeugten im Angriff Sebastian Schöneseiffen (7/4) und Max Jaeger (6).
VfL: Sebastian Schöneseiffen (7/4), Max Jaeger (6), Tim Kolb (5), Albin Xhafolli (3), Kai Ronge (3), Marcel Timm (2), Eldar Starcevic, Robert Barten, Alexander Arnold (je 1)
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