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Großbrand zerstört Wohnhaus auf Bauernhof

Red; 11. May 2016, 11:25 Uhr
Bilder: Bernd Vorländer, Feuerwehr, privat --- Das Wohnhaus auf einem Bauernhof in Feckelsberg ist unbewohnbar.
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Großbrand zerstört Wohnhaus auf Bauernhof

Red; 11. May 2016, 11:25 Uhr
Engelskirchen - Weit über 100 Rettungskräfte waren heute Vormittag auf dem Bauernhof in Feckelsberg im Einsatz - Menschen konnten sich retten, Tiere in Sicherheit gebracht werden - Ursache unklar (AKTUALISIERT).
Von Nils Hühn

In Feckelsberg brannte heute Vormittag auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs ein Wohnhaus in voller Ausdehnung. Über dem Ort war eine hohe Rauchsäule zu sehen. Um 9:30 Uhr wurde die Feuerwehr Engelskirchen alarmiert, die mit allen Einheiten ausrückte. Unterstützung erhielt sie dabei von der Löschgruppe Gummersbach-Hülsenbusch und einer Einheit aus Wiehl. Aus Marienheide wurde zudem der Abrollbehälter Wasser angefordert.


[Das Wohnhaus konnte von den Feuerwehrkameraden nicht mehr gerettet werden.]

Das Wohngebäude stand beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte bereits in Vollbrand. Flammen schlugen aus dem Dach. Sofort richtete die Feuerwehr Engelskirchen, die mit 80 Kräften im Einsatz war, eine Riegelstellung ein, um die angrenzenden Stallungen zu schützen. Die knapp 20 Kühe wurden vom Landwirt und weiteren Bewohnern in Sicherheit gebracht. Personen waren nicht mehr in Gefahr. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde eine Überlandleitung sowie ein Hydrant an Haus Ley genutzt. Drei Tanklöschfahrzeuge sorgten für genügend Reserve.


[Lichterloh brannte das Gebäude bereits, als die Wehrleute am Ort des Geschehens eintrafen.]

Ein Innenangriff war nicht möglich, da Teile des Dachs bereits eingestürzt waren und die Gefahr daher zu groß war, erklärte Gemeindebrandinspektor Thomas Krimmel. Recht schnell hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude. Das Wohnhaus war allerdings nicht mehr zu retten. Über eine Drehleiter wurde die verbliebende Dachhaut geöffnet und Glutnester abgelöscht. Eine Brandwache wird voraussichtlich bis in die Abendstunden eingerichtet.



Der Landwirt musste vom Oberbergischen Rettungsdienst aufgrund einer kardiologischen Vorerkrankung behandelt werden. Ebenso ein Feuerwehrmann, der einen Schwächeanfall erlitt. Das Technische Hilfswerk (THW) errichtete eine provisorische Stromversorgung, damit die Kühe gegen Mittag gemolken werden können. Wie es zu dem Brand kam, ist derzeit noch unklar. Ein Brandermittler der Polizei wird im Laufe des Tages das Haus begutachten. Insgesamt waren und sind weit über 100 Rettungskräfte aus dem Oberbergischen Kreis im Einsatz.

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