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Benzingeruch, Drifts und ein Totalschaden

om; 3. May 2015, 23:28 Uhr
Bilder: Oliver Müller, Dominik Gauger Galerie(21-35), Michael Gauger Galerie (36-55) --- Drifts, Benzingeruch und schnelle Autos – das macht die Rallye Oberberg aus.
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Benzingeruch, Drifts und ein Totalschaden

om; 3. May 2015, 23:28 Uhr
Oberberg - Die neunte Auflage der LOCO-SOFT ADAC Rallye Oberberg stand im Zeichen von spektakulären Prüfungen und rasanten Drifts – Die Zuschauer hielt es trotz starkem Regen an der Strecke.
Von Oliver Müller

Es regnete teilweise Bindfäden, der Anmarsch für die Fans der Rallye Oberberg gestaltete sich somit einigermaßen schwierig, aber das machte niemandem etwas aus. Es lockte wieder einmal heiße Renn-Action in der buckeligen Welt der Region und die Renngemeinschaft Oberberg hatte sich alle Mühe gegeben, um erneut Motorsport vom Feinsten zu bieten. Über 250 Helfer an der Strecke sowie Feuerwehr und Rettungsdienst sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und ausgesuchte Zuschauerpunkte brachten den Rallyesport zu den zahlreichen, begeisterten Fans

Wieder einmal sehr gut besetzt war das Fahrerfeld der neunten Auflage der LOCO-SOFT ADAC Rallye Oberberg. Und die Bedingungen versprachen interessante Prüfungen in Marienheide-Jedinhagen und Gimborn, Gummersbach-Becke und Lindlar-Klause. Hier mussten die 134 Fahrzeuge zeigen, was in ihnen steckt und mancher Fahrer mutete sich und seinem Fahrzeug dabei zuviel zu.


[Einen heftigen Aufprall musste das Team Gromüller-Brökelmann hinnehmen, der Opel fiel mit Totalschaden aus. ]   

So flogen bei Regen gleich mehrere Fahrer im Lindlarer Industriegebiet von der Bahn und einige mussten ihr Fahzeug sogar komplett abstellen. Dennoch zeigte sich das Fahrerlager begeistert von den Prüfungen sowie den Schwierigkeitsgraden und die Zuschauer harrten sogar im heftigen Regen aus, um dem Spektakel beizuwohnen.

Erstmals wurde auch eine Retro Rallye ausgerichtet, bei der es nicht um die schnellste, sondern vielmehr um die genaueste Zeit ging, um das Material der alten, zum Teil sehr wertvollen, Autos zu schonen. Anders bei den Wertungen der ADAC Rallye, hier forderten die Fahrer alles von ihren PS-bepackten Fahrzeugen ab und das Gespann um Helmut Beckmann (Wipperfürth) und Stefan Grundmann (Perl) auf ihrem Mitsubishi Lancer EVO 8 setzte sich vor den Verfolgern Michael Bieg (Lindlar) und Heinz Gert Dörpinghaus (Wipperfürth) mit dem BMW 320i auf den ersten Platz.

Überschattet wurde die Rallye vom heftigen Unfall des Gespanns Walter Gromöller (Güthersloh) und Klaus Brökelmann (Rietberg), die in der Klause die Kontrolle über ihren Opel Ascona 400 verloren und seitlich über den Bordstein auf einen Findling prallten, dabei das Fahrzeug um 180 Grad drehten, um dann mit einem Totalschaden das Rennen zu beenden. Gromöller wurde nach dem Crash vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.


Die Veranstalter der Renngemeinschaft Oberberg  zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Rennen und dem trotz des Wetters hohen Zuschauerandrang entlang der Strecken. Teilnehmer Bieg brachte es auf den Punkt: „Tolle Stimmung, viele Zuschauer, Rallye daheim, so muss es sein“. Die Ergebnisse aller Wertungsklassen  können auf der Internetseite (www.tw-sportsoft.de/) eingesehen werden.


[Lindlars Bürgermeister, Dr. Georg Ludwig (rechts), schickte zusammen mit dem Geschäftsführer von LOCO-Soft, Wolfgang Börsch, alle Teams auf die Strecke]