Archiv

Am liebsten gesund – und für den Notfall den Hausnotruf

Red; 5. Feb 2014, 13:25 Uhr
Bild: privat --- Einen Blumenstrauß erhielt Dr. Marianne Herzog von Johanniter-Mitarbeiter Patrick Weßel.
ARCHIV

Am liebsten gesund – und für den Notfall den Hausnotruf

Red; 5. Feb 2014, 13:25 Uhr
Gummersbach - Dr. Marianne Herzog aus Gummersbach ist die 2000. Teilnehmerin des Johanniter-Hausnotrufs im Regionalverband Rhein.-/Oberberg.
„Am liebsten bin ich gesund“, sagt Dr. Marianne Herzog. Und mit diesem Wunsch ist die 82-jährige Medizinerin aus Gummersbach nicht alleine: denn die Gesundheit ist ein hohes Gut für Menschen in jedem Alter. Da jedoch Unfälle oder Notfälle nicht auszuschließen seien, habe sie sich für den Hausnotruf entschieden, erklärt Marianne Herzog. Die Johanniter haben sie jetzt als 2000. Teilnehmerin des Johanniter-Hausnotrufs im Regionalverband Rhein.-/Oberberg begrüßt. Einen Blumenstrauß überreichte daher Johanniter-Mitarbeiter Patrick Weßel der Seniorin.


„Man fühlt sich beschützt“, beschreibt die aus Dortmund stammende Ärztin das Leben mit dem Hausnotrufgerät. Sie selbst hat schon seit vielen Jahren den Menschen zur Nutzung solch einer technischen Einrichtung geraten. „Viele denken aber erst dann darüber nach, wenn sie zuhause schon einmal gestürzt sind und in eine Situation der Hilflosigkeit geraten.“ Eine Scheu vor dem Gerät sollten Senioren jedoch nicht haben, ermutigt sie andere. Beim Hausnotruf sind die Teilnehmer über eine Basisstation und einen Sender mit den Johannitern verbunden. Sie tragen den Sender bei sich, im Notfall genügt ein Knopfdruck. Die Johanniter benachrichtigen dann eine zuvor benannte Bezugsperson, falls nötig, wird der Rettungsdienst verständigt.

Dr. Marianne Herzog war mehr als 25 Jahre als Ärztin für Kinder und Menschen mit Behinderung für den Oberbergischen Kreis im Dienst. Ehrenamtlich ist sie in der Hospizarbeit engagiert, vor 15 Jahren gründete sie den Ökumenischen Hospizdienst Gummersbach. Ihr Ehemann Professor Dr. Wolfgang Herzog hatte 1963 das „Clinomobil“ zur Notfallversorgung im ländlichen Raum eingeführt. Mit und in diesem Arzteinsatzwagen konnten Ärzte des Gummersbacher Krankenhauses erstmals die Menschen vor Ort behandeln, damit sie transportfähig für die Fahrt in die Klinik wurden. Die Klinik wurde damit mobil.