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Kein Dreigestirn und doch viel Spaß

vma; 10. Feb 2013, 01:26 Uhr
Bilder: Vera Marzinski --- Hanak heizte die Stimmung mit dem „Haifischzahn' gut ein und ließ auch mal das Publikum mitsingen
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Kein Dreigestirn und doch viel Spaß

vma; 10. Feb 2013, 01:26 Uhr
Waldbröl - Die örtiche Karnevalsgesellschaft wartet zwar dieses Jahr nicht mit Tollitäten auf, aber dennoch zelebrierte die WKG eine unterhaltende Prunksitzung in der Nutscheidhalle.
Von Vera Marzinski

Im Bühnenbild tauchte zwar ein Schiff mit gesichtslosem Dreigestirn auf, aber die Waldbröler Karnevalsgesellschaft schipperte mit viel Spaß durch die Prunksitzung. Der erste Vorsitzende Henning Hergt hatte immer einen Spruch für die einzelnen Programmpunkte parat – genauso wie „Klaus und Willi“. Mit Wortwitz und Spontanität heizten die beiden die Stimmung gut ein.

[Gesichtsloses Dreigestirn in Waldbröl – trotzdem hatten alle viel Spaß.]

Ob im Sommer auf Straßenfesten, auf Partys oder natürlich im Karneval: Die „Cölln Girls“ sorgen das ganze Jahr über mit ihrer frechen, spritzigen Art für besondere Stimmung. Diese Freude vermitteln Sie und geben sie an ihr Publikum weiter. „En Kölle jebützt“ und viel „Sha la lie Sha la la“ punktete beim Waldbröler Publikum sofort.  



Als „Dat Rumpelstilzchen“ zieht Fritz Schops durch die Karnevalszeit und hielt am Samstagabend in der Nutscheidhalle Einzug. Gereimt brachte er aktuelles aus Politik und Welt auf die Bühne. Egal wo F.M., Peter und Manni – bekannt als „Kölsch Fraktion“ - auftauchten, „övverall sind die Jecken in bester Stimmung!“ Natürlich auch in Waldbröl. Mit “En Kölle jebore” hat die Gruppe nun auch einen wunderschönen Titel über ihre Heimatstadt im Gepäck. Äußerst passend ist der Song zudem, da F.M. Willizil tatsächlich am 11.11. en Kölle jebore es.

Ebenfalls auf der Bühne vertreten war das Schiffermädchen-Boot.  Die Tanzmariechen und Tanzmajoren zeigten viel Akrobatik zu „Schön ist das Leben“ und weiteren Karnevals-Hits. Da standen sogar die Tanzkorps von Waldbröl auf den Stühlen. Die flogen später selbst durch die Luft und schmissen eifrig die Beine bei ihren Garde-Tänzen.


[Waldbröls Bürgermeister Peter Koester feierte inmitten der Jecken in der Waldbröler Nutscheidhalle.]

Vorher flog Hanak "Durch de Naach (Vampire)“. Frontmann Michael Hirsch hatte vom vielen Karneval schon eine ganz blasse Haut und rote Augen – das passte perfekt zum neuen Hit. Die Band musste natürlich ihren „Haifischzahn“ spielen und brachte die Stimmung fast zum Kochen. Dazu holte Hirsch vier junge Mädels auf die Bühne, die nicht nur zu dem absoluten Hit hüpften. Lea entwendete ihm mal flugs das Mikro und sang seinen Part mit viel Spaß.

Geschunkelt wurde auch bei den „Kölsche Bengels“. „Flieg mit mir heut Nacht um die Welt“ forderten sie die vielen Jecken in der Halle auf. Die Kölschen Bengels verbinden in ihrer Musik die typisch altkölsche Flitsch (Mandoline), Jittar (Gitarre) und Quetsch (Akkordeon) zu Klänge mit neuen fetzigen Rhythmen und Texten. Der musikalische Wirbelwind, der über die Bühne fegte, entpuppte sich als Roberta Lorenza, die singende Mafiosa. Mit hinreißender Stimme und italienischem Temperament ließ die Stimmungskanone das Publikum bekannte Karnevalshits mitsingen. Mit dem Trompetencorps „ Die Kaafsäck“ endete das abwechslungsreiche Prunksitzungsprogramm in Waldbröl  und die Stimmung kam noch einmal zu einem weiteren Höhepunkt.