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Jungfrau, Prinz und Bauer sprengten Waldbröls Mauer

nh; 7. Feb 2013, 15:00 Uhr
Bilder: Nils Hühn --- Mit vereinten Kräften riss das Schönenbacher Dreigestirn die Mauer zum Waldbröler Rathaus ein.
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Jungfrau, Prinz und Bauer sprengten Waldbröls Mauer

nh; 7. Feb 2013, 15:00 Uhr
Waldbröl - Hinter einer massiven Wand wähnte sich Rathauschef Peter Koester in Sicherheit, aber das Schürmicher Dreigestirn stürmte die Festung und übernahm das Regiment.
Von Nils Hühn

Ein imposanter Anblick bot sich den Waldbröler Verwaltungsangestellten, als die Waldbröler Karnevalsgesellschaft (WKG) gemeinsam mit dem Schönenbacher Dreigestirn auf dem Rathausvorplatz einzog. Noch wähnten sie sich in Sicherheit, hatten sie sich doch im 1. Obergeschoss verschanzt und die große Eingangstüre mit Steinen zugemauert. „Wir haben mehrere Reihen Verteidigungslinien aufgebaut“, frohlockte Bürgermeister Peter Koester und war sich sicher, diesmal den Rathausschlüssel, mit dem er provokant in die Menge winkte, behalten zu können. Doch mit vereinten Kräften rissen Jungfrau Fabienne, Prinz Thomas I. und Bauer Slobo das Hindernis ein und machten somit den Weg ins Waldbröler Rathaus frei.


[Mit einem lauten Knall gab die Wand nach.]

Von dort ging es geradewegs durch ins Festzelt hinter dem Rathaus, liebevoll als "Gürzenich von Waldbröl" bezeichnet. Als die WKG komplett eingezogen war, drohte das Zelt aus allen Nähten zu platzen. Daher hielt sich der 1. Mann der Stadt relativ kurz und wünschte dem Schönenbacher Dreigestirn mit einem dreifach „Schürmich ruck zuck“ und „Waldbröl pass op“ eine gute Regentschaft. Prinz Thomas I. drohte Koester derweil an, sich auf die Bürgermeisterstelle bewerben zu wollen und warnte ihn, dass er seinen Stuhl in den nächsten Tagen ansägen werde, was zu großem Gelächter im Festzelt führte. Anschließend feierten die Waldbröler Narren mit Bockwurst und Bier gemeinsam Weiberfastnacht.