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Beschluss gekippt: Jan-Wellem-Straße wird zur durchgängigen Einbahnstraße

kg; 2. Dec 2010, 20:23 Uhr
Bild: Katharina Glowicki.
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Beschluss gekippt: Jan-Wellem-Straße wird zur durchgängigen Einbahnstraße

kg; 2. Dec 2010, 20:23 Uhr
Lindlar – Straßenverkehrsamt und Polizeibehörde äußerten Bedenken gegenüber einer eingeschränkten Einbahnstraßen-Regelung.
Eigentlich sollte die Jan-Wellem-Straße in Frielingsdorf zu einer eingeschränkten Einbahnstraße umgewandelt werden. CDU und FDP hatten diese Variante in der Sondersitzung des Sicherheitsausschusses im November gegen die Stimmen der SPD und der Grünen durchgesetzt (OA berichtete). Durch die Änderung der Verkehrsregelung sollte vor allem die Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder gewährleistet werden. Die Grünen kritisierten „ausgerechnet das unsicherste Teilstück der Straße mit einem Engpass und ohne Bürgersteig aus der Einbahnstraßenregelung herauszunehmen, um aus Richtung Scheel eine direkte Zufahrt zum Kirchplatz zu ermöglichen.“
 
Auch die Kreispolizeibehörde und das Straßenverkehrsamt äußerten nun Bedenken gegenüber der Entscheidung. „Das hängt mit der Wendemöglichkeit am Kirchplatz zusammen“, erklärte Herbert Schibelka von der Lindlarer Verwaltung. Man befürchte, dass auf der Fahrbahnspur gehalten werden würde, um „nur mal eben“ jemanden herauszulassen oder „nur mal eben“ in ein Geschäft zu gehen. Dies führte gestern im Sicherheitsausschuss zu einer erneuten Diskussion über die künftige Verkehrsführung der Jan-Wellem-Straße. Einstimmig beschlossen die Fraktionen diese als durchgängige Einbahnstraße auszuweisen und eine 30 km/h-Zone oder alternativ eine 30 km/h-Strecke einzurichten. „Wir haben der Bedenken Rechnung getragen. Das was wir machen wollten, geht leider nicht. Dabei wurde klar, dass die durchgängige Einbahnstraßenregelung die einzig mögliche und vernünftige Alternative ist“, begründete CDU-Sprecher Armin Brückmann den Sinneswandel innerhalb der CDU-Fraktion.

Zudem beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, auf Antrag der CDU, gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt eine Lösung zu finden, um Fußgänger sicher um die Treppe am Engpass herum zu führen, ohne dass sie die Straßenseite wechseln müssen. „Die Vernunft hat sich durchgesetzt, doch letztlich erst unter Druck des Straßenverkehrsamtes“, kommentierte Steffen Mielke für die SPD-Fraktion den gekippten Beschluss.