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Morsbacher Rathausplatz spricht jetzt französisch

mkj; 16. May 2010, 17:51 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Hand in Hand arbeiten Morsbach und Milly-la-Forêt auch mindestens die nächsten 40 Jahre weiterhin zusammen.
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Morsbacher Rathausplatz spricht jetzt französisch

mkj; 16. May 2010, 17:51 Uhr
Morsbach – Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 40-jährigen Partnerschaft mit dem französischen Kanton Milly-la-Forêt wurde der Platz nun offiziell umgetauft. Die Beziehungen sollen weiter intensiviert werden.
Seit 1970 steht Morsbach in einer intensiven Partnerschaft mit dem französischen, etwa 60 Kilometer südlich von Paris im Wald von Fontainebleau gelegen Kanton Milly-la-Forêt. Zum 40-jährigen Jubiläum wurde dies am Samstag mit einem Festakt im Sitzungssaal des Rathauses zelebriert. 

[Die Stimmung war gut bei Bürgermeister Jörg Bukowski und Dolmetscher Stefan Schwarz.]

"Wir feiern gemeinsam die Völkerverständigung und machen damit ganz praktisch, was 1970 in einer Urkunde feierlich besiegelt wurde. Aus dem besonderen Anlass dieser 40-Jahr-Feier wurde vorgeschlagen, den Rathausplatz in "Milly-la-Forêt-Platz" umzubenennen," so Bürgermeister Jörg Bukowski, der im Beisein der französischen Delegation zusammen mit dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Klaus Fleckner einen Stein mit der neuen Namensplakette vor dem Rathausplatz enthüllte. Der Musikverein Lichtenberg sorgte dabei mit einem französischen Marsch für die passende musikalische Untermalung. Einer der Höhepunkte für alle Gäste auf dem Rathausplatz war die "African-Jungle-Dance"-Vorführung der Wolpertinger Tanzgruppe.
 

An der Jubiläumsfeier nahmen rund 60 französische Gäste teil, darunter drei Ortsbürgermeister, Ratsmitglieder und Vertreter aus Kultur und Gesellschaft. „Neue Generationen sind herangewachsen, Generationen, für die Europa eine Selbstverständlichkeit ist, die keine Grenzen mehr kennen", so der Vorsitzenden des Partnerschaftsverein Fleckner in seiner Rede bei dem Festakt. Vierzig Jahre Partnerschaft seien gut und wichtig gewesen und habe viele zu Freunden werden lassen: "Aber ist es jetzt genug? Gerade heute, wenn Europa immer mehr zu einer politischen Einheit zusammen zu wachsen beginnt, sollte man bereit sind, die Sorgen und Nöte des Anderen zu kennen, aber auch seine Kultur und Lebensart schätzen lernen, um in Frieden und Freundschaft miteinander leben zu können".

[Eine tiefe Freundschaft ist zwischen Morsbach und den beteiligten Ortschaften im Kanton samt den Vertretern der Partnerschaftsverbände entstanden.]

Die ersten Schritte zur Gründung einer Partnerschaft zwischen dem französischen Kanton Milly-la-Forêt und der Gemeinde Morsbach unternahmen der Bürgermeister von Oncy, Roger Bosc-Bierne, und sein Sohn Jacques, als sie sich an einem Apriltag des Jahres 1970 auf die Reise nach Morsbach begaben. In Steimelhagen wollten die beiden Franzosen ihren Freund Hans Angemeer besuchen. Vater und Sohn waren mit dem oberbergischen Baustoffhändler, der einige Jahre eine Baustelle in der Nähe von Milly unterhalten hatte, in Freundschaft verbunden.

In den Köpfen dieser drei Männer entwickelte sich allmählich die Idee einer Partnerschaft zwischen Milly und Morsbach, deren geistiger Vater schließlich der Bürgermeister wurde. Nachdem der Morsbacher Gemeinderat am 10. Juli 1970 einstimmig beschlossen hatte, mit dem Kanton Milly-la-Forêt eine Partnerschaft einzugehen, fand am 19. September die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Schulzentrum an der Hahner Straße statt. In der Partnerstadt wird vom 3. bis 6. Juni gefeiert. Hierzu wird ein Bus mit Morsbacher Bürgern in das französische Kanton fahren.

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