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„World of Warcraft“ als neue Form zwischenmenschlicher Beziehung?

kg; 21. Oct 2009, 14:52 Uhr
Oberberg Aktuell
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„World of Warcraft“ als neue Form zwischenmenschlicher Beziehung?

kg; 21. Oct 2009, 14:52 Uhr
Marienheide – Nächsten Samstag veranstaltet das Zentrum für Seelische Gesundheit (ZSG) den fünften Marienheider Herbstkongress zu zentralen und aktuellen Themen der Psychotherapie und Psychiatrie.
Das diesjährige Thema des Kongresses „Bindungstheorie und Seelische Gesundheit“ ist aus den Diskussionen zu den Folgen der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise entstanden. Hier stellt sich zunehmend die Frage, ob sich die Bevölkerung nach der Überwindung dieser Krise wieder hemmungslos in den Konsum stürzt oder nach einem neuen Lebensstil sucht, um Zufriedenheit in gemeinschaftlichen Werten zu finden.


Prof. Dr. Klaus Grossmann aus Regensburg hält den Eröffnungsvortrag über die Entwicklung von Bindungen über die gesamte Lebensspanne. Auch das Internet ermöglicht unter anderem völlig neue Formen von Beziehungen, Prof. Dr. Manfred E. Beutel aus Mainz wirft in seinem Vortrag ein Licht auf diese Entwicklungen. Zusätzlich wird Dr. Phillip Roeber, Arzt der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Kreiskrankenhaus Gummersbach einen Einblick in das Online-Computerspiel „World of Warcraft“ geben.

Im weiteren Verlauf referiert Prof. Dr. Hans Förstl aus München über den aktuellen Kenntnisstand und die Konsequenzen komplexer Abläufe von Bindungen, die Emotionen, Kognitionen und Verhalten betreffen. Außerdem erörtert Privatdozent Dr. Karsten Wolf, Chefarzt am ZSG Marienheide den Zusammenhang unserer Gefühle mit Bindung und seelischer Gesundheit. Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier aus Berlin wird in seinem Vortrag zum Abschluss auf die Zusammenhänge von Bindungsproblemen mit sexuellen Präferenzstörungen (zum Beispiel Pädophilie) mit eingehen. Eine durchgehende Kinderbetreuung soll Eltern die Teilnahme an dem Herbstkongress erleichtern.