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Netzwerk für mehr Energieeffizienz besiegelt Zielvereinbarung

fj; 12. Sep 2018, 13:23 Uhr
Bilder: Fenja Jansen --- Die Vertreter der Netzwerkpartner, darunter die Bürgermeister der teilnehmenden Städte und Gemeinden, haben sich auf eine Zielsetzung geeinigt und diese mit ihren Unterschriften besiegelt – nun geht es ans Energieeinsparen.
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Netzwerk für mehr Energieeffizienz besiegelt Zielvereinbarung

fj; 12. Sep 2018, 13:23 Uhr
Oberberg – Die Teilnehmer des Netzwerks „LEEN an der Agger“, darunter Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach, Marienheide und Morsbach, wollen ab 2020 gemeinsam jährlich fünf Prozent Energie und sieben Prozent CO2 einsparen.
Minus fünf Prozent Megawattstunden (MWh) Energie und minus sieben Prozent Kohlenstoffdioxid (CO2) jährlich ab 2020 – so lautet die Zielvereinbarung, zu der sich die Teilnehmer des Lernenden Energie-Effizienz-Netzwerks „LEEN an der Agger“ heute mit ihrer Unterschrift bei einem Netzwerktreffen in der SCHWALBE arena bekannt haben. Das Netzwerk wurde vor knapp einem Jahr auf Initiative der AggerEnergie ins Leben gerufen, die gleichzeitig Initiator und Teilnehmer von „LEEN an der Agger“ ist. Ebenso gehören die Kommunen Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach, Marienheide und Morsbach sowie der Oberbergische Kreis, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Klinikum Oberberg und die Stadtwerke Gummersbach zum Netzwerk. In diesem arbeiten die Teilnehmer gemeinsam daran, ihre Energieeffizienz zu verbessern sowie Einsparmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen.

Das Handwerkszeug sowie das Management des gesamten Projekts liegt bei der LEEN GmbH, als energietechnischer Berater steht dem Netzwerk die Saller GmbH aus Wiehl, Spezialist für Prozess-, Energie- und Materialeffizienz in produzierenden Unternehmen, zur Verfügung. Mit Hilfe von Experten aus dem Hause Saller wurden in einer ersten Projektphase bei jedem Netzwerkpartner Energieaudits durchgeführt und zum Beispiel die Liegenschaften genau unter die Lupe genommen. Nachdem hier der Ist-Status ermittelt war, konnten Einsparmaßnahmen ermittelt und mit der Umsetzung begonnen werden. In Workshops, Schulungen und regelmäßigen Treffen fand ein Austausch über den Erfolg der Maßnahmen statt. „Wir haben für jeden Netzwerkpartner die individuellen Einsparpotenziale berechnet und daraus eine Summe gebildet. Diese ist die Grundlage der Zielvereinbarung, die wir heute unterschreiben“, erklärte Dr. Michael Urban von der Saller GmbH die Auditierungsphase für abgeschlossen.  



Nun sollen nach und nach alle Maßnahmen umgesetzt werden. „Diese sollen ab 2020 greifen, sodass wir ab diesem Jahr jährlich fünf Prozent MWh Energie und sieben Prozent CO2 innerhalb des gesamten Netzwerks einsparen können. Erfüllen wir diese Zielsetzung, entspricht das einer jährlichen Einsparung von 950 Tonnen CO2“, so Mirko Krück, Geschäftsführer der LEEN GmbH. „Dieses Ziel zu erreichen, trauen wir uns gemeinsam zu“. Maßnahmen, die nun von den Partnern umgesetzt werden, betreffen zum Beispiel die energetische Sanierung von Gebäuden. Hier kann oftmals durch das Anbringen moderner Fenster oder einer Wärmedämmung Energie eingespart werden. Aber auch ihre Beleuchtungskonzepte wollen die Netzwerkpartner an vielen Stellen überarbeiten – beispielsweise durch die Installation einer tageslichtabhängigen Steuerung oder der kompletten Umstellung auf LED-Beleuchtung. „Wir werden unseren Fuhrpark soweit möglich auf Elektromobilität umstellen“, gab Jan Sternstein, Energiemanagementbeauftragter bei der AggerEnergie, ein konkretes Beispiel für eine Maßnahme, die nun im Hause des Energiedienstleisters umgesetzt wird. So ließe sich im Vergleich zum Benziner ein Drittel an Energie einsparen.



Durch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch über den Erfolg der umgesetzten Maßnahmen wollen die Netzwerkpartner sich stetig verbessern – und eben ein „lernendes Netzwerk“ sein. „Das Thema Energieeffizienz beschäftigt uns schon lange, doch als Teil eines Netzwerks sind wir viel stärker aufgestellt. Auf manche Ansätze wären wir alleine wohl nie gekommen“, erklärt AWO-Geschäftsführerin Martina Gilles, warum sich der Wohlfahrtsverband dem Netzwerk anschloss. Oder wie es Marienheides Bürgermeister Stefan Meisenberg zusammenfasst: „Wir wollen unser Wissen zum Wohle aller bündeln."