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Gelpe/Strombach und Nümbrecht benötigen Verlängerung

pn; 31. Aug 2018, 02:50 Uhr
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Gelpe/Strombach und Nümbrecht benötigen Verlängerung

pn; 31. Aug 2018, 02:50 Uhr
Oberberg - Während Derschlag gegen Oberwiehl fast mühelos durch das Halbfinale des BSP-Cups spaziert, dreht Gelpe/Strombach gegen Nümbrecht ein eigentlich schon verlorenes Spiel.
HC Gelpe/Strombach – SSV Nümbrecht 26:22 nach Verlängerung (21:21, 7:12).


Einen intensiven Schlagabtausch lieferten sich die beiden Oberligisten. Erst nach Verlängerung konnte sich der leicht favorisierte HC Gelpe/Strombach gegen Ligakonkurrent Nümbrecht durchsetzen. Danach sah es zunächst allerdings überhaupt nicht aus. In einer von vielen Zeitstrafen geprägten Partie diktierte Nümbrecht überraschend deutlich das Geschehen bis zur Pause. Über 2:6 (17.) und 4:10 (25.) fand Gelpe/Strombach keinerlei Mittel gegen die offensive Deckung der Südkreisler. „Wir waren erstaunlich überlegen“, haderte SSV-Coach Dirk Heppe sogar noch mit der Chancenverwertung seines Teams, das mehrere klare Gelegenheiten liegen ließ.


Ein Wucher, der sich nach der Pause rächen sollte. Zwar kontrollierte das Heppe-Team bis zum 12:16 (42.) weiter das Geschehen, konnte gegen nun auftrumpfende HC-Handballer aber nicht mehr viel entgegnen. Über 17:19 (52.) nutzte die Spielgemeinschaft eine doppelte Zeitstrafe kurz vor Schluss gnadenlos aus und rettete sich in die Verlängerung. In den zehn Zusatzminuten präsentierte sich das Lochtenbergh-Team hellwach und drehte den Spielverlauf über 23:21 (65.) und 26:21 (69.) auf den Kopf. „Ich weiß nicht, ob die Verlängerung für uns eine psychische Sache war, oder ob uns einfach die Körner fehlten. Insgesamt war ich mit dem Auftritt der Jungs aber sehr zufrieden und wir sind auf einem super Weg“, urteilte Heppe abschließend.


Gelpe/Strombach: Lukas Altjohann (5/1), Julian Mayer (5/2), Nico Blech (4), Sean Borgard, Lukas Bader, Florian Panske (je 3), Tom Bonfiglio (2), Marvin Blech (1).


Nümbrecht: Johannes Urbach (6/2), Dominik Donath (4), Marcel Samel (4/2), Dag Dissmann, Jens Frey (je 2), Jannik Lang, Marcel Baier, Tobias Mlynczak (je 1), Sven Achenbach (1/1).




TuS Derschlag – CVJM Oberwiehl 43:29 (20:15).


Die Stimmung hätte bei Florian König und Ralph Weinheimer nach dem Abpfiff einer einseitigen Partie unterschiedlicher kaum sein können. Während der Derschlager Coach einen entspannten Abend auf seiner Bank verlebte und sich bereits auf das Finale am Sonntag freut, herrschte im CVJM-Lager Katerstimmung. „Das war mit Abstand unser schlechtester Auftritt in der Vorbereitung“, urteilte der Oberwiehler Trainer. Sein Team reihte Fehler an Fehler und lud Derschlag zu zahlreichen Gegenstößen ein. Über 9:5 (11.) und 17:9 (22.) bezeichnete es König fast schon als Wunder, dass seine Equipe nach einer zehnminütigen ordentlichen Phase zur Pause nur mit fünf Treffern im Rückstand lag.




Daran wollten die Südkreisler nach dem Seitenwechsel zwar anknüpfen, verfielen aber ebenso schnell wieder in die dramatisch hohe Fehlerquote der ersten Hälfte. Über 30:19 (43.) siegte der Favorit auch in der Höhe verdient. „Wir haben über weite Strecken eine gute Partie gemacht, auch wenn wir in der Abwehr ein wenig zu viele Tore zugelassen haben“, wollte Weinheimer aber nicht in Erbsenzählerei verfallen. König hofft dagegen, dass die Klatsche ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit ist: „Das war ein ärgerlicher Abend und wir haben bis kommenden Freitag noch viel Arbeit vor uns.“


Derschlag: Tim Hilger (9/4), Norman Krause (6), Paul Borisch, Ignacio Cabrales (je 5), Carsten Lange, Timo Domian (je 4), Vladislav Veselinov, Fynn Wandschneider, Thorben Schneider (je 3), Martin Ritter (1).


Oberwiehl: Bastian Schneider (6/1), Mirco Gröbner (5), Luca Schrabe (4), Joshua Grabeck, Jannes Pulla, Daniel Rischikov (je 3), Jan Sonka (2), Johannes Schneevogt (2/1), Sebastian Deilmann (1).