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Neues Samtpfotenrevier an der Koppelweide

js; 27. Apr 2014, 16:10 Uhr
Bilder: Jessica Schöler --- Das 20.000 € teure Außengehege konnte dank Materialspenden und ehrenamtlicher Bauhelfer errichtet werden. Der Tierschutzverein-Vorsitzende Horst Giesen (links) verlas den Richtspruch.
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Neues Samtpfotenrevier an der Koppelweide

js; 27. Apr 2014, 16:10 Uhr
Wiehl – Beim Frühlingsfest im Tierheim Koppelweide wurde heute ein Katzen-Außengehege eröffnet – Das 40 Quadratmeter große Areal bietet Platz für bis zu 20 freiheitsliebende Vierbeiner.
Im Tierheim Koppelweide feierte man heute nicht nur das alljährliche Frühlingsfest, sondern auch das Richtfest des neuen Außengeheges für Katzen. Im Bereich der ehemaligen Pferdeställe ist ein 40 Quadratmeter großer Metallkäfig mit Kletter- und Spielmöglichkeiten entstanden. „Wir haben das Gehege mit Bäumen und Steigen artgerecht eingerichtet. Die Stühle sind nicht für die Katzen, sondern für unsere Mitarbeiterinnen. Die Zuwendung wird hier ganz groß geschrieben“, beschreibt Horst Giesen, Vorsitzender des Tierschutzvereins Oberberg. Materialspenden und der Aufbau durch ehrenamtliche Helfer haben die Umsetzung des 20.000 € teuren Projekts ermöglicht.


[Das neue Gehege beherbergt bereits einige Katzen, die sich heute aber lieber in den angeschlossenen Innenbereich verzogen. ]


Das entstandene, zweigeteilte Areal soll nun von rund 20 Katzen bevölkert werden. Vor allem Freigänger und wildere Tiere sollen vom Endergebnis profitieren. In zwei Gruppen sollen sie den Auslauf bekommen, der ihnen im bereits bestehenden Innenbereich verwehrt bleibt.



Rund 100 Katzen sind derzeit im Dachgeschoss des Tierheims untergebracht. Für Stubentiger kein Problem, für freiheitsliebendere Tiere allerdings schon. Das neue Gehege stellt die passende Lösung dar. Sollte das Thermometer im Winter nicht unter den Gefrierpunkt fallen, können die Katzen ganzjährig draußen bleiben. Ein angeschlossener Innenbereich in einer ehemaligen Pferdebox dient als Rückzugsort. „Wir hoffen auf ein gutes Fellwachstum und einen milden Winter. Sollte der Winter extremer als im vergangenen Jahr ausfallen, kommen sie wieder nach oben“, so Giesen.


[Rund 100 Katzen leben derzeit im Dachgeschoss des Tierheims.]


Obwohl der entstandene Außenbereich genügend Auslauf bietet, hat das Tierheim mit Problemfällen zu kämpfen. Verwilderte Katzen werden nach der Annahme kastriert, gechipt und tierärztlich behandelt, können sich aber oft nicht an die neue Situation gewöhnen und somit nicht weitervermittelt werden. Deshalb sucht man nach Möglichkeiten, um ihnen die ersehnte Freiheit zurückzugeben. Auf Bauernhöfen und in ländlichen Bereichen könnten sie Zuflucht finden. Die Tiere sollen dort nicht im Haushalt leben, sondern völligen Freigang haben. „Es ist immer schwierig, neue Bauernhöfe dazuzugewinnen. Oft haben sie selber schon mehrere Katzen. Wir hoffen aber dennoch auf gute Zusammenarbeit“, erklärt Giesen.


Interessierte können sich mit Barbara Dill, Tel.: 02262/ 93 531 in Verbindung setzten.

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