Bilder: privat --- Seine Teamkameraden freuten sich mit dem neuen Hallenmeister im Dreisprung Marvin Riss (Mitte).
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Marvin Riss wird Hallenmeister im Dreisprung
Oberberg - Zum Abschluss der Hallensaison fanden in Düsseldorf die Landesmeisterschaften der Jugend U16 statt - Felix Hensel (VfL) Vizemeister über 60 Meter Hürden - Zwei Medaillen für Moritz Lohmann (TVH).
Etliche Nachwuchsleichtathleten vom VfL Engelskirchen hatten sich für diese Titelkämpfe qualifiziert. Insbesondere Thomas Stephan (M15) hatte sich im Vorfeld gute Chancen ausgerechnet, insbesondere im Dreisprung. Dort war er die Nummer eins der Meldeliste mit 11,21 Meter. Jedoch erkrankte Stephan und konnte in Düsseldorf nicht starten, womit auch die hoch gehandelte 4x200-Meter-Staffel des VfL Engelskirchen ausfiel.In die Bresche sprang allerdings im Dreisprung Trainingskamerad Marvin Riss (M15). Gleich im ersten Versuch verbesserte Riss seine Freiluftbestleistung um einen Meter und schockte die Konkurrenz mit 10,97 Meter. Keiner kam mehr an die Weite heran und Riss wurde erstmals Landesmeister. Felix Hensel (M14) tat es ihm fast gleich. Nach Platz zwei im Vorlauf über 60 Meter Hürden in 9,65 Sekunden konnte er sich im Endlauf noch einmal steigern und wurde in 9,53 Sekunden Landesvizemeister.
Nicht ganz zufrieden war Felix Hensel mit seinen Leistungen über 60 Meter mit 8,03 Sekunden und über 800 Meter mit 2:22,74 Sekunden, denn er kam nicht ganz an seine Vorleistungen heran und wurde hier jeweils Sieber. Verbessert zeigte sich Fynn Komp (M15) über 60 Meter. Er verbesserte seine persönliche Bestzeit (PB) von 8,30 auf 8,22 Sekunden, schied aber im Vorlauf aus. Die vierte Starterin des VfL Engelskirchen, Hannah Kaufmann (W14), verpennte ein wenig den Start zu ihrem 800 Meter-Lauf und wurde am Ende zwar mit neuer PB von 2:33,62 Minuten Achte, hatte sich aber ein besseres Ergebnis erhofft.
Moritz Lohmann (Bild) vom TV Herkenrath ging als drittbester deutscher Hürdenläufer des vergangenen Jahres in seinem Jahrgang als klarer Favorit in das 60Meter Hürdenrennen, machte es aber etwas spannend: Im Vorlauf blieb der 15-Jährige an der letzten Hürde mit dem Nachziehbein hängen und wäre beinahe gestürzt, rettte sich aber noch als insgesamt Zweitbester in das Finale. Dort wurden gleich zwei seiner Konkurrenten auf einmal wegen Fehlstarts disqulifiziert. Entsprechend verunsichert, startete er sehr vorsichtig und lag zunächst wie so oft zurück, holte dann aber mit jeder Hürde auf und holte sich schließlich in 8,80 Sekunden doch recht sicher die Goldmedaille.
Etwas müde war er im Finale. Auch deshalb, weil er kurz zuvor noch am Weitsprungfinale teilnahm. Schon im ersten Versuch konnte er mit 5,92 Meter einen neue Bestleistung aufstellen und die nächten drei Versuche waren ähnlich stark - zwei davon aber leicht übergetreten. Auf die letzen beiden Finalversuche musste er dann wegen des gleichzeitigen Hürdenfinals verzichten, trotzdem reichte es damit zur Bronzemedaille. Lea Radermacher kam erst am Abend zuvor von einer Skifreizeit zurück, konnte aber nichtsdestotrotz einen guten neunten Platz im 800 Meter-Finale belegen.
