Bilder: Michael Kleinjung.
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Nümbrecht feiert Derbysieg
Oberberg - Oberwiehl vergisst im Südkreisderby den Kampf anzunehmen - Gelpetal und Marienheide kassieren zu Hause deutliche Klatschen - Bergneustadt präsentiert sich unterirdisch.
SSV Nümbrecht II CVJM Oberwiehl II 31:27 (13:11).
Da, wo das Derby endlich zum Derby wurde, haben wir aufgehört zu kämpfen, lautete das Fazit von CVJM Co-Trainer Stefan Tetzner nach der Niederlage im Südkreisduell in Nümbrecht. SSV-Spielertrainer Patrick Seebaum freute sich derweil über einen geilen Derbysieg. Im ersten Durchgang führte sein Team durchgängig, ließ sich nach dem Seitenwechsel aber von der Einwechslung von Timo Pötzsch im CVJM-Gehäuse kurzzeitig aus dem Konzept bringen. Aus der knappen Pausenführung wurde plötzlich ein 19:20-Rückstand (44.). Die Gäste stellten nun allerdings jegliches Kämpfen und Spielen ein, so dass Nümbrecht ein 7:0-Run zum 26:20 (52.) gelang. Das haben wir dann souverän nach Hause gebracht, so Seebaum, der Markus Bitzer und Manuel Seinsche die Bestnoten ausstellte. Tetzner wollte das Spiel dagegen schnell abhaken: Das war von beiden Teams eine schwache Leistung, aber wir haben verdient verloren. Wir müssen in den kommenden Wochen vor allem an unserer Defensive arbeiten.
Tore SSV Nümbrecht: Marcus Schwemke (8/1), Markus Bitzer (7), Gunnar Jürges (6), Patrick Seebaum (5), Stephan Bitzer (3), Tobias Menger (1), Ole Ullenboom (1).
Tore CVJM Oberwiehl: Robin Ziegler (6/4), Christopher Suhr (4), Bastian Schneider (4/1), Marco Dabringhausen (3), Jens Frey (3), Arthur Gartung (2), Jens Barf (2), Fabian Schneider (1), Maurice Heuser (1), Jan Sonka (1).
HSG Marienheide/Müllenbach II TuS 82 Opladen II 20:41 (6:18).
Nur die Hacken ihrer Gegenspieler sahen meist die Akteure der HSG Marienheide/ Müllenbach. Opladen hat gefühlt die Hälfte aller Tore nur über Gegenstöße erzielt, musste HSG-Teamchef Heinz Jürgen Walter neidlos die Überlegenheit des Aufstiegsaspiranten anerkennen, wir hatten nie auch nur den Hauch einer Chance. Die Gäste waren nicht nur schneller als die HSG, sondern auch physisch klar überlegen. Bereits beim 2:10 deutete sich die hohe Niederlage an. Nach der Pause gelang es den Gastgebern aber immerhin auch selbst noch einige Tore zu erzielen. Das war kein Gegner auf unserem Niveau. Wir konzentrieren uns jetzt vollkommen auf das wichtige Spiel gegen Rath-Heumar, hakte Walter die Niederlage schnell ab.
Tore Marienheide/Müllenbach: Thilo Rein (6/1), Danny Küsters (4), Christian Peters (4/1), Marco Krause (3), Norman Krause (1), Lucas Röhrig (1), Maximilian Sachse (1/1).
TV Gelpetal TV Jahn Köln-Wahn 24:40 (11:18).
Nichts zu holen gab es für den TV Gelpetal gegen den Aufstiegsfavoriten aus Köln-Wahn. Auch in der Höhe verlor die Mannschaft von Jochen Fanger und Stefan Tsolakidis völlig zu Recht. Wir hatten uns viel vorgenommen, aber es auch mal wieder versäumt einen ordentlichen Start in die Partie hinzulegen, resümierte Tsolakidis die Anfangsminuten bis zum 2:6. Bis zum 8:11 gelang es seinem Team das Spiel noch offen zu halten, danach durften die spielfreudigen Gäste schalten und walten wie sie wollten. Mitte der zweiten Hälfte ging den ersatzgeschwächten Gastgeber dann auch die Luft aus, so dass die Kölner einen deutlichen Sieg einfahren konnten. Nach der Partie war das Trainertandem aber um zwei Erkenntnisse reicher. Wir hatten gerade in der Offensive durchaus mehrere gute Passagen und mussten uns nicht verstecken. Allerdings ist unsere Defensive derzeit die größte Baustelle, die wir zu schließen haben, so Tsolakidis abschließend.
Tore TV Gelpetal: André Heinrich (7/2), Rene Nitschmann (6/1), Oliver Tichi (3), David Raasch (2), Andreas Becker (2), Ben Sommer (2), Andreas Granzin (1), Nico Helle (1).
HSV Frechen - TV Bergneustadt 27:22 (11:9).
Den Mantel des Schweigens hätte TVB-Coach Ralph Weinheimer am liebsten über den Auftritt seiner Mannschaft gehüllt. Das war eine einzige Katastrophe und gegen eine biedere Frechener Mannschaft unsere mit Abstand schlechteste Saisonleistung, nahm er dann aber doch kein Blatt vor den Mund. Bergneustadt spielte ohne jegliche Durchschlagskraft, entwickelte nie Tempo und erlaubte sich auch viel zu viele Fehler. Die Körpersprache und Disziplin haben mir gar nicht gefallen. Mit so vielen Fehlern gewinnt man gegen keine Damenmannschaft, zürnte der Coach weiter. Dennoch lag der TVB bis sieben Minuten vor Ende nur mit zwei Treffern im Hintertreffen, doch nach einer Roten Karte gegen Christian Schneider schaukelte Frechen den Sieg nach Hause. Aus seiner Generalkritik nahm Weinheimer nur Marcel Neese heraus.
Tore TV Bergneustadt: Holger Magdzack (7/3), Thorben Schneider (4), Manuel Jäger (3), Marcel Neese (3), Nils Welke (2), Christian Schneider (2), Tristan Lange (1).
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