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Feuriges Jubiläum am alten Schmiedehammer

mg; 6. Aug 2016, 10:43 Uhr
Bilder: Michael Gauger  --- Interessiert lauschten die Besucher den ausführlichen Erklärungen rund um die Stahlbearbeitung.
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Feuriges Jubiläum am alten Schmiedehammer

mg; 6. Aug 2016, 10:43 Uhr
Engelskirchen - Die Nacht der Schmiedefeuer lockte viele Besucher an die historischen Schmiedestätten – Rahmenprogramm und spektakuläre Feuershow anlässlich des 200-jährigen Jubiläums am Oelchenshammer.
Von Michael Gauger

Gestern Abend fand erneut an den drei bekannten Schmiedehämmern die beliebte Nacht der Schmiedefeuer statt. Neben dem Freudenthaler Sensenhammer in Leverkusen–Schlebusch nahmen erneut der Stellershammer im Leppetal - heute im Besitz des Edelstahlwerks Chr. Höver & Sohn - sowie der Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums Kraftwerk Ermen und Engels in Engelskirchen, teil. 

[Die achtjährige Liv präsentierte stolz ihre Erzeugnisse des Tages.]

Neben dem alten Stellershammer konnte auch die heutige, laufende Produktion bei der Firma Höver an zwei Stellen besichtigt werden. Eine Bustour verband alle drei Schauplätze der Veranstaltung. Mit Beginn der Dämmerung war es eine besondere Atmosphäre, die die Gäste erlebten. Glühendes Schmiedeeisen und sprühende Funken bei der Bearbeitung in der Dunkelheit begeisterten die Großen und ließen die erstaunten Kinderaugen glänzen. Dazu gesellte sich das dumpfe Schlagen des großen Reckhammers im Hauptgebäude. Viele schauten den Schmieden und Helfern bei der Bearbeitung des glühenden Stahls direkt über die Schulter oder lauschten den interessanten Ausführungen, die die Geschichte der anstrengenden Arbeit vor Ort erzählten. Auf diese Weise erhielt man einen kleinen Einblick über das einst in der Region angesiedelte Eisen- und Stahlgewerbe.



Seit dem Vormittag bereits hatten einige Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren, entsprechend mit Lederschürze ausgestattet, in einem Workshop den Umgang mit Hammer und Amboss gelernt.

[Heißes Schmiedeeisen und reichlich Funkenflug begeisterte die Besucher, die sich zumeist beim Zuschauen die Ohren zuhielten.]

Ein weiteres spannendes Kapitel schlugen das Bergische Naturmobil und die Biologische Station Oberberg auf. Zum einen hatte man die Möglichkeit, mittels Mikroskop die artenreiche Tierwelt auf den Wiesen, im Wasser oder am Wald zu entdecken, zum anderen konnte man mit Manuela Thomas auf die Suche nach Fledermäusen gehen, die sich vor Ort angesiedelt hatten. Ausgerüstet mit speziellen Detektoren, Lampen und viel Geduld wartete man auf die kleinen Tiere, die an diesem Abend aber so keine rechte Lust hatten.  

200 Jahre steht bereits das Haupthaus, sowie das angrenzende Wohnhaus des mit Wasserkraft betriebenen Schmiedehammers. Grund genug, anlässlich dieses Jubiläums den Zuschauern zum Abschluss des Abends erneut eine Feuershow zu präsentieren. Mit Einbruch der Dunkelheit präsentierten Tobias Grün und Michael Held von „Chapeau Bas“ eine tempogeladene Fackeljonglage nebst einer besonderen LED-Lichtshow, für die sie großen Applaus ernteten.