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'Die Bahntrasse muss erhalten bleiben'

ls; 25. Jun 2009, 12:07 Uhr
Bild: Leif Schmittgen --- Ulrich Stücker (von links), Frank Helmenstein, Ewald Baumhoer, Klaus Risken und Gerhard Halbe stellten heute die Pläne für einen möglichen Radweg von Dieringhausen nach Bergneustadt vor.
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'Die Bahntrasse muss erhalten bleiben'

ls; 25. Jun 2009, 12:07 Uhr
Gummersbach/Bergneustadt - Die Städte Gummersbach und Bergneustadt planen, 2011 sich an dem Landesförderprogramm „Alleenradwege“ zu beteiligen. Die kalkulierten Kosten zum Kauf der Bahntrasse zwischen Dieringhausen und Bergneustadt betragen insgesamt 887.000 €.
Von Leif Schmittgen

“Die Bahntrasse muss bleiben“, machte Bergneustadts Bürgermeister Gerhard Halbe bei einem heutigen Pressegespräch unmussverständlich klar. Sein Gummersbacher Amtskollege Frank Helmenstein nickte zustimmend. Plan der der beiden Kommunen ist es, die stillgelegte Bahntrasse zwischen Dieringhausen und Bergneustadt spätestens im Jahr 2011 zu erwerben. Der Plan ist nun konkret geworden, weil die Trasse bis Ende 2011 durch die Bahnentwicklungsgesellschaft angeboten wird. Diese räumt den Kommunen ein Vorkaufsrecht ein.

Danach gehen bundesweit alle nicht mehr betriebenen  Strecken an die DB-Immobiliengesellschaft über, die an den Meistbietenden verkaufen wird. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass man keinen Flickenteppich haben wolle, sondern vielmehr eine attraktive Anbindung an den Großraum Köln und nach Westfalen schaffen will. Die Planungsamtsleiter beider Kommunen, Klaus Risken (GM) und Ewald Baumhoer, stellten zusammen mmit dem Beigeordneten Ulrich Stücker, die geplante Wegführung heute vor.

Start ist am Dieringhausener Bahnhof entlang der Agger, ehe es weg von der Trasse durch das Dorf Remmelsohl weiter in Richtung Niederseßmar geht. Von dort aus weiter nach Derschlag, wo man erneut den Damm verlässt und einige hundert Meter an der bereits gut ausgebauten B 55 entlang fährt. In diesem Bereich wird die Firma AS Creation ihr Firmengelände erweitern, was bereits mit den Kommunen abgestimmt ist. Der Rest des insgesamt 16,2 Kilometer langen Weges  führt dann bis zur Stadtgrenze Bergneustadts bis nach Drolshagen, wo bereits ein Radwegenetz bis zur Bigge- und Listertalsperre besteht. Von Dieringhausen aus, sei man durch die Bahnanbindung schnell am Rhein.

Ein erster Antrag, dass man an dem Förderprogramm interessiert sei, wird bis Ende des Monats beim Land eingehen. Immerhin würden 75 % der Kosten, 317.000 € für Gummersbach und 570.000 € für Bergneustadt vom Land übernommen. Ist man in das Programm aufgenommen, soll im kommenden Jahr ein konkreter Antrag von beiden Bauämtern erfolgen und dann 2011 mit dem Bau der etwa drei Meter breiten Trasse, die auch für Inlineskater und Fußgänger nutzbar sein soll, begonnen werden.