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Das Dach der Drabenderhöher Vereine wird 100 Jahre jung

ch; 15. Jun 2009, 02:26 Uhr
Bilder: Christian Herse, Martina Hoffmann --- Bodo Löttgen (v.l.) feierte mit Rolf Philipps, Adda Grün, Werner Becker-Blonigen und Hans-Otto Gries das 100-jährige Bestehen des BV 09 Drabenderhöhe.
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Das Dach der Drabenderhöher Vereine wird 100 Jahre jung

ch; 15. Jun 2009, 02:26 Uhr
Wiehl – Als die perfekte Integrationsmöglichkeit und Bezugspunkt für viele Menschen feierten Gratulanten und Freunde den BV 09 Drabenderhöhe bei seinem Festakt.
Wie lange dauert es, bis man in Drabenderhöhe integriert ist? „Anschauen, reinkommen und mitmachen – da war ich dabei“, antwortet der Ehrenvorsitzende Rolf Philipps,  dessen BV 09 Drabenderhöhe in diesen Tagen sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Und was 1971 bei ihm klappte, gelang zuletzt auch bei Fußballtrainer Volker Hoffmann, den die Männer auf der Höhe vom Siegerländer zum Oberberger machten, nahezu reibungslos. „Viele Menschen haben über den BV 09, damals noch FC Stern, den Bogen spannen und sich hier einleben können“, weiß Bürgermeister Werner Becker-Blonigen zur Feierstunde zu berichten. So gesehen war der Verein nicht nur die Keimzelle des Sports im „Dreiländereck“, sondern bildet zudem das Dach für alle Vereine in Drabenderhöhe.

[Der BV 09 ist für Vorsitzende Adda Grün 100 Jahre gelebte Geschichte.]

„Hier wird die Zusammenarbeit noch groß geschrieben. Jeder hilft mit, wo er kann und oftmals wird dies durch den BV 09 gemanagt“, so Becker-Blonigen. Mit seinen 1.000 Mitgliedern in elf Abteilungen gehört der "Jubilar" zu den stärksten Vertretern im Kreissportbund Oberberg, dessen Vorsitzender Bodo Löttgen selbst seit dem Jahr 1979 aktiv auf der Höhe Sport getrieben hat: „Die Angebote hier sind unabhängig von Alter oder Abstammung, Behinderung oder Handicap. Jeder wird mit offenen Armen empfangen.“ Einzigartig ist mit Sicherheit auch die Freundschaft zu den Nachbarn: Dadurch, dass sich der BV 09 das größte Geburtstagsgeschenk mit dem neuen Kunstrasenplatz selbst machte, mussten die Fußballer auf Nachbarplätze in Much und Marialinden ausweichen. Was für andere ein rotes Tuch darstelle, sei hier eine Selbstverständlichkeit, lobte Löttgen.

Nur so sei es auch möglich gewesen, überhaupt die 100 Jahre trotz zahlreicher Schwierigkeiten durchzustehen. „Beim Blättern durch die Chronik habe ich festgestellt, dass schon damals das liebe Geld klamm war, wenn ich mir anschaue, wie die Spieler an ihren ersten Trikotsatz gekommen sind“, erinnert sich Becker-Blonigen. Durchhaltevermögen und Flexibilität haben die Vereinsarbeit geprägt, wie auch der stellvertretende Landrat Hans-Otto Gries bemerkt: „Jeder hier hat sich ständig eingesetzt, um den Fortbestand zu sichern. Deswegen finden wir auch heute maßgeschneiderte Sportangebote, die nicht nur effektiv sind, sondern Spaß machen und Generationen miteinander verbinden.“ 100 Jahre gelebte und bewegte Geschichte, wie es die Vereinsvorsitzende Adda Grün auf den Punkt brachte.