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Trotz Rettung von Letsbuyit.com zweifeln Experten am Erfolg von Co-Shopping

ots; 25. Feb 2001, 10:31 Uhr
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Trotz Rettung von Letsbuyit.com zweifeln Experten am Erfolg von Co-Shopping

ots; 25. Feb 2001, 10:31 Uhr
(ots/25.2.2001-10:20) München - Nach der zumindest vorläufigen Rettung des Co-Shopping-Anbieters Letsbuyit.com mehren sich Zweifel, ob das neue Geschäftsmodell überhaupt eine Chance hat.
Analysten sehen es kritisch, ob die Anbieter binnen kurzer Zeit genügend Teilnehmer für

den gemeinsamen Einkauf im Internet finden, so dass sich interessante Konditionen aushandeln lassen. Das ergab eine Umfrage des führenden

deutschen Marketing-Magazins w&v - werben und verkaufen unter Branchenfachleuten.



"Es ist sehr schwer abzuschätzen, ob ein Unternehmen wie Letsbuyit.com jemals Geld verdienen wird", sagte der Aktienhändler

Thomas Randel vom Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt in der aktuellen Ausgabe von w&v. Das Co-Shopping sei generell nicht

lukrativ, lautet sein Urteil. Abigail Leland, Analystin bei Forrester Research in Amsterdam, sieht große, möglicherweise zu große Hürden

für einen dauerhaften Erfolg. "Es wird dauern, bis die erforderliche kritische Masse an Kunden erreicht sein wird, die nötig ist, um wirklich günstige Konditionen bei den Lieferanten zu erreichen."



Durch die Krise von Letsbuyit.com erlitt die ganze Branche beträchtlichen Schaden. "Es ist unglaublich, wie die mit Kunden und Partnern umgehen", sagte der Deutschland-Geschäftsführer des norwegischen Konkurrenten Coshopper, Marc Schlett. "Die ziehen die ganze Branche in Misskredit." Kein Wunder, dass sich die

Investment-Banken nur wenig um die Co-Shopping-Unternehmen kümmern. "Das decken wir nicht ab" oder "das ist ein zu kleiner Bereich" heißt

es unisono bei renommierten Häusern wie Merck Finck & Co aus Frankfurt, der Bankgesellschaft Berlin oder dem Frankfurter Bankhaus Sal.Oppenheim.



(ots Originaltext: w&v werben und verkaufen

Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de)

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