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Reitanlage Tesch: Jetzt ist auch Hübender im Spiel

lo; 20. Sep 2008, 00:00 Uhr
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Reitanlage Tesch: Jetzt ist auch Hübender im Spiel

lo; 20. Sep 2008, 00:00 Uhr
(lo/5.9.2008-13:15) Wiehl/Nümbrecht - Ursprünglich wollte Siegward Tesch in Bierenbachtal eine Reitanlage bauen, nun existiert eine Alternativplanung direkt vor seiner Haustür.
Überraschung im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Wiehl: Der Unternehmer Siegward Tesch, dessen geplante Reitanlage in Nümbrecht-Bierenbachtal für massive Bürgerproteste gesorgt hatte (OA berichtete), möchte das Vorhaben offenbar vor seiner Haustür in Hübender umsetzen. Lothar Bruns von der Ingenieurfirma Equus Design, die sich auf die Konzeption von Reitanlagen spezialisiert hat, stellte die Pläne für „einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Pensionspferdehaltung“ im Außenbereich der Ortschaft, unmittelbar angrenzend an das Wohngrundstück des Investors, vor. Die Mitglieder des Ausschusses für Planung und Umwelt hatten aus planungsrechtlicher Sicht keine Bedenken. Die Bau-Voranfrage gab Bruns gestern schon einmal ab.

Der Hof soll mit 34 Pferdeboxen, einer 20x60 Meter große Reithalle (Firsthöhe: 7,20 Meter) sowie eine gleich dimensionierte Außenanlage ausgestattet werden. Zudem gibt es eine Futter- und Strohlagerhalle und ein Gebäude für Büros, Diensträume und einem Appartement. „Wir haben darauf Wert gelegt, dass wir mit hofähnlichen Strukturen planen. Die Anlage hat keinen industriellen Charakter, sondern schmiegt sich in die Landschaft ein“, so Bruns. Zum Ponyhof in Hübender wolle man keinesfalls in Konkurrenz treten. „Die Klientel sind ambitionierte Spring- und Dressurreiter“, betonte Bruns. Bedenken bezüglich einer möglichen Geruchsbelästigung gebe es laut Bruns nicht. Einerseits liege die Hauptwindrichtung entgegengesetzt zum Dorf, andererseits werde der Pferdemist in einem geschlossenen Container gesammelt.

Im Nümbrechter Rathaus geht man davon aus, dass die Pläne für Bierenbachtal noch nicht vom Tisch sind. Das Thema wird Ende Oktober im Bau- und Planungsausschuss auf die Tagesordnung kommen. „Bis dahin werde ich versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten und darum zu kämpfen, dass es eine politische Mehrheit dafür gibt“, sagte Bürgermeister Bernd Hombach. Er habe Verständnis für Tesch, dass er sich Alternativen offen hält, „weil es in Nümbrecht intensive Kräfte gibt, die sich gegen einen solchen Betrieb wehren.“

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