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HB: Florian Lammering dritter Abgang beim VfL Gummersbach

pn; 21. Apr 2008, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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HB: Florian Lammering dritter Abgang beim VfL Gummersbach

pn; 21. Apr 2008, 00:00 Uhr
(pn/4.4.2008-15:05) Gummersbach – Nach Jan-Lars Gaubatz und Frederic Burmeister wagt der nächste Nachwuchsakteur den Sprung in eine höhere Liga. Lammering kehrt nach Nordhorn zurück.
[Florian Lammering wechselt zurück in seine Heimat.]

„Nordhorn hat Florian eine Perspektive geboten, bei der wir noch nicht mithalten können“, zeigt Akademieleiter Axel Renner Verständnis für den Wechsel seines Akteurs. Lammering wird beim Bundesligisten eine Zivildienststelle erhalten, und neben dem Training bei der Bundesligamannschaft gleichzeitig mit ein Zweitspielrecht in der zweiten Mannschaft der HSG in der Regionalliga ausgestattet. „Bis auch wir diese Perspektive bieten können, dauert es noch zwei Jahre“, so Renner, der keinen Druck verspürt, direkt in die Regionalliga aufzusteigen zu müssen: „Die Zielstellung, dass wir auf schnellstem Weg nach oben müssten, wird nur von Außen hereininterpretiert.“

[Jan-Lars Gaubatz wechselt bekanntlich nach Friesenheim.]

Als er das Projekt Handballakademie in Gummersbach angefangen habe, so Renner weiter, habe die Zielsetzung schließlich noch gelautet, je einen Aufstieg in zwei Jahren zu realisieren. Daher liege man mehr als nur im Soll, wenn man jetzt nach zwei Spielzeiten bereits zwei mal den Aufstieg geschafft habe. Bis der VfL selbst den Aufstieg in Deutschlands dritthöchste Klasse geschafft hat, will man indes keinem Spieler Steine in den Weg legen: „Warum sollten wir unseren Jungs den Weg nach oben versauen?“ Vielmehr ist Renner stolz, dass seine Schützlinge den Sprung in den Profibereich schaffen: „Sie verlassen ja nicht den Leistungssport, sondern entwickeln sich weiter. Das sind würdige Absolventen unserer Akademie, wenn sie es in die Bundesliga schaffen.“

Lammering jedenfalls hätte es in Nordhorn kaum besser treffen können. „Das Optimum wäre ein Bundesligavertrag mit Zweitspielrecht in der zweiten Liga“, so Renner weiter. Da sei sein Linksaußen mit erster und dritter Liga schon sehr nah dran. Möglicherweise war es aber auch ein wenig die allgemeine Perspektive in Gummersbach, die den ehemaligen DHB-Auswahlspieler zur Rückkehr in seine Heimat bewegt hat. Schließlich wurde ihm in dieser Saison meist Robin Teppich auf Linksaußen vorgezogen.

[Von Frederic Burmeisters Wechsel nach Schalksmühle zeigte sich das Trainerteam in Gummersbach hingegen überrascht.]

Derweil äußerte sich Renner auch zur personellen Situation für die neue Saison. Unter Umständen wird noch ein weiterer Akteur die VfL-Reserve verlassen. Neuzugänge wird es dagegen erneut nur aus dem eigenen Jugendbereich geben. Hier werden fünf Spieler zur Mannschaft hinzustoßen. Renner freut sich daher auf ein ruhiges Jahr: „Endlich werden wir einmal nicht krampfhaft in die Favoritenrolle gedrängt.“ Vielmehr sieht er sich kommende Saison im Mittelfeld: „Wir werden weder um den Auf- noch gegen den Abstieg spielen.“ Indes erwartet er gerade von einigen oberbergischen Eigengewächsen, dass sie nun den Durchbruch schaffen werden: „Vor der Oberliga muss uns auf keinen Fall bange sein.“

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