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FH und GTC wollen Unternehmen der Region fit für's Internet machen

om; 22. Jan 2001, 21:55 Uhr
Oberberg Aktuell
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FH und GTC wollen Unternehmen der Region fit für's Internet machen

om; 22. Jan 2001, 21:55 Uhr
(om/22.1.2001-21:30) Gummersbach - Ohne Internet und Neue Medien kommt keiner mehr aus, darum nennt sich nennt sich ein neues Kooperationsprojekt der Fachhochschule (FH) und des Gründer- und TechnologieCentrums (GTC) "Kontaktpunkt Medien@Commerce".

[Bild: Mengedoht --- Ihre neue Seminarreihe erläuterten (v.l.n.r.) Prof. Peter Göttel, Prof. Kristian Fischer, GTC-Geschäftsführer Stefan Heeke und KSK-Direktor Helmut Lux.]



Gemeinsam präsentieren die beiden Partner ein Seminarangebot, das die Unternehmen in der Region in Sachen Neue Medien und Internet fit machen soll, erklärte GTC-Geschäftsführer Stefan Heeke im Windhagener GTC. "Der Kontaktpunkt ist ein Weiterbildungsangebot für aktuelle Themen im Bereich Internet." Die FH will für die inhaltliche Gestaltung sorgen, das GTC kümmert sich um Management und Kontakte zur Wirtschaft. "Da zahlt es sich aus, dass sich die FH mit ihrem Fachbereich Informatik zu eine der wichtigsten und innovativsten in der Republik entwickelt hat", urteilt Heeke.



Den regionalen Unternehmen sollten so Wettbewerbsvorteile verschafft werden, erläuterte Heeke. "Wir glauben, mit den referierenden Professoren einen Qualitätsstandard gefunden zu haben, der in Oberberg seinesgleichen sucht." Ohne die Kreissparkasse Köln (KSK) sei die Seminarreihe aber nicht in der Form zustande gekommen, so Heeke, denn diese beteilige sich finanziell, so dass die Teilnahmegebühren auf einem niedrigen Niveau gehalten werden konnten. Der Einführuingspreis von 500 bis 600 Mark pro Seminartag sei deutlich günstiger, als die freie Wirtschaft ihn anbieten könne.



Wie kann die Wirtschaft die neuen Medien nutzen?



Prof. Kristian Fischer, der den Medien-Lehrstuhl an der FH innehat, der ebenfalls von der KSK gesponsert wurde, erklärte, dass es um die Frage gehe, wie man in der Wirtschaft die neuen Medien nutzen kann. "Das reicht vom 'Brot-und-Butter'-Internetauftritt bis hin zum richtigen E-Commerce." Die Schulungen seien nicht produktbezogen, vielmehr sollten sie die Teilnehmer in die Lage versetzen, zukünftige Entwicklungen selbst bewerten zu können. Zudem solle der Kontaktpunkt, daher auch der Name, Menschen aus der Wirtschaft und von der FH zusammenbringen. In den drei zunächst vorgesehenen Seminaren sollen Kontakte geknüpft werden, "die hoffentlich weiter reichen".



Entstanden sei die Idee, so der Multimedia-Experte, aus einer intensiven Zusammenarbeit zwischen FH, Industrie- und Handelskammer, der KSK und dem Landrat, die sich alle zwei Monate in einem Beirat träfen, um solche Initiativen zu überlegen. Eventuell werde man später Seminare zu SAP und Sicherheit in Datennetzen anbieten, ergänzte Fischer.



"Wir fördern nicht erst seit kurzem neue Technologien", erklärte Helmut Lux, bei der KSK Direktor für Unternehmens- und Technologieförderung. Er glaube fest, dass sich der Markt der neuen Medien setze und dann eine enorme Anzahl an Arbeitsplätzen entstehen würden. "Es geht also nicht nur ums Geld oder Sponsoring, es steckt mehr dahinter."



Bei Entwicklung von Internet-Präsenzen nicht alle Fäden aus der Hand geben



Auch Informatik-Dekan Prof. Peter Göttel war überzeugt, "dass wir eine schlagkräftige Truppe haben und uns dadurch gegen Konkurrenzangebote behaupten können". 5.000 potentielle Unternehmen gebe es im Kreis, für die die Seminarreihe interessant sei, auf die werde das GTC nun zutreten. Die Teilnehmerzahl ist allerdings auf 20 beschränkt.



Je drei Tage dauern die drei Seminare zu den Themen HTML, XML und JAVA/JACASCRIPT sowie Datenbanken, multimediale Anwendungen sowie Projektmagnagement und -leitung. Vormittags erfolgt ein theoretischer Teil im Schulungsraum des GTC, nachmittags die Praxis in der FH. Dabei ist den Machern klar, dass in den insgesamt neun Tagen keiner ohne Vorkenntnisse Programmiersprachen wie HTML oder JAVA komplett lernen und beherrschen könne, doch gehe es vor allem darum, gewisse Grundkenntnisse zu vermitteln. Diese sollen den Entscheidungsträgern in Firmen helfen, bei der Entwicklung von Internet-Präsenzen mit externen Firmen nicht alle Fäden aus der Hand zu geben - sie sollen zumindest wissen, worum es geht, was machbar ist und was nicht. Heeke: "Die Terminologie von Provider und Unternehmen ist schließlich eine ganz unterschiedliche."

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