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HB-Verbandsliga: Phillip Winkler wirft Nümbrecht zum Sieg - CVJM und Heier verlieren deutlich

pn; 27. Mar 2008, 14:54 Uhr
Oberberg Aktuell
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HB-Verbandsliga: Phillip Winkler wirft Nümbrecht zum Sieg - CVJM und Heier verlieren deutlich

pn; 27. Mar 2008, 14:54 Uhr
(pn/20.1.2008-12:45) Oberberg - Der Torhüter des SSV Nümbrecht weckt sein Team in Bardenberg nicht nur mit zahlreichen Paraden, sondern auch mit einem Tor - Oberwiehl in Bonn ohne Chance - Marienheide kassiert unnötige Pleite in Siebengebirge - Gummersbach weiter ungeschlagen.
HSG Siebengebirge-Thomasberg II - SSV Marienheide 31:24 (13:10).

Enttäuscht und auch etwas sauer zeigte sich SSV-Trainer Dirk Heppe nach der äußerst unnötigen Niederlage beim Abstiegskandidaten aus Siebengebirge. „So Spiele gibt es leider manchmal, trotzdem war unser Auftreten im Vergleich zu den Vorwochen unerklärlich“, fand Heppes Team nie die richtige Einstellung. Ganz anders dagegen die Gastgeber, die hochmotiviert in die Partie gingen. Heppe hatte zwar genau vor dieser Situation gewarnt, war damit scheinbar aber auf taube Ohren getroffen. Die Heier führten zwar bis zum 5:5 (15.) ständig, ließen sich in der Folge von der harten Deckung der Hausherren aber den Schneid abkaufen. Siebengebirge bekam zwar insgesamt 13 Zeitstrafen (Marienheide nur drei) gegen sich ausgesprochen, doch selbst diese zahlreichen Überzahlsituationen sorgten nicht für eine oberbergische Überlegenheit: „Sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr haben wir gerade in Überzahl viel zu statisch agiert.“

Die HSG führte daher auch schon zur Pause mit drei Toren. „Uns fehlten die einfachen Treffer. Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten“, so Heppe. Den Start in die zweite Hälfte verschlief der SSV sogar gänzlich. Siebengebirge erhöhte die Führung zügig auf 18:11 (35.) und spielte sich in einen wahren Rausch. Marienheide kam zwar nochmals auf 20:17 (43.) heran, doch knapper sollte der Rückstand nie werden. „Ich hatte in der zweiten Halbzeit nie das Gefühl, dass die Partie noch kippen könnte“, zeigte sich Heppe enttäuscht. Der Sieg des Gegners sei vollkommen in Ordnung gewesen. Sein Team habe ohne Selbstvertrauen und Mumm agierte, während man Siebengebirge angesehen habe, dass sie um den Klassenverbleib kämpften: „Mit dieser Einstellung werden sie auch nicht absteigen.“ Was den Coach jedoch umso mehr ärgerte, ist die Tatsache, dass Marienheide bevorzugt gegen die vermeintlich Kleinen die Punkte liegen lässt: „Auch gegen solche Gegner muss man mit hundert Prozent in die Partie gehen!“

Tore SSV Marienheide: Holger Fischer (7/5), Richard Kramer (4), Marcus Schneider (4/1), Martin Wiertz (3), Tim Schmitz (3), Victor Bogdan (2), Marc Bubenzer (1).


ASV SR Aachen - VfL Gummersbach II 31:36 (15:16).

Während sich die Konkurrenz weiter fröhlich die Punkte stiehlt, marschiert die Reserve des VfL Gummersbach weiter souverän durch die Verbandsliga. Auch das Team aus Aachen erwies sich nicht als Stolperstein, obwohl VfL-Trainer Klaus Westebbe im Hinblick auf das heutige Jugendregionalligaspiel in Lemgo einige Spieler schonte. Der Coach gab allerdings zu, dass gerade die gegnerische Defensive seine Jungs doch vor einige Probleme gestellt habe: „Gegen ihre offensiven 3-2-1 und 3-3-Varianten haben wir uns etwas schwer getan.“ So fanden die jungen Oberberger auch nur schwer ins Spiel und benötigten eine Viertelstunde, ehe man sich auf 10:7 absetzen konnte. Zwar wurde diese Führung auf 15:11 (25.) ausgebaut, wirkliche Sicherheit gab sie allerdings nicht. Den Gastgebern gelang bis zum Pausenpfiff sogar noch der 15:16-Anschlusstreffer.

Frisch aus der Kabine startete der VfL dagegen etwas besser und setzte sich peu à peu wieder ab. Beim 23:28 (45.) sei die Partie dann entschieden gewesen. Die Restviertelstunde spielten die Gäste locker runter, ohne dabei nochmals in Gefahr zu geraten. „Aachen hat eigentlich ganz gut gespielt und uns das Leben wirklich schwer gemacht“, lobte Westebbe die Gastgeber. Am Ende habe sich allerdings die bessere Kondition durchgesetzt. Lobende Worte fand Westebbe derweil auch für die zweite Reihe, die ihre Sachen gut gemacht habe. Überragende Spieler waren derweil Jan Lars Gaubatz und Ole Rahmel, die die Kaiserstädter nie unter Kontrolle bekamen. „Das Zusammenspiel zwischen den Beiden klappte hervorragend“, so Westebbe abschließend.

Tore VfL Gummersbach II: Jan Lars Gaubatz (12/3), Ole Rahmel (9/1), Timo Pasemann (4/1), Florian Lammering (2), Frederic Burmeister (2), Nils Kammer (2), Marcel Mesenhöler (1), Lars Jakubowski (1), Steffen Fischer (1), Marc Multhauf (1), Jonathan Eisenkrätzer (1).


VfL Bardenberg - SSV Nümbrecht 22:30 (12:13).

„Das war die richtige Antwort auf das MTVD-Spiel“, freute sich SSV-Coach Holger Faulenbach über den unerwartet deutlichen Sieg in Bardenberg. Der Trainer hatte mit seinem Team unter der Woche vor allem Videostudium betrieben und die Fehler aus dem Unentschieden gegen die Kölner analysiert. Umso begeisterter zeigte er sich dieses Wochenende: „Wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben uns nicht nur auf unsere individuellen Stärken verlassen.“ Da konnte ihn auch der Ausfall von Alex Winkler nicht schocken, der sich am Donnerstag beim Training noch verletzte: „Wir sind auf allen Positionen gut besetzt und können so etwas verkraften.“ Der SSV startete auch stark und legte schnell zum 4:1 (6.) vor. Nach dem 6:10 (18.) begannen sich die favorisierten Gastgeber allerdings langsam zu fangen und holten den Rückstand bis zur Pause nach und nach auf.

Die zweite Hälfte glich derweil einem offenen Schlagabtausch. Die Führung wechselte ständig hin und her und es blieb lange Zeit offen, welches Team als Sieger vom Platz gehen würde. Nun war es allerdings Phillip Winkler, der sein Team nicht nur mit 16 hochcharätigen Paraden weckte. Nachdem schon einige Gegenstoßpässe beim gegnerischen Torhüter, der bis zu 20 Meter aus seinem Tor herauskam, gelandet waren, erzielte Winkler nun mit einem strammen Wurf das 19:21 (49.). Ein Weckruf, der sitzen sollte. Besonders der bis dahin blasse Kevin Schieferdecker trumpfte nun stark auf und erhöhte die Führung schnell. Bardenberg setzte nun alles auf eine Karte und stellte auf eine offene Deckung um. Der SSV ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und überrannte den Gegner in der Schlussphase. Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung wollte Faulenbach derweil nur Winkler sowie Markus Bitzer hervorheben, der seine starke Leistung mit neun Treffern krönte.

Tore SSV Nümbrecht: Markus Bitzer (9), Kevin Schieferdecker (5), Jens Jürges (4), Mario Jatzke (4), Gunnar Patrick Seebaum (3), Mirko Fohrmann (3), Jürges (1), Phillip Winkler (1).


TSV Bonn rrh. - CVJM Oberwiehl 34:26 (17:13).

Unter denkbar schlechten Voraussetzungen fuhr der CVJM Oberwiehl in die ehemalige Hauptstadt. Nicht nur, dass Mittelmann Nils Hühn ausfiel, auch Ralf Dannenberg und Stefan Ufer waren grippebedingt angeschlagen. „Diese Ausfälle konnten wir im Endeffekt nicht kompensieren“, so CVJM-Coach Rolf Schuster. Dabei waren die Oberwiehler noch gut in die Partie gestartet: „Uns war vor Anpfiff klar, dass jeder 100 Prozent zeigen muss, damit wir in Bonn eine Chancen haben.“ Und mit diesen Worten schien Schuster anfangs auch noch Gehör bei seiner Mannschaft gefunden zu haben, doch nach dem 6:9 (20.) kippte die Partie peu à peu zu Gunsten der Bonner. Gerade die Deckung agierte in den letzten zehn Minuten fahrlässig und erlaubte es dem Gegner immer wieder zu einfachen Toren zu kommen.

In der zweiten Hälfte gesellte sich zur schlechten Defensivleistung außerdem eine harmlose Offensive: „Aufgrund der Ausfälle haben wir im Positionsspiel kaum noch Druck gemacht.“ Bonn hatte so leichtes Spiel und spielte seinen Stiefel souverän runter. „Wir dagegen haben uns nur noch versteckt“, sah Schuster kaum noch jemanden, der Verantwortung übernahm. Der CVJM produzierte nun technische Fehler en masse und verwarf zudem zwei Siebenmeter. So drohte das Ergebnis fünf Minuten vor Ende beim 33:21 auch ein kleines Debakel zu werden. Nun war es allerdings der 17-jährige Tim Hartmann, den Schuster auch aus seiner Pauschalkritik ausdrücklich herausnahm, der sich nochmals aufbäumte und dafür sorgte, dass die Niederlage einigermaßen im erträglichen Bereich blieb.

Tore CVJM Oberwiehl: Tim Hartmann (7/2), Matthias Ullenboom (6/3), Jörg Dannenberg (3), Simon Oberbüscher (1), Stefan Ufer (5/1), Benjamin Gülicher (1), André Rischikov (1), Ole Ullenboom (1), Jens Barf (1).

Ergebnisse und Tabelle:

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