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WDR-Kinderprogramm sendete live aus der GGS Wiedenhof

nh; 18. Nov 2007, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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WDR-Kinderprogramm sendete live aus der GGS Wiedenhof

nh; 18. Nov 2007, 00:00 Uhr
(nh/3.11.2007-0:15) Waldbröl - Am vergangenen Mittwoch verwandelte "Lilipuz“ die GGS Wiedenhof in Waldbröl in ein Radiostudio.
[Bilder: WDR --- Die Grundschüler der vierten Klassen der GGS Wiedenhof durften auf WDR 5 ihre eigene Radio-Sendung machen.]

14:05 Uhr, auf WDR 5 läuft der Verkehrshinweis. Für Vanessa, Mathias, Jannik, Lukas, Pia-Marie und Julia heißt es noch einmal kräftig durchatmen. Schon leuchtet in der Schwimmhalle der Gemeinschaftsgrundschule Wiedenhof in Waldbröl das Rotlicht auf und es geht los mit den neuesten Kindernachrichten: „In Indien hat die Polizei 14 Kinder befreit, die in einer Kleiderfabrik arbeiten mussten”. Die sechs Viertklässler lesen live die Nachrichten vor, die sie am Vormittag zusammen mit ihren Mitschülern der 4a und 4c selbst geschrieben haben.

[Im schuleigenen Schwimmbad zeigten die Schüler perfekte Körperbeherrschung.]

Für einen Tag verwandelte „Lilipuz", welches seit Beginn des Schuljahres 2005 immer mittwochs live aus einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen sendet, die GGS Wiedenhof in ein Radiostudio. Das WDR 5-Kinderprogramm sendete von 14:05 bis 15 Uhr live aus der Schule. Nach fünf Minuten waren die Nachrichten auch schon vorbei und die Sprecher genossen sichtbar erleichtert den Applaus ihrer Mitschüler. Moderatorin Nina Kawalun begrüßte das Publikum in der Schule und zu Hause am Radio zu Peters Leibesübungen, dem zweiten Teil der Sendung. Allerdings nicht aus einem Klassenzimmer sondern aus der schuleigenen Schwimmhalle.

Rückenschwimmen, Kraulen, Brustschwimmen, das kennt ja Jeder. Sport- Reporter Peter Schwarz hatte sich aber etwas ganz Besonderes ausgedacht. Für die Schüler der Grundschule hieß es nämlich: Die Nasenklemmen aufgesetzt und ab unter Wasser, denn heute stand Synchronschwimmen auf dem Stundenplan. Peter Schwarz hatte dieses Mal Unterstützung von Silke Hohlstein-Terwesten, der Landestrainerin im Synchronschwimmen. Am Morgen hatten sie mit den Kindern schon einige Schwimmübungen gemacht, die sie jetzt noch einmal vorführen konnten.

[Selbst schwere Wasserballett-Übungen sahen bei den Viertklässlern kinderleicht aus.]

Bei der Übung „Baumstamm“ lagen die Schüler in einer Reihe, wie ein Baumstamm im Wasser und wurden von ihren Mitschülern durch das Becken geschoben. Damit lernten die Schüler ihre Körperspannung zu halten - eine sehr wichtige Fähigkeit bei dem Ballett im Wasser. Mit etwas Übung konnten die kleinen Schwimmer dann die ersten „Bilder“ legen. So heißen die Figuren im Synchronschwimmen, die mehrere Schwimmer zusammen bilden. Bei dem „Stern“ verhakten jeweils vier Kinder ihre Füße miteinander und schwebten in der Form eines Sterns elegant auf dem Wasser. Gar nicht so einfach. Den Kindern gelangen aber selbst schwierige Übungen wie das „Bein-Ballett“. Da hoben alle Kinder gleichzeitig, also synchron, ein Bein aus dem Wasser. Der Trick dabei: „Der Rücken muss gerade sein und der Kopf muss nach hinten“, wussten die kleinen Synchronschwimmer. Moderatorin Nina Kawalun war begeistert von ihrer Eleganz.

Eine Radiosendung selbst zu gestalten ist wahnsinnig aufregend – und macht eine Menge Arbeit. Auch das erfuhren die Schüler der GGS Wiedenhof. Schon zur zweiten Stunde war das WDR-Team angerückt und hatte insgesamt etwa 45 Kindern aus der vierten Klasse in einer unterhaltsamen Unterrichtsstunde beigebracht, wie Nachrichten geschrieben werden. Anschließend wählten die Schüler Themen aus und formulierten in Gruppen sechs Meldungen.

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