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Marienheide und Müllenbach siegten - TVG nun mitten im Abstiegskampf

pl; 7. Jan 2001, 19:09 Uhr
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Marienheide und Müllenbach siegten - TVG nun mitten im Abstiegskampf

pl; 7. Jan 2001, 19:09 Uhr
(pl/7.1.2001-18:25 Aktualisiert: 19:15) Oberberg - In der Handball-Verbandsliga bestätigte der SSV Marienheide mit einem 22:20-Sieg in Niederpleis seinen Ruf als beste Auswärtsmannschaft.

[Archiv-Bild: Oliver Mengedoht --- Holger Fischer war mit acht Toren erfolgreichster Werfer des SSV Marienheide beim 22:20-Sieg in Niederpleis.]



Ebenfals mit einem Sieg startete der TV Rodt-Müllenbach in das neue Jahr, und konnte sich damit etwas Luft zum Tabellenkeller verschaffen. Der CVJM Oberwiehl kam gegen den TSV Bonn rrh. zum einem glücklichen Remis, und der TV Gelpetal steckt nach einer erneuten Heimpleite gegen den TuS Rheindorf nun mitten im Abstiegskampf. Liga-Primus TuS Derschlag gewann bei der HSG Dollendorf-Königswinter vor wenigen Minuten locker mit 20:17.





TV Rodt-Müllenbach - TV "Jahn" Wahn II 29:25 (12:6).



Hochmotiviert gingen die Schützlinge von Trainer Uli Ufer in die Partie, denn schließlich ging es darum, sich mit einem Sieg aus der Abstiegszone zu entfernen. So waren die Doppeldörfler auch jeder Zeit Herr der Lage. Lediglich ein einziges Mal konnten die Gäste in Führung gehen, nämlich beim 4:3 nach 15 Minuten. Mit sechs Toren in Folge durch viermal Sven Schöneberg, Nils Brand und Torsten Plate aber sorgte Müllenbach schnell für klare Verhältnisse. "Bereits zur Pause beim 12:6 war unser Sieg schon fast in trockenen Tüchern", so Betreuer Martin Heist, der auch beim 23:20 nach 55 Minuten, als die Gäste nochmals etwas aufschlossen hatten, den eignen Sieg nie in Gefahr sah.



Vor allem Sven Schöneberg, der, nachdem die Rückraumasse Plate und Daase im zweiten Durchgang kürzer gedeckt wurden, seine Freiräume gut nutzte, und die beiden Außenspieler Hansi Raffel und Nils Brand verdienten sich beste Noten. "Durch den Sieg sind wir aus dem Gröbsten raus", freute sich Heist nach der Partie.



Tore Müllenbach:



Sven Schöneberg (7)

Hansi Raffel (7)

Torsten Plate (6/1)

Nils Brand (5)

Christian Daase (4/1)





TV Gelpetal - TuS Rheindorf 25:27 (10:15).



"Wenn man sich so blöd anstellt, kann man kein Spiel gewinnen", ärgerte sich TVG-Boss Bernd Vorländer über die Vorstellung seiner Mannschaft. Vor allem die enorm hohe technische Fehlerquote machte Vorländer für die Pleite verantwortlich. "Außerdem", so Vorländer weiter, "haben wir unsere Chancen nicht konsequent genutzt und in der Deckung viel zu harmlos agiert." Nach einem 2:6-Rückstand (10.) glichen die Gastgeber zum 10:10 (25.) aus. In den folgenden fünf Minuten bis zur Pause verloren die Handballer von Spielertrainer Jochen Fanger aber frühzeitig die Partie: Fünf Treffer kassierte der TVG in Folge, und lief im zweiten Durchgang dem Rückstand immer hinterher.



Zu allem Überfluss kassierte Andreas Heinisch nach einem groben Foul in der 27. Minute die rote Karte. Nach drei Zwei-Minuten-Strafen folgte ihm Oliver Meyer in die Kabine (42.). Vorländer: "Ohne die vielen technischen Fehler hätten wir gewinnen können, denn Rheindorf war keine Übermannschaft. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, und jeder muss sich fragen, ober seine Einstellung noch stimmt. Die Mannschaft hat das Potenzial, die Klasse zu halten, aber mit solch einer Einstellung wird es sehr schwer."



Tore Gelpetal:



Marc Viebahn (7/2)

Oliver Meyer (3)

Jochen Fanger (3)

Oliver Laschinski (2)

Hartmut Pape (2)

David Rodriguez (2)

Andreas Heinisch (2)

Olaf Krieger (2)

Olaf Stübben (1)

Wilbert Mroch (1)





CVJM Oberwiehl - TSV Bonn rrh. 21:21 (8:9).



20 Sekunden vor dem Abpfiff war es Sebastian Maassen, der den erlösenden Ausgleichstreffer zum letztendlich glücklichen 21:21-Remis markierte. Nur mit einem kämpferischen Kraftakt in der zweiten Halbzeit kam die Mannschaft von Trainer Norbert Häsner zum Punktgewinn. Spielerisch ließ die Vorstellung des CVJM in eigener Halle zu wünschen übrig. Einzig Routinier Jürgen Pohl sorgte fast schon als Alleinunterhalter für Zufriedenheit auf den Rängen. Mit elf Treffern war der 33-Jährige nicht nur bester Werfer, sondern sorgte mit fünf Toren in Folge nach dem 8:9-Pausenstand für die erste und einzige Führung nach 38 Minuten (13:12).



"Es folgte unser fast schon obligatorischer Einbruch, und beim 17:20 sechs Minuten vor dem Ende sahen wir schon die Felle davonschwimmen", so CVJM-Betreuer Maik Robach, der neben Pohl noch Keeper Dirk Höner gute Noten ausstellte.



Tore Oberwiehl:



Jürgen Pohl (11/3)

Jörg Dannenberg (3/1)

Mischa Peters (2)

Sebastian Maassen (2)

Rolf Schuster (1)

Torsten Breitenfeld (1)

Florian Friedrichs (1)





TuS Niederpleis II - SSV Marienheide 20:22 (8:10).



Bis zum 5:5 nach 12 Minuten verlief die Partie ausgeglichen, und ab diesem Zeitpunkt übernahmen die geschlossen auftretenden Heier das Ruder. Über 8:5 (15.) gingen die Gäste mit 10:8 in die Pause. Auch im zweiten Durchgang liefen die Niederpleiser ständig einer Marienheider Führung hinterher, und konnten den völlig verdienten SSV-Sieg nie ernsthaft gefährden.



In der zerfahrenen Partie reichte den Marienheidern eine mittelmäßige Leistung, um zum Erfolg zu kommen. So war auch das Heier Spiel geprägt von ungewohnt vielen Fehlern. Einzig wirklich positives war die gute offensive Deckung des SSV um den starken Torwart Pasqualino Gallina. Gute Noten verdiente sich außerdem Stefan Schmitz, der mit vier Toren trotz Grippe noch im Soll lag. Licht und Schatten wechselten sich hingegen bei Eduard Debnar ab, der aber letztendlich einmal mehr der Garant für den Sieg war.



Tore Marienheide:



Holger Fischer (8/3)

Eduard Debnar (6/1)

Stefan Schmitz (4)

Michael Holthaus (3)

Jens Piepenbrink (1)





HSG Dollendorf-Königswinter - TuS Derschlag 17:20 (7:10).



Zum ersten Spiel im neuen Jahr war für den Tabellenführer aus Derschlag der Gastgeber nicht mehr als ein guter Aufbaugegner. So beschränkten sich die Dollendorfer meist darauf, möglichst oft auf Zeit zu spielen. In der Deckung dagegen agierte der Tabellen-Vorletzte mit übertriebener Härte, was aber konsequent von den Schiedsrichtern bestraft wurde. Lediglich bis zum 4:4 (10.) konnte die HSG das Spiel ausgeglichen gestalten. In der Folgezeit legte der TuS immer vor. Bereits zur Pause (10:7) hatte man nie den Eindruck, dass der Derschlager Sieg in Gefahr geraten könnte. So war beim 17:12 fünf Minuten vor Schluss die Kuh vom Eis.



"Unsere letzten Spiele vor der Weihnachtspause waren eher wackelig. Da kamen uns heute die schwachen Dollendorfer als Aufbaugegner gerade gelegen", so Bernd Beeker, der in den beiden erfolgreichsten Werfern Stefan Vogt und Helge Janeck auch die besten Akteure sah. Ansonsten überzeugte der TuS mit einer konzentrierten Vorstellung.



Tore Derschlag:



Stefan Vogt (7/2)

Helge Janeck (6)

Matthias Hoffmann (3)

Michael Häcke (2)

Olaf Hardt (1)

Jörg Vongehr (1)





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