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SSV Homburg-Nümbrecht will oben mitspielen - El-Saghir als weiterer Offensiv-Eckpfeiler
(lo/30.7.2007-16:00) Nümbrecht - Viele trauen dem Kreisliga A-Aufsteiger eine ähnliche Rolle wie im Vorjahr dem 1. FC Gummersbach zu - Hennecken: "Haben die Ambitionen, oben mitzuspielen" - Saisonvorbereitung verläuft nicht wunschgemäß.
Dass der SSV der Aufstiegsfavorit der Kreisliga B Staffel 4 ist, war den meisten im Vorfeld klar. Doch wie die Mannschaft von Trainer Torsten Hennecken durch die Saison marschierte und frühzeitig die Meisterschaft feierte, war schon beeindruckend. Ein Torverhältnis von 146:29 und 76 Punkte aus 30 Partien sprechen Bände. Mit einem sinnvoll ergänzten Kader und ohne Abgänge nimmt der SSV nun die Kreisliga A in Angriff - und das als einer der Favoriten der Klasse. Denn vielerorts hört man nur einen Satz: Die machens wie Gummersbach. Heißt: Der sofortige Aufstieg in die Bezirksliga. So weit denkt Hennecken noch nicht, aber die Herausforderung nimmt er an. Wir haben die Ambitionen, ganz vorne mit dabei zu sein.
[Bilder Björn Loos --- Insgesamt elf Neuzugänge stehen im Nümbrechter Aufgebot.]
Kommen und Gehen
Die ohnehin schon ausgezeichnet besetzte Offensive wird mit dem dribbelstarken Angreifer Samer El-Saghir vom RS 19 Waldbröl weiter veredelt. Dazu kommt Mittelfeldspieler Roman Kasischke, ein schneller und trickreicher Mann, bei seiner letzten Station SV Schnellenbach aber zum Schluss nur noch zweite Wahl. Mit Dimitri Knaus konnte man einen Defensivspieler vom Nachbarn TuS Elsenroth zum SSV lotsen. Die Verpflichtung von Sasa Grbesa schien schon sicher, doch der Abwehrrecke wechselte lieber zum TuS Homburg-Bröl. Dafür zauberte Hennecken Marco Ripplinger (zuletzt SV Hermesdorf) aus dem Hut. Damit sind wir definitiv nicht schlechter aufgestellt als mit Grbesa, so der Coach. Eine Reihe von A-Jugendlichen gehören ebenfalls zum Kader. Laut Hennecken hat Bastian von Ameln die besten Chancen, sich für die Stammelf zu empfehlen.
Die Mannschaft
Christian Jakobitz und Nachwuchsmann Benjamin Dietzel kämpfen um den Stammplatz im Tor. Wer das Rennen macht, ist laut Hennecken noch offen. Die Hintermannschaft erwies sich in der Meistersaison größtenteils als sattelfest, kein Grund also für Veränderungen. Ripplinger soll den defensiven Part vor der Abwehr spielen. Prunkstück der SSV-Truppe ist das magische Trio mit den Gebrüdern Kelm und Alain Rothenpieler, das es vergangene Saison zusammen auf unglaubliche 97 Treffer brachte.
[Torsten Hennecken ist mit der Saisonvorbereitung bislang nicht zufrieden.]
Mit El-Saghir steht nun ein weiterer Torgarant im Aufgebot, der zudem die Variationsmöglichkeiten vergrößert. Jetzt können wir auch mit drei Stürmern oder mit einer zusätzlichen hängenden Spitze agieren, so Hennecken. Dazu gesellen sich Kreisliga A-erprobte Spieler wie Pavel Warkentin und Daniel Egorkin. Akteure wie Konstantin Ziergiebel und Daniel Schmidt wollen ihr Talent auch in der höheren Klasse unter Beweis stellen.
Wir haben unsere Stärken in der Offensive und das wollen wir auch nutzen, erklärt der Coach. Dabei hofft er, dass die Gegner nicht so defensiv eingestellt sind wie die meisten in der B-Klasse und wir mehr Räume im Spiel nach vorne bekommen. Deutliches Manko in der Vorsaison: Teams mit körperbetontem Spiel lagen den Nümbrechtern überhaupt nicht. Deshalb müssen wir an der körperlichen Robustheit arbeiten, weiß Hennecken, dass sich seine Filigran-Truppe schnell an die deutlich rauere Kreisliga A-Luft gewöhnen muss. Um sich vernünftig auf Gastspiele auf Asche vorzubereiten, wird am Donnerstag vor Auswärtspartien in Brüchermühle trainiert.
Saisonziel
Die vielen Vorschusslorbeeren sind in Nümbrecht zur Kenntnis genommen worden. Wenn die anderen uns in dieser Rolle sehen, nehmen wir das gerne an. Wir wollen unter die ersten fünf kommen, nimmt Hennecken das Wort Aufstieg aber nicht in den Mund. In punkto Offensivvermögen muss der SSV sich hinter keinem der Konkurrenten verstecken, zudem haben wir genug erfahrene Leute, die schon höherklassige Erfahrung haben, betont der Trainer. Allerdings verläuft die Vorbereitung bislang nicht nach Wunsch des Trainers: Verletzungen und Urlauber verhinderten, dass man sich optimal einspielen konnte. Nach dem Auftakt gegen Vizemeister DJK Dürscheid sowie die gestandenen Kreisliga A-Klubs Union Rösrath und SpVgg. Holpe-Steimelhagen wird man abschätzen können, obs tatsächlich zum Angriff auf die Tabellenspitze reicht.
Zugänge
Samer El-Saghir (RS 19 Waldbröl)
Dimitri Knaus (TuS Elsenroth)
Roman Kasischke (SV Schnellenbach)
Marco Ripplinger (zuletzt SV Hermesdorf)
Benjamin Dietzel (eigene Jugend)
Bastian von Ameln (eigene Jugend)
Christopher Busch (eigene Jugend)
Konstantin Schech (eigene Jugend)
Henrik Noss (eigene Jugend)
Robert Broda (eigene Jugend)
Hendrik Jakobitz (eigene Reserve)
Abgänge
keine
Spielerkader
Tor
Christian Jakobitz
Benjamin Dietzel
Abwehr
Christoph Rippel
Christoph Weber
Pavel Warkentin
Rafael Müller
Albert Martens
Dimitri Knaus
Mittelfeld
Marco Ripplinger
Martin Grumbt
Eduard Kelm
Marco Busch
Paul Gellert
Andreas Kasper
Joschka Marx
Raphael Schmitz
Roman Kasischke
Bastian von Ameln
Konstantin Schech
Robert Broda
Konstantin Ziergiebel
Angriff
Vitali Kelm
Alain Rothenpieler
Samer El-Saghir
Daniel Schmidt
Daniel Egorkin
Trainer
Torsten Hennecken (wie bisher)
Co-Trainer
Vitali Kelm
Betreuer
Arno Vorländer.